Fundamentplatte oberhalb der Rückstauebene?

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Pavi2019
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Fundamentplatte oberhalb der Rückstauebene?

Beitrag von Pavi2019 » Fr 5. Okt 2018, 17:47

Hallo an alle :hallo

das ist unser erster Beitrag und wir bauen im Frühjahr ein Vio 302 ohne Keller und sind in den letzten Zügen die Pläne zu finalisieren.

Jetzt haben wir vor dem Haus eine 10 Grad Steigung - was uns zu viel ist. Aber da Fingerhaus eigene "Arbeitsrichtlinien" hat die bedeutet dass die Unterkante Fundamentplatte über der Rückstauebene (Kanaldeckel) sein muss können wir daran nichts ändern.

Nicht nur dass die Steigung zu steil ist, aber die Erdarbeiten deshalb auch teurer werden, lauten die wichtigste Frage:

Stimmt das??

Muss die Unterkante Fundamentplatte über der Rückstauebene sein? Wir dachten man nimmt z.B. den Abfluss im Erdgeschoss (sprich OKFF) als Richtlinie. Das der mindestens 15 cm über der Rückstauebene sein muss :denk

Wenn ja, wo steht das geschrieben?


Es wär super wenn uns da jemand weiterhelfen kann.

Schöne Grüße,
Viviane und Panos

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Matthias84
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Re: Fundamentplatte oberhalb der Rückstauebene?

Beitrag von Matthias84 » Fr 5. Okt 2018, 19:21

Es macht Sinn das die Fundamentplatte über der Rückstauebene liegt. Liegt die Fundamentplatte tiefer (wie bei uns) kann bei einem Rückstau das Schmutzwasser aus allen Abflüssen austreten die unter der Rückstauebene liegen.
Die Höhe der Fundamentplatte haben wir aber zusammen mit dem Architekten festgelegt.

Bei uns ging es aber nicht anders und so wird uns eine Rückstausicherung eingebaut. Da das Teil elektrisch funktionieren muss um Fäkalien zurück zu halten kostet das etwas. (5k€)

Der Fachmann hat eine Reserve von min. 30cm zur Rückstauebene empfohlen. Ob eine Erhöhung der Platte günstiger ist kann der Tiefbauer sicher ausrechnen.
Wir bauen ein Uno 2.0

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SJS
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Re: Fundamentplatte oberhalb der Rückstauebene?

Beitrag von SJS » Fr 5. Okt 2018, 22:00

Der größere Sicherheitsabstand kommt vermutlich daher, dass die Dichtungen in den HT-Rohren im Haus als nicht druckwasserdicht angenommen werden. Daher ist nicht der niedrigste "offene" Abwasseranschluss (z.B. WC-Abfluss) maßgeblich, da sich auch an den daruntenliegenden Rohren Wasser durch die Dichtungen drücken kann - liegen diese unterhalb der Rückstauebene, könnte sich trotzdem Wasser im Haus ansammeln. FH geht hier wohl auf die sichere Seite, was ja erstmal nicht verkehrt ist.

Sind die 10° bei einer Garagenauffahrt? Falls nicht, kann man das doch gestalterisch lösen (anböschen etc.). Ich würde auf jeden Fall immer mit etwas Reserve bei der Rückstauebene das Haus lieber etwas höher setzen. Eine elektrische Rückstausicherung oder sogar eine Abwasserpumpe wäre für mich beim Grundstückskauf jedenfalls ein KO-Kriterium.
Beste Grüße,
Stefan

Unser Haus: VIO3XX-Serie individuell umgeplant mit Erker, 2 Balkonen, Keller, Doppelgarage und KNX-Bussystem...
...DANKE@FingerHaus, hat Spaß gemacht mit Euch!!!

VIO 450 S130 ERK
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Re: Fundamentplatte oberhalb der Rückstauebene?

Beitrag von VIO 450 S130 ERK » Sa 6. Okt 2018, 05:54

Hallo, wir dürfen wegdn der zugelassenen Wandhöhe, die ja bis Oberkannte Dschziegel zählt, dieOberkante Bodenplatte nur 10 - 14 cm über dem Straßenniveau haben. Entsprechend tiefer ist dann die Unterkante der Bodenplatte darunter. Wird dann bereits eine elektr. Rückstau notwendig?

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Pavi2019
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Re: Fundamentplatte oberhalb der Rückstauebene?

Beitrag von Pavi2019 » Sa 6. Okt 2018, 07:49

Vielen Dank für die schnellen Antworten.

Das macht natürlich Sinn auf der Sicheren Seite zu sein. Haben nur gedacht dass es da etwas Spielraum gibt. Dann geht's wohl jetzt ans Ideen sammeln für die Gestaltung.

Wir haben 8° bei der Carport Auffahrt und 10° beim Eingang.

wosch87
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Re: Fundamentplatte oberhalb der Rückstauebene?

Beitrag von wosch87 » Di 9. Okt 2018, 12:34

Nur mal nebenbei: ich höre zum ersten Mal davon, dass die UK (!) Bodenplatte über der RSE liegen muss, das hat uns niemand auferlegt?! Haben wir auch nicht, und wir mussten auch nichts unterschreiben, dass wir das trotz des mahnenden Finger-Fingers trotzdem machen. Und wir haben keine Kesselfix, da OK Bodenplatte über der RSE liegt.

Unser Architekt war da Gott sei Dank sehr hilfreich und hatte auch Ahnung, das Thema RSE war bei uns nämlich auch eine Geschichte für sich...

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