Grenzsteine finden

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Katastrophy
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Grenzsteine finden

Beitrag von Katastrophy » Sa 9. Feb 2019, 10:10

Hallo ihr Lieben,

wir stehen wieder vor einer neuen Herausforderung.
Wir haben ein 1.000qm Grundstück mit (laut Geoportal BW) 11 Grenzsteinen. Wir haben aber bisher noch keinen gesehen^^
Außerdem haben wir Baumbewuchs und 2 große Bäume stehen entweder an, auf oder über der Grenze. Das können wir leider nicht genau sagen, da uns der entsprechende Grenzstein fehlt. Der wird wohl irgendwo da im Boden liegen.

Habe nun im Internet gelesen, dass es für einen Laien recht schwierig sein sollte, die Steine zu finden, gerade bei älteren Grundstücken.
Hat jemand von euch mal einen Vermesser beauftragt, die Grenze wiederherzustellen und weiß, was sowas kostet?

Brauchen wir ja später wohl eh, wenn das Schnurgerüst gespannt wird und das Bauamt kommt, um das zu kontrollieren :/

Danke euch!

LG Kathi
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Re: Grenzsteine finden

Beitrag von HB-NH2015 » Sa 9. Feb 2019, 16:28

Ist das nicht eh Teil des Planungsvorgangs bei FH?
Wir mussten vor dem Architektengespräch einen Vermesser (selbst ausgewählt oder von FH empfohlen) beauftragen der das Grundstück vermisst und dann die Daten zusammen mit Daten aus dem Katasteramt zur Verfügung stellt.
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Re: Grenzsteine finden

Beitrag von MarkL. » So 10. Feb 2019, 08:28

Also ein amtliche Grenzstein neu setzen wollte er bei uns rund 1000€ haben.

Da die Vermessung heutzutage oft mit Geodaten läuft ist die Frage ob ihr das überhaupt braucht. Aber mit den Geodaten vom Katasteramt jann auch der Vermesser an dr stelle graben wo ein stein sein sollen. Manchmal sind die nur „bedeckt“

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Re: Grenzsteine finden

Beitrag von Katastrophy » So 10. Feb 2019, 09:47

Danke euch für die Antworten.
Wir haben auch einen Vermesser beauftragt, aber da ist - soweit ich weiß und soweit das die Beschreibung des Auftrages hergibt - nicht die Suche nach Grenzsteinen dabei. Der vermisst wohl nur die Höhen am Kanal und im Baufenster für die Stellung des Hauses.

Argh, wir haben 11 Steine. Naja, dann schau ich mal was da rauskommt, wenn er uns den Plan schickt. Vielleicht gebe ich ihm vorher noch mit, dass er uns doch bitte an die Punkte der Grenzsteine Pflöcke stecken soll und uns dann die Rechnung schicken soll. Das kann ja nicht die Welt kosten. Dann graben wir selbst. Aber für einen Stein nen Tausender - puh, leider hab ich keine Goldmine im Keller :D
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Re: Grenzsteine finden

Beitrag von Bernd » So 10. Feb 2019, 10:12

Warum braucht ihr unbedingt die Steine?
Bei uns wurden eine neue Große gezogen, und da wurden wir gefragt, ob da überhaupt ein neuer Stein gesetzt werden sollte.
Und ansonsten eben so machen, wie du es schon gesagt hast. Vermesser beauftragen, das Grundstück mit Hokzpflöcken zu markieren.
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Re: Grenzsteine finden

Beitrag von Katastrophy » So 10. Feb 2019, 11:02

Ich hab schon öfter gelesen, dass nach Hausbau das Bauamt vorbeikommt und guckt, ob die ganzen Abstände beim Bau eingehalten wurden. Und das messen die anscheinend von den Grenzsteinen aus.
Bis Mitte nächstes Jahr sollte ich es wissen (zumindest wo die Grenzen genau liegen - wofür mir persönlich Pflöcke reichen würden), weil wir 2 große Bäume haben, von denen ich hoffe, dass sie auf unserem Grundstück stehen, weil ich die gerne fällen würde. Aktuell kann ich aber nur mutmaßen, dass sie bei uns liegen, weil das laut Flurkarte seeeeehr nahe am Nachbarsgrundstück oder vielleicht sogar tatsächlich auf dem Nachbarsgrundstück liegt.
Und einfach fällen lassen? Ja prima, dann steht der Nachbar da und sagt, das waren seine. Da Bäume im Schadenersatz nicht nach Größe, sondern nach Jahren bemessen werden und die schon recht alt sind, wäre das ziemlich teuer.
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Re: Grenzsteine finden

Beitrag von Bernd » So 10. Feb 2019, 11:13

Ob da jemand zum nachmessen kommt, und was der dann vor Ort braucht, lässt sich ja ganz einfach mit einem Telefonat beim Bauamt und Katasteramt rausfinden.
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Re: Grenzsteine finden

Beitrag von HB-NH2015 » So 10. Feb 2019, 21:48

Die Einmessung nach Baufertigstellung kann aber auch erst sehr spät nach Fertigstellung stattfinden weil den Auftrag dazu das Katasteramt irgendwann mal macht wenn es ihnen in den Kram passt. Das kann auch Jahre später sein.
Wir sind im Mai 2017 eingezogen und bei uns hat es noch nicht stattgefunden bisher. D.h. man muss über die Jahre auch immer noch damit rechnen dass eine Rechnung eintrudelt.
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Re: Grenzsteine finden

Beitrag von MarkL. » So 10. Feb 2019, 23:46

Öhm.. meines wissens ist es deine Pflicht den Vermesser zu beauftragen (zumindest in den meisten Bundesländern) und wird bei versäumnis von Amtswegen gemacht. Je nach Bundesland kann es dann einen Aufschlag geben.

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Re: Grenzsteine finden

Beitrag von Katastrophy » Mo 11. Feb 2019, 09:03

Den Vermesser am Ende muss man doch sowieso noch einmal beauftragen und das ist ja dann auch die Beauftragung, die sich nach Bauwert bemisst, oder? Da gräbt der ja aber nicht die Grenzsteine aus, oder?
Ich werde wohl heute mal eine Mail ans Katasteramt schreiben, wie die das bei Bauabnahme haben wollen. Habe sowas dann immer lieber schriftlich. Und unseren Vermesser rufe ich später mal an, ob er mir an die Grenzsteine (zumindest die kritischen bei den Bäumen) einen Pflock setzen kann, damit wir da auf der sicheren Seite sind.

Danke euch für die guten Ratschläge und Tipps, so mache ich das :)
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Re: Grenzsteine finden

Beitrag von Bernd » Mo 11. Feb 2019, 09:08

Ja, es ist deine Pflicht, das fertige Haus einmessen zu lassen. Aber das kostet keine Strafe, wenn nicht du das sofort beauftragst, sondern erst später die Aufvorderung vom Katasteramt kommt.
Ich habe das gerade so mit meiner Garage. Die habe ich 2017/2018 gebaut, und da kam Ende 2018 Post vom Katasteramt. Die Preise waren exakt die gleichen, wie damals beim Haus, wo ich das zeitnah selber beauftragt habe.
Das Katasteramt bearbeitet alle paar Jahre Luftbilder, und schaut, ob irgendwo was neu dazu gekommen ist.
Und die Vermesser, die dann kommen, brauchen keinen Grenzstein! Die haben ihre Messpunkte in der Straße eingeschlagen, von denen sie ausgehen.
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Re: Grenzsteine finden

Beitrag von Shadow85 » Mo 11. Feb 2019, 09:26

Bei uns im Neubaugebiet wurden auch 2 Grenzsteine verschüttet oder ausgegraben - auf jeden Fall waren sie nicht mehr auffindbar. Auf dem Grundstück weiter wurde einer sogar herausgezogen und woanders fallen gelassen (ein Nachbar meinte, Kinder hätten damit gespielt...).

Ein Anruf bei der Stadt brachte Abhilfe. Die haben freundlicherweise die Grenzpunkte mittels GPS auf +/- 5cm neu für mich geortet und dann farblich markiert. Bezahlen musste ich dafür nichts - allerdings ist die Messung nicht rechtsverbindlich und 100% exakt.

Ein weiterer Vorteil war für uns im Neugebiet natürlich, dass jetzt später die offiziellen Grenzmarken (zumindest an den Straßen) gesetzt wurden. Aber dennoch würde ich mal bei der Stadt / Gemeinde anrufen und nachfragen, was möglich ist. Mit etwas Glück sind die kulant und können weiterhelfen, zumindest evtl. günstiger als ein Vermesser.

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