Neu und ein wenig "Planlos"...

Alles rund um die Planung mit deinem FingerHaus
Stefffilicious
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Neu und ein wenig "Planlos"...

Beitrag von Stefffilicious » Di 20. Feb 2018, 09:25

Moin ihr Lieben :hallo

Als erstes Mal ein kurzes Hallo in die Runde.

Wir möchten so wie es aussieht ein Fingerhaus bauen und irgendwie hab ich total den Salat in meinem Kopf... :naja

Zustande gekommen ist alles so, dass meine Schwiegereltern uns angeboten haben auf deren Grundstück ein Häuschen zu pflanzen.
Das Grundstück ist insg. 2000m² groß und wir würden dann Garten an Garten wohnen und das Haus mit der Zufahrt der dahinterliegenden Straße bauen was ich durchaus in Ordnung finde. (Bin kein Freund von Alt und Jung unter einem Dach... :roll: )

Demnach können wir an das Thema Grundstück so weit schonmal einen Haken machen.
Wir müssen uns allerdings noch ein paar mehr Infos einholen zum Thema Bebauungsplan, der vorliegende ist von 1977 und scheinbar nicht mehr aktuell.
Dort steht u.a. dass Dachgauben nicht erlaubt sind, jedes 2. Haus in dem Baugebiet HAT allerdings eine...

Zu FH sind wir durch das NEO in Wuppertal gekommen. Vermutlich soll es das auch werden. Allerdings Schlüsselfertig da wir durch unsere Jobs vermutlich nicht die Zeit haben viel selbst zu machen...
Haben uns noch div. andere Häuser, auch von andern Anbietern und auch in Massiv angesehen, egal wie wir uns gedreht und gewendet haben, wir sind immer wieder bei FingerHaus und dem NEO gelandet...

Nun haben wir für kommenden Samstag einen Beratungstermin in Wuppertal gemacht.
Klar könnte ich nun so lange warten, aber Geduld gehört eben nicht zu Frau's Kernkompetenz :oops:
Außerdem ist eine gute Vorbereitung bei so einem Gespräch ja nie verkehrt :D

Für mich stellt sich die Frage: Wie ist nun der Ablauf? Was kommt in welcher Reihenfolge als nächstes?

Ich lese immer wieder vom sog. Werkvertrag. Was ist das genau bzw. was beinhaltet dieser?
Wird damit schon alles in Steingemeißelt? Brauch ich den für die Baugenehmigung?
Was passiert mit dem Vertrag wenn die nicht durchgeht?
Sind damit schon erhebliche Kosten verbunden?

Das Bauamt hat uns mitgeteilt, wir sollen/müssen einen Bauvorantrag stellen. Hilft uns FH dabei? Geben sie uns dafür Unterlagen an die Hand?

Lacht nicht über mich, für Euch ist das sicherlich alles total klar, aber ich bzw. wir stehen noch ein bisschen wie die Kuh vorm Berg :shock:

Liebe Grüße
Die planlose Steffi

b54
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Re: Neu und ein wenig "Planlos"...

Beitrag von b54 » Di 20. Feb 2018, 09:33

Hallo und herzlich willkommen im Forum.
Zuerst kommt ja mal die Angebotsphase, dann wird ein detailliertes Angebot erstellt und man kennt die meisten Kosten für das Haus schon mal. Viele Informationen kann man hier auch aus dem Bemusterungsthread holen. Im Werkvertrag wird erstmal der Haustyp und die Grundausstattung festgehalten, je mehr Ausstattungsdetails Ihr in den WV packt , desto besser, da dieser dann auch Grundlage für eine meist nötige Finanzierung darstellt, zudem könnt Ihr in der Bemusterung wirklich alles noch ändern, sogar den Haustyp insofern ist es auch kein Problem , die Ausstattungsmerkmale, die man sich wünscht bereits in den WV aufzunehmen. Bevor kein WV unterschrieben ist, geht auch bei Fingerhaus nichts los. Fingerhaus wird euch sicher bei einem Bauvorantrag helfen, ggf. müsstet ihr eine extra Vereinbarung zur Kostenübernahme machen, falls dann die Unterlagen bis zum Bauantrag schon fertiggestellt sein würden und es dann wegen Auflagen nicht dazu kommen würde, was ich mir aber kaum vorstellen kann. Also vor dem WV kommt erst das Angebot, dann könnt Ihr in Ruhe nochmal vergleichen, dann wisst Ihr ungefähr was auf euch zukommt und könnt prüfen , wie das mit der Finanzierung klappt. Dann kann man den WV zeichnen mit Vorbehalt, nach der zugesagten Finanzierung dann die Vorbehalte rausnehmen. Allerdings vermute ich mal das Ihr mind. 15 Monate warten müsst, bis es dann losgeht mit dem Bau, da im Moment ein echt großer Rückstau vorherrscht.
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BigNose82
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Re: Neu und ein wenig "Planlos"...

Beitrag von BigNose82 » Di 20. Feb 2018, 09:36

Hallo und willkommen!
Och, so planlos hört sich das doch gar nicht an.
Das meiste werdet ihr während des Termins fragen und erklärt bekommen. Es ist der erste von mehreren Terminen, in denen die Planung fein geschliffen wird. Dazwischen habt ihr immer etwas Zeit um diverse Punkte mit z.B. dem Amt abzuklären. Am Ende dieser Planungsphase steht der Werkvertrag. Der ist erstmal nur "vorläufig". Ihr sichert euch bestimmte Konditionen, habt aber noch diverse Vorbehalte drin, die ihr erst noch ausräumen müsst, bevor der Vertrag endgültig wird.
Typische Vorbehalte sind das Zustandekommen der Finanzierung, der Erwerb eines Grundstücks,...
Sobald ihr die Vorbehalte ausräumt seid ihr in der offiziellen Produktionstaktung.

Aber erstmal mit der Ruhe jetzt. Macht euch schonmal Gedanken, ob und wie ihr ggf. den Grundriss verändern wollt und alles weitere wird sich ergeben.
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MarkL.
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Re: Neu und ein wenig "Planlos"...

Beitrag von MarkL. » Di 20. Feb 2018, 09:49

Also den aktuellen Bebauungsplan bekommst du beim Bauamt. Der hat erstmal Gültigkeit und den braucht auch Fingerhaus im weiteren Verlauf.
Man darf auch auf Antrag vom Bebauungsplan abweichen. Dieser Antrag kostet Geld und Zeit und erfolgt mit dem Bauantrag. Von daher kann es auch sein, dass grundsätzlich Gauben nicht erlaubt sind, aber sich die Nachbarn von dieser Auflage haben befreien lassen.

Der Werkvertrag ist DER Vertrag mit Fingerhaus. Quasi "Vertrag zur Herstellung eines Werkstückes" in dem Falle deines Hauses. Mit allen Anhängen vorallem der Bau und Leistungsbeschreibung sollte dieser die Vertragskonditionen, wie und was für welches Geld und ich glaube auch seit 2018 bis wann das Haus gebaut werden soll beinhalten. Im weiteren Prozess kann zwar von einigen Sachen wieder abgewichen werden (gegen entsprechenden Mehr oder Minderwert) z.b. im Rahmen der Bemusterung, aber zunächst ist das dein Vertrag mit Fingerhaus.

Man kann sich in dem Vertrag "Vorbehalte" eintragen lassen wie: sofern Kreditvergabe funktioniert hat usw. Die sind Verhandlungsgegenstand und müssen dann explizit aufgeführt und möglichst genau bestimmt werden. Die genaue Planung erfolgt jedoch erst NACH dem entfernen des Vorbehalts.

Vieles kann man im nachhinein ändern (z.B. Grundrisse, Ausstattung etc.) aber i.d.R. mit Mehrpreis/minderpreis. Um so später um so schwieriger und ggf. auch mit dem Mehrpreis der neuen Statikberechnung. Zum anderen sind die Preise normalerweise steigend. d.h. durch die Aufnahme in den Werkvertrag kann man sich heute Preise sichern.

Bei der Bauvoranfrage hilft mit Sicherheit Fingerhaus. Würde ich fragen und schriftlich bestätigen lassen.

Ist der Werkvertrag unterschrieben und die Vorbehalte aufgehoben, dann kommt man i.d.R. ohne Kosten nicht mehr raus.
Beispielsweise ist die Planung abgeschlossen und beendet den Vertrag, hat man auch die Planungskosten (z.b. Architekt etc.) mit Sicherheit zu zahlen.

Stefffilicious
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Re: Neu und ein wenig "Planlos"...

Beitrag von Stefffilicious » Di 20. Feb 2018, 10:05

MarkL. hat geschrieben:
Di 20. Feb 2018, 09:49

Ist der Werkvertrag unterschrieben und die Vorbehalte aufgehoben, dann kommt man i.d.R. ohne Kosten nicht mehr raus.
Beispielsweise ist die Planung abgeschlossen und beendet den Vertrag, hat man auch die Planungskosten (z.b. Architekt etc.) mit Sicherheit zu zahlen.
Okay, das ist natürlich verständlich.

Für mich war nur wichtig (wie gesagt, Werkvertrag war für mich vorher ein "Fremdwort"...) dass dieser noch nicht endgültig ist.

Das mit der Finanzierung ist klar, Unterlagen dafür bekomme ich dann auch von FH, richtig?

Kann ich davon ausgehen, dass es um so weniger Mehrkosten gibt, um so weniger ich vom Grundriss abweiche?
In dem Prospekt den wir in Wuppertal bekommen haben waren mehrere Varianten abgedruckt.
Für uns wäre jetzt z.B. eine Variante perfekt wo von Muster 1 der aus dem EG greift, wir fürs OB aber gerne den aus Muster 2 hätten. Das sind ja aber beides "vorgegebene" Varianten, das ist dann doch sicherlich auch ohne erheblichen Mehraufwand möglich wenn wir da nicht x Wände verschieben müssten etc., oder?

Dann nochmal eine Frage zur Bemusterung:
Gibts da wie z.B. bei Viebrock verschiedene Pakete die man vorher festlegt?
Dort gab es z.B. 3 verschiedene, wobei 1 das einfachste war und 3 das teuerste.
Man geht dann dort in eine Ausstellung und kann sich lt. vereinbartem Paket dann Böden, Innentüren, Badewanne, Klo, Waschbecken, Steckdosen usw. aussuchen...

Ich hab total Schiss dass wir irgendwas ganz wichtiges vergessen, mit Summe X kalkulieren und hinterher nen Mehrbetrag von 30.000 EUR haben oder so :shock:

Aber vielleicht warte ich auch einfach den Samstag mal ab ;)

b54
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Re: Neu und ein wenig "Planlos"...

Beitrag von b54 » Di 20. Feb 2018, 10:15

Du kannst ohne weiteres Geschossvarianten aus den Haustypen mischen, jenachdem kommen dann evtl Mehrkosten wegen Statikänderungen dazu aber möglich ist im Prinzip alles. Es gibt bei Fingerhaus mehrere Pakete die man abwählen und in Eigenleistung erbringen kann. Bei der Bemusterung ist im prinzip alles frei. Man geht in die Ausstellung nach Frankenberg und schaut sich da die Ausstattung an. Alles was mit einem roten F markiert ist, ist im Standard. Für alles andere kann man dann die Aufpreise erfragen oder sie stehen direkt dran.
Man kann die übrigends auch so besuchen. Meine Empfehlung, lasst euch zum Bauherrentag am 3.03. anmelden, dann könnt Ihr euch die Bemusterung anschauen, die Produktion und es gibt auch was zu essen und in der Regel einen 500 € Bemusterungsgutschein.
Und den Bemusterungsthread studieren, dann kann man fast nichts mehr vergesessen, ausser das man dann noch mehr Wünsche hat :)
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Re: Neu und ein wenig "Planlos"...

Beitrag von Dr. Bob » Di 20. Feb 2018, 10:17

Man bekommt eigentlich das Sorglos-Paket von Fingerhaus, mann muss sich allerdings um alles kümmern, was NICHT Haus ist, d.h. Erdarbeiten, Pflaster, ein schöner Hauseingang usw.

Bei der Bemusterung gibts keinerlei Vorgaben. Es gibt Dinge, die sindim Preis mit drin, man kann sich aber einzelne Sachen rauspicken, die dann extra kosten oder auch ganze Sachen abbemustern - wir haben zB die Türen rausgenommen udn selbst gemacht. Das ist dann wirklich komplett flexibel und nciht mit Paketen verbunden.

ABER ihr soltet trotzdem SEHR großzügig kalkulieren. Dank einiger unwägbarkeiten und Sachen, die wir dann doch ncoh haben wollten, mussten wir ordentlich nachfinanzieren.
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Re: Neu und ein wenig "Planlos"...

Beitrag von Stefffilicious » Di 20. Feb 2018, 10:23

Wir würden wie gesagt Schlüssel- bzw. Einzugsfertig "buchen".
Die nette Dame in Wuppertal sagte uns das geht, und dann müssten man wirklich nur noch Kisten auspacken, Möbelaufstellen und einziehen...
Ich hoffe das ist nicht gelogen...

Das mit den Bauherrentagen ist prinzipiell eine Gute Idee. Am 03.03. sind wir nur leider im Urlaub :-(
Aber sie hat uns auch schon eine Werksbesichtigung angeboten. Ich denke schon dass das recht interessant ist.
Da kann man dann doch sicherlich auch in die Ausstellung, oder?

BigNose82
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Re: Neu und ein wenig "Planlos"...

Beitrag von BigNose82 » Di 20. Feb 2018, 10:29

Stefffilicious hat geschrieben:
Di 20. Feb 2018, 10:23
Die nette Dame in Wuppertal sagte uns das geht, und dann müssten man wirklich nur noch Kisten auspacken, Möbelaufstellen und einziehen...
Würde ich nicht zu wörtlich nehmen...
Klar, wenn ihr einmal da seid, bekommt ihr das volle Programm.
Kalkulation... Jep! Das geplante Haus ist bis auf den Cent genau beziffert. Haken dran.
Aber Nebenkosten etc. können mal gut was wiegen. So wie du die Grundstücksituation beschreibst, werdet ihr das familienintern, ohne den ganzen Grunderwerbsteuerkram regeln, denke ich ;-) Dann bleiben nur ein paar Notarkosten und die Umschreibung im Grundbuch incl. der Grundschuld.

Erdarbeiten sind nochmal ein riesiger Posten, der schnell 20 k€ erreichen kann. Beim Keller noch ne Schüppe tiefer, ähhh, drauf :-)
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Re: Neu und ein wenig "Planlos"...

Beitrag von HB-NH2015 » Di 20. Feb 2018, 10:30

Zu den Gauben.
Wenn viele Leuten Gauben haben dann ist zumindest die Chance da eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen.
Denn warum solltet ihr das nicht dürfen wenn andere das dürfen.
ggf. möchte die Gemeinde dafür aber ein paar € "Strafe" sehen.
Ihr müsst auch unbedingt klären ob ihr aufs Grundstück der Eltern ein 2. Haus bauen dürft.
Und ob ihr dafür das Grundstück trennen müsst oder wollt. Stichwort Notarkosten.
Unklar ist auch inwieweit das Grundstück als Eigenkapital und Grundschuld herhalten kann wenn es nicht geteilt ist und nicht Euch gehört.
Denn dann müsstet ihr das gesamte Grundstück mit beiden Häusern in die Grundschuld eintragen und im schlimmsten Fall wären beide Häuser gefährdet.
Unbedingt schlau machen wie ihr das am Besten angehen wollt.
VIelleicht bin ich da auch paranoid weil mir das Wissen fehlt, aber lieber einmal mehr als zu wenig gewarnt.
Stefffilicious hat geschrieben:
Di 20. Feb 2018, 10:05
Für mich war nur wichtig (wie gesagt, Werkvertrag war für mich vorher ein "Fremdwort"...) dass dieser noch nicht endgültig ist.
Wobei die Probe aufs Exempel hier im Forum glaubich noch keiner durch hat.
Denn wenns um Tausende € geht nimmt sich FIngerhaus sicher auch einen Anwalt.
Vorbehalt Finanzierung ist so eine Sache, irgendeine Finanzierung bekommt man sicher. DIe Frage ist nur zu welchen Konditionen und Tilgungsrate.
Wollt ihr diesen Joker ziehen könnte FH auf die Idee kommen ihre Partner (wechselnde Finanzvermittler) damit zu beauftragen Euch ein Finanzierungsangebot zu machen und schwupps wäre der Vorbehalt nichtig.
Keine Ahnung ob das so wirklich stimmt aber man sollte sich dessen bewusst sein dass die Unterschrift auch unter einen Werkvertrag mit Vorbehalten ggf. nicht 100% das ist was man sich darunter vorstellt.
Unterschreibt erst wenn Ihr Euch sicher seid, dass ihr Bauen wollt und mit Fingerhaus bauen wollt.
Stefffilicious hat geschrieben:
Di 20. Feb 2018, 10:05
Das mit der Finanzierung ist klar, Unterlagen dafür bekomme ich dann auch von FH, richtig?
Jein. Das kommt ein bisschen drauf an was Eure Bank/Finanzberater alles so an Unterlagen haben will.
Eine Basis für die Finanzierung ist das Angebot oder der Werkvertrag von Fingerhaus. Denn da steht drin wieviel Geld ihr vorraussichtlich für FH braucht.
Aber es ist an Euch auch noch alles andere was ihr so finanzieren müsst der Bank mit aufzulisten.
Strom, Wasser, Telekom, Erdarbeiten, Schotterpolster und auch wieviel Puffer ihr Euch für die Fingerhaus-Bemusterung und Grundrissänderungen selbst noch einräumen wollt.
Stefffilicious hat geschrieben:
Di 20. Feb 2018, 10:05
Kann ich davon ausgehen, dass es um so weniger Mehrkosten gibt, um so weniger ich vom Grundriss abweiche?
Grundsätzlich ja.
Allerdings sind gewisse (ggf. auch kleine) Änderungen Statikrelevant und dann kommt eine Pauschale Neuberechnung dazu.
Je nach Aufwand 500-5000€.
Bei uns waren es 500€.
Und jede Änderung die ein Mehr an Material bedeutet kostet auch. Entweder gleich durch einen teureren Werkvertrag oder später durch die Mehr-Minder-Rechnungen in den unterschiedlichen Planungsphasen.
Stefffilicious hat geschrieben:
Di 20. Feb 2018, 10:05
In dem Prospekt den wir in Wuppertal bekommen haben waren mehrere Varianten abgedruckt.
Für uns wäre jetzt z.B. eine Variante perfekt wo von Muster 1 der aus dem EG greift, wir fürs OB aber gerne den aus Muster 2 hätten. Das sind ja aber beides "vorgegebene" Varianten, das ist dann doch sicherlich auch ohne erheblichen Mehraufwand möglich wenn wir da nicht x Wände verschieben müssten etc., oder?
Am Besten das gleich im Angebot mit vermerken und die entsprechenden Grundrisse mit anhängen und unterschreiben lassen.
Auch wenn ihr Wände verschieben wollt. Das kann auch der Verkäufer mit einzeichnen.
Wenn solche Änderungen eine Statikpauschale und Extrakosten (z.B. je lfm Wand, Türen) benötigen dann wird er das gleich mit einkalkulieren.
Ihr spart dadurch nichts aber ihr habt Preissicherheit und seit mit dem Werkvertrag so nah es geht an der Realität.

Stefffilicious hat geschrieben:
Di 20. Feb 2018, 10:05
Dann nochmal eine Frage zur Bemusterung:
Gibts da wie z.B. bei Viebrock verschiedene Pakete die man vorher festlegt?
Dort gab es z.B. 3 verschiedene, wobei 1 das einfachste war und 3 das teuerste.
Man geht dann dort in eine Ausstellung und kann sich lt. vereinbartem Paket dann Böden, Innentüren, Badewanne, Klo, Waschbecken, Steckdosen usw. aussuchen...
Ist mir bei FH so nicht bekannt.
Es gibt den einen Standard, der ist Basis vom Werkvertrag.
Unterschiedliche Standard-Abstufungen gibts dann nicht noch.
Ihr geht dann in die Bemusterung und wählt Alternativen aus dort wo Euch der Standard nicht ausreicht. Alles was ein farbiges FH Symbol hat ist der Standard, alles mit einem weissen FH Symbol oder keinem Symbol kostet Aufpreis. DIe Aufpreise stehen leider nicht sichtbar dran :-)
Siehe auch Bemusterungsthread hier im Forum, dort stehen viele Preise.

Manche DInge sind obligatorisch, die nimmt fast jeder weil der Standard hässlich ist.
z.B. die weissen Lüftungsgitter von der Lüftungsanlage ändern die meisten in schöne silberne usw usw
Große Aufpreise winken vor allem beim Thema Bad und Treppe.
Stefffilicious hat geschrieben:
Di 20. Feb 2018, 10:05
Ich hab total Schiss dass wir irgendwas ganz wichtiges vergessen, mit Summe X kalkulieren und hinterher nen Mehrbetrag von 30.000 EUR haben oder so :shock:
Unbedingt den Bemusterungsthread mit den Aufpreisen aus der Bemusterung im Forum studieren.
Auch ein Besuch in Frankenberg (Bauinfotag, Werksführung & Bemusterungszentrum) lege ich Euch ans Herz.
In der Angebotsphase trifft sich vielleicht Euer Verkäufer dort sogar mit Euch dann könnt ihr größere DInge aus dem Bemusterungszentrum gleich mit in den Vertrag nehmen.
Vio 300 S130 in PLZ 34xxx
Eingezogen
Dez '15 Werksvertrag
Mrz '16 Vorbehaltausräumung
Mai '16 Planungsgespräch
Jun '16 Vorabzüge
Jul '16 Bauantrag
Okt '16 Bemusterung
Jan '17 Bodenplatte
Feb '17 Hausmontage
Apr '17 Endmontage

MarkL.
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Re: Neu und ein wenig "Planlos"...

Beitrag von MarkL. » Di 20. Feb 2018, 10:32

Gut Dr. Bob du hast auch n sehr großes Haus mit Keller und viel Schnickschnack drin :)

Finanzierung ist euer Ding. Ihr bekommt ja ein Angebot von Fingerhaus, das ihr für die Finanzierung berücksichtigen könnt. Hinzu kommen ggf. Grundstück, Baunebenkosten wie Erdarbeiten, Hausanschluss, Baugenehmigung , Notar, Vermesser, ggf. externer Prüfstatiker, Grundschuldeintragung, Steuern, Baustrom, Bauwasser usw. usw. Die meisten Berater haben eine Liste. Rechnet aber einen guten Puffer drauf wie bei allem für Unabwägbarkeiten.

Bauherreninfotag + ggf. zusätzlicher Besuch der mit Anmeldung eigentlich fast immer geht rate ich auch.

Stefffilicious
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Re: Neu und ein wenig "Planlos"...

Beitrag von Stefffilicious » Di 20. Feb 2018, 10:40

Keller ist raus ;)
Den sparen wir uns.

Nochmal kurz zu den Gauben:
Das NEO hat ja eigentlich gar keine, aber ich glaube es könnte evtl. noch Probleme wegen der Dachneigung und dem Drempel geben, aber auch das müssten wir dann mit der Stadt klären. Die Gauben dienten nur als Beispiel :)
Und umsonst wird die Stadt das unter Garantie nicht machen... Aber gut, das wissen wir ja vorher.

Zum Grundstück:
Das ist lt. Bebauungsplan und auch lt. Tel. mit dem Bauant definitiv eingetragenes Bauland. Im Bebauungsplan von '77 hatte die Stadt da ursprünglich selbst mal was angedacht, aber meine Schwiegereltern und auch die Nachbarn wollten damals nicht verkaufen. Eine Nutzungsänderung brauchen wir schonmal nicht.
bzgl. der Teilung/Nutzung:
Da haben wir mit der Bank bereits einen Vortermin gehabt, das müssen wir nicht Teilen. Sie haben uns 2 Varianten aufgezeigt und wir werden die wählen, dass wir es nicht teilen. (Ist für alle Beteiligten einfacher, schneller und günstiger). Das war für die Bank auch vollkommen okay. Würden dann einen Notarvertrag aufsetzen bzgl. Wohnrecht etc. pp.

Zu den Erdarbeiten:
Die Dame von FH hatte uns da von Anfang an gesagt wir sollen mit +/- 35.000 - 40.000 EUR grob kalkulieren, damit sollten wir im Guten Rahmen liegen. Geht das ca. auf? Würde ja jetzt mal behaupten die wird da so ihre Erfahrungswerte haben...
Müssen wir da an noch was denken außer an Strom, Wasser, Gas, Telekom, nen Schwung Leerrohre für was auch immer mal kommen könnte...?

Weiß jemand ob man das ggf. auch selber machen kann/darf? Zumindest das aufbuddeln? Wir haben einen Bekannten mit einem großen Baumaschinenverleih an der Hand und so sachen wie z.B. das Aufbaggern würden wir so weit möglich (wenn auch nur auf dem Grdst.) vielleicht gern in Eigenleistung machen.

b54
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Re: Neu und ein wenig "Planlos"...

Beitrag von b54 » Di 20. Feb 2018, 10:43

Für Erdarbeiten wärt ihr damit auf der sicheren Seite würde ich vermuten. Nur Lampen aufhängen und Möbel reinstellen geht natürlich, aber da muss man denke ich so ungefähr 15-20k auf den fast fertig preis drauf rechnen damit das klappt.
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Re: Neu und ein wenig "Planlos"...

Beitrag von Stefffilicious » Di 20. Feb 2018, 10:56

Fast fertig ist ohne Fußböden (außer Fliesen im Bad) und ohne Malerarbeiten, richtig...?
Wenn wir da mit den 20k hinkommen wäre ich schon zufrieden ;-)

b54
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Re: Neu und ein wenig "Planlos"...

Beitrag von b54 » Di 20. Feb 2018, 11:00

Das liegt an euren Ansprüchen :)
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