Finanzierung - welche Bank

Alles rund um die Angebotsfindung. Warum FingerHaus.
SURM17
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Re: Finanzierung - welche Bank

Beitrag von SURM17 » Di 2. Mai 2017, 16:34

Ich habe selber ein paar Jahre Baufinanzierungen beraten, bevor ich die Branche gewechselt habe. Normalerweise muss die Provision im Zinssatz enthalten sein, als Aufschlag. Im Gegenzug spart sich die Bank den Berater und die anderen Fixkosten die mit angesetzt werden und man landet beim gleichen Zins, teilweise weniger.

Die Berater selbst sind teilweise unterschiedlich kreativ in den Ansätzen das beste für den Kunden raus zu holen. Letzlich kann ein Baugeldvermittler genauso gut sein wie die Sparkasse vor Ort. Baue ich in einem kleinen Kaff (nicht böse gemeint) kennt sich die Sparkasse oder Volksbank vor Ort besser im regionalen Markt und auch der strukturellen Entwicklung aus, als eine Direktbank. Meistens habe ich in größeren Städten die besten Erfahrungen mit Großbanken (Massengeschäft) und in kleineren Orten mit regionalen Banken gemacht.

Ich habe als Kunde Erfahrungen mit der Commerzbank, DSL Bank, PSD Bank und BHW Bausparkasse.
Medley 300 - 2,15 Kniestock - LWZ - Großraumgarage - KNX

Baugenehmigung: 30.06.17
Bemusterung: 28.08.17
Bodenplatte: 06.11.17
Hausstellung: 18.12.17
Einzug: 31.03.18

BigNose82
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Re: Finanzierung - welche Bank

Beitrag von BigNose82 » Di 2. Mai 2017, 16:43

SURM17 hat geschrieben:Normalerweise muss die Provision im Zinssatz enthalten sein, als Aufschlag.
Ach stimmt, so war das, hatte noch irgendwie im Hinterkopf dass da sowas war. Heißt das denn im Umkehrschluss dass wir so oder so hätten "zahlen" müssen?
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167 m², WiGa, 2,15 m Kniestock und Garagen im Keller
LWZ 304 Trend, nichts solares und kein Ofen
Automatisiert mit z-wave und dem HC2
Unsere Grundrisse und andere Impressionen (Update 9.9.17)

SURM17
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Re: Finanzierung - welche Bank

Beitrag von SURM17 » Di 2. Mai 2017, 19:28

Grundsätzlich KANN ein Vermittler, egal ob angestellt oder selbständig, so viel Provision nehmen wie er möchte. Dadurch pumpt er aber die Kondition auf. Eine große Direktbank hat mal eine Mindestprovision von 0,5% der Darlehenssumme genommen, die der Vermittler berechnen musste. ACHTUNG: Diese 0,5% bedeuten aber nicht, dass der Zinssatz einen variablen Anteil von 0,5% hat, diese Verteilen sich über die gesamte Laufzeit.

Im Grunde ist deine Aussage also richtig. Nicht immer genau die gleiche Summe, aber im Grunde ähnlich. Bei dem aktuellen Zinsniveau ist das Schwankungsfenster nicht so groß.....dafür werden Erhöhungen am Markt direkt und großzügig von allen umgesetzt. :D
Es gab mal eine Zeit, da hat eine große blaue Bank noch zusätzlich Einmalgebühren erhoben und im Vertrag versteckt. Das ist aber irgendwann aufgeflogen, vor Gericht gelandet und man musste diese zurück zahlen. ;)
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Sarah89
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Re: Finanzierung - welche Bank

Beitrag von Sarah89 » Mo 8. Mai 2017, 11:12

Würdet ihr vorschlagen, einen unabhängigen Finanzierungsberater oder Steuerberater nochmal über die Unterlagen drüberschauen zu lassen, bevor man verbindlich unterschreibt?
Wir bauen ein Uno 2.0

03/17 Werkvertrag
04/17 Ausräumung Rücktrittsrecht
07/17 Küche gekauft
07/17 Finanzierung steht
07/17 Architektengespräch geführt
10/17 Bauantrag genehmigt
02/18 Ausstattungsbemusterung
04/18 Baustellengespräch

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Re: Finanzierung - welche Bank

Beitrag von HB-NH2015 » Mo 8. Mai 2017, 11:38

Ich glaub der Steuerberater (zumindest unser) macht nur steuerrelevante Beratung aber der wird jetzt nicht den Kreditvertrag auf Herz und Nieren prüfen.

Wenn Du mit unabhängigen Finanzierungsberater jene meinst die auch als Vermittler tätig wären dann stellt sich mir die Frage ob der
a) überhaupt Interesse daran hat einen Vertrag zu bewerten der mit ihm und seiner Vermittlungstätigkeit nichts zu tun haben
b) er versuchen wird Euch (berechtigt oder nicht) Alternativen anbieten wird um eine Provision zu erhaschen

Wir haben das nicht gemacht sondern Interhyp/Allianz vertraut bzw. alles natürlich gelesen und wo nicht verstanden nach Erklärung gefragt.
Aber wenn dann würde ich wahrscheinlich eher nach einem auf Kredite spezialisierten Anwalt suchen und den fragen.
Denn Streitfälle landen i.d.R. später beim Gericht und nicht beim Finanzberater.
Vio 300 S130 in PLZ 34xxx
Eingezogen
Dez '15 Werksvertrag
Mrz '16 Vorbehaltausräumung
Mai '16 Planungsgespräch
Jun '16 Vorabzüge
Jul '16 Bauantrag
Okt '16 Bemusterung
Jan '17 Bodenplatte
Feb '17 Hausmontage
Apr '17 Endmontage

Sarah89
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Re: Finanzierung - welche Bank

Beitrag von Sarah89 » Mo 8. Mai 2017, 11:45

Wir sind eigentlich ziemlich zufrieden mit unserem Angebot. Lediglich einen Punkt wollen wir noch versuchen einzubinden :-)
Ich denke nicht, dass die uns übers Ohr hauen, sind bei der Hausbank meines Partners gelandet und ich werde dann auch wechseln wenn es zum Abschluss kommt.
Wir bauen ein Uno 2.0

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04/17 Ausräumung Rücktrittsrecht
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Re: Finanzierung - welche Bank

Beitrag von Friedel » Mo 8. Mai 2017, 11:47

Die Hausbank kann dich genauso übers Ohr hauen wie eine anderen Bank. Niemals jemanden blind vertrauen der etwas verkaufen möchte.
Neo 211 im Enzkreis

08/16 - Werkvertrag
09/16 - Vorbehaltausräumung
11/16 - Planungsgespräch
01/17 - Vorabzüge
02/17 - Bauantrag
04/17 - Bemusterung
06/17 - Ausführungspläne
07/17 - Bodenplatte
08/17 - Hausstellung
11/17 - Abnahme

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Re: Finanzierung - welche Bank

Beitrag von SURM17 » Mo 8. Mai 2017, 12:39

Ich würde meine Finanzierung persönlich bei einem Baugeldvermittler abschließen, bzw zumindest dort anfragen. Ein Angebot kostet nichts außer etwas Zeit.

Jede Bank kann dich theoretisch übers Ohr hauen, wie Friedel so schön sagt, allerdings ist es tendenziell eher ein bewusstes oder unbewusstes verschweigen gewisser Details und kein Betrug.

Wenn du bei deiner Bank ein gutes Gefühl hast und ein Baugeldvermittler (muss kein Selbständiger sein, auch eine Interhyp oder Commerzbank sind als Baugeldvermittler aktiv) dir keine bessere Kondition anbieten kann (bereits 0,0X % machen auf 20 Jahre eine Menge Geld aus, da die Tilgung verschleppt wird) dann bleib bei der Hausbank. Jeder muss da die Nestwärme von gute Kondition und gute Beratung/Hilfe die für einen richtig ist, ausloten.
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Re: Finanzierung - welche Bank

Beitrag von Sarah89 » Mo 8. Mai 2017, 12:42

Wir haben das Angebot der Hausbank plus 2 Angebote einer unabhängigen Finanzierungsberaterin verglichen.
Es lag alles nah beieinander und daher haben wir uns dann doch für regionale Nähe und jahrelange Erfahrung und Kundschaft entschieden.
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kevla
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Re: Finanzierung - welche Bank

Beitrag von kevla » Mi 30. Jan 2019, 14:12

Hallo zusammen!

Ich lese schon seit einigen Wochen gespannt quer durch das Forum und bin auf der Suche nach Empfehlungen was das Thema Finanzierung angeht in diesem Thread gelandet. :-)

Mich würde aus aktuellem Anlass brennend interessieren wie Ihr zur Zusammenarbeit zwischen FH und der DVAG steht. Man findet im Netz ohne große Mühe einen haufen negativ Schlagzeilen und "abgezockte" Kundschaft und dazu möchte ich mich perspektivisch nicht zählen!

Der von meinem FH Berater empfohlene DVAG Kontakt macht einen wirklich guten Eindruck.

Gibt es hier jemanden der in dieser Konstellation generell schon Erfahrungen gesammelt hat?

Danke!
Sento 304 F - 1,30m Kniestock - Erker - Kamin

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Re: Finanzierung - welche Bank

Beitrag von Andreas1981 » Mi 30. Jan 2019, 20:40

Hmmmm...würde von der DVAG abraten. Hatte da mal Verträge. Die Produktkosten (Versicherungskosten, Ausgabeaufschläge bei Fonds) sind immens hoch. Die Qualität der Beratung hängt wie fast überall vom Berater ab. Würde einen unabhängigen Makler empfehlen. Unser ehemaliger Nachbar war bei der DVAG Leiter einer Direktion...immer dicke Autos...die DVAG hat mehrere AIDA Schiffe für Mitarbeiter gemietet...die haben Helene Fischer in die Commerzbank Arena für die Mitarbeiter geholt...Luxushotels in Portugal etc....muss halt einer zahlen und das ist der Kunde.
Falls du doch was machst: Lass dir die Gesamtkostenquoten aufschlüsseln (das steht dir gesetzlich zu) und vergleiche das bevor du was abschließt.

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Matthias84
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Re: Finanzierung - welche Bank

Beitrag von Matthias84 » Mi 30. Jan 2019, 22:07

Ich habe über die Dvag unser Fingerhaus finanziert. Bin allerdings schon seit ca. 20 Jahren Kunde bei Dvag und kann nur gutes berichten.
Die Fonds haben mir z. B. ermöglicht das Grundstück aus Eigenkapital zu bezahlen. Auch geht die Dvag Kooperationen ein die bessere Konditionen beim Kredit ermöglicht.
Vergleichen sollte man trotzdem...
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Aug/17-Vorbehaltausräumung
Sep/17-Planungsgespräch
Nov/17-Vorabzug
Apr/18-Bemusterung
Mai/18-Bauantrag
Jul/18-Ausführungspläne
Sep/18-Tiefbau/Bodenplatte
Okt/18-Hausstellung
Dez/18-Innenausbau
Jan/19-Hausübergabe
Feb/19-Eingezogen

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Re: Finanzierung - welche Bank

Beitrag von MaryB » Do 31. Jan 2019, 10:13

Moin,

Wir haben im Februar 2018 mit der Sparkasse Oberhessen unsere Finanzierung gemacht.
Wir haben uns da von einer unabhängigen Baufinanzierung beraten lassen, da wir so was ja noch nie gemacht haben.
Unsere Hausbank (VB Mittelhessen) war extrem hoch mit den Zinsen obwohl wir schon über 20 Jahre dort Kunden sind. Selbst mit Bausparvertrag.
Am günstigsten wäre für ins die ING Diba gewesen, mit Anlegen eines Gehaltskontos dort. Die wollten uns aber nicht bzw. hätten wir von unserem Ersparten viel reinbuttern müssen, da wir am A* der Welt bauen. Denen war das Risiko zu hoch.
Sind dann zu einer Regionalen Bank (Sparkasse), lief alles super und unkompliziert. Haben die KFW55 Förderung und ein Hausbauprogramm von der Sparkasse. Ich finds halt ganz gut wenn ich denen innerhalb von 30min auf der Matte stehen kann ;)
Der Bausparvertrag der VB läuft weiter, sodass wir irgendwann mal eine Finanzspritze für Sondertilgungen haben.

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Re: Finanzierung - welche Bank

Beitrag von kevla » Do 31. Jan 2019, 21:47

Danke schonmal für eure Meinungen!
Sento 304 F - 1,30m Kniestock - Erker - Kamin

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