Vermesser - welche Unterschiede und warum überhaupt?

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Henrik3107
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Vermesser - welche Unterschiede und warum überhaupt?

Beitrag von Henrik3107 » Mi 19. Okt 2016, 22:42

Hallo,

wir werden mit Fingerhaus bauen, Architektengespräch ist angesetzt und es muss vermessen werden. Habe mir ein Angebot geben lassen vom damaligen Vermesser der auf dem Lageplan steht - 5 Minuten Telefonat, Angebot, Schlusseinmessung mit drauf, also schon mal nicht unseriös.

Dann heute den von FH empfohlenen angerufen. 45 Minuten Telefonat, was warum bei ihm teurer ist und alles wichtig und Vorgespräch und und und... Wie auch immer - was ich nicht verstehe, ich dachte diese Leistungen die da erbracht werden sind ganz klar bekannt, da man die ja für Bauantrag, Pläne etc. braucht. Wieso kann da einer überhaupt besser als er andere sein? Wieso sollte der vom ersten Angebot noch nachträglich Dinge berechnen, da ist doch alles klar?

Würd mich generell mit dem von FH wohler fühlen, alleine weil die sich alle untereinander kennen mit Architekt und Fingerkeller etc... verstehe aber nicht wieso der erstmal per se doppelt so teuer ist und wie gesagt vor allem warum einer "Besser" als der andere sein kann - da wird ja nichts produziert oder geplant wo es einfach dann Qualitätsunterschiede gibt?

Der erste kostet brutto 2.500 und der von FH wohl netto 3.500 - ist ja kein kleiner Unterschied.

Wäre cool wenn da jemand was zu weiß?

b54
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Re: Vermesser - welche Unterschiede und warum überhaupt?

Beitrag von b54 » Mi 19. Okt 2016, 22:45

Finde ich beide nicht grade günstig, aber ist wohl auch regional unterschiedlich. Wenn Du dann siehst, was der Vermesser macht, fragst Du dich eh nachher wofür soviel Kohle. Bei mir hat der Vermesser 1.000 € netto gekostet.
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Henrik3107
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Re: Vermesser - welche Unterschiede und warum überhaupt?

Beitrag von Henrik3107 » Mi 19. Okt 2016, 22:50

Dann kommst du vermutlich nicht aus NRW - das soll wohl hier mit Abstand am teuersten sein...

HB-NH2015
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Re: Vermesser - welche Unterschiede und warum überhaupt?

Beitrag von HB-NH2015 » Mi 19. Okt 2016, 22:52

Unser Vermesser vor (!) dem Architektengespräch hat uns 734,30 € gekostet.
War der von FH empfohlene Vermesser aus Frankenberg. Anfahrt ca. 1 Std.

Sollen Deine Werte wirklich nur für 1 Vermessung sein? Oder ein Komplettpaket für die gesamte Bauphase?

Es kommen ja noch zwei weitere Vermessungen und Absteckungen dann a) vor den Erdarbeiten und b) wenn das Haus steht.

Sowie ich das recherchiert habe können sich die Vermesser aber nur beim der ersten Vermessung (vorm Planungsgespräch) im Preis unterscheiden da die Preise für die 2. und 3. Vermessung gesetzlich vorgegeben sind und auch vom Bauwert abhängen.
Da dein Bauwert aber aktuell noch gar nicht feststeht kann man sich jetzt eigentlich doch auch noch gar keine Angebote für mehr als nur die erste Vermessung einholen oder?

Ich hatte mir für alle 3 Vermessungen ganz am Anfang der Recherche mal aus einem angepinnten Thread (aus dem Hausbau-Forum) mal 2.800€ als Kostenpunkt notiert gehabt:
http://www.hausbau-forum.de/threads/lis ... sten.9737/
- ca. € 2.800-€ 3.200,00 Vermessungsleistung (qualifizierte Lagepläne / Höhenvermessung / Absteckung / Vermessung des Gebäudes)
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Mrz '16 Vorbehaltausräumung
Mai '16 Planungsgespräch
Jun '16 Vorabzüge
Jul '16 Bauantrag
Okt '16 Bemusterung
Jan '17 Bodenplatte
Feb '17 Hausmontage
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Henrik3107
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Re: Vermesser - welche Unterschiede und warum überhaupt?

Beitrag von Henrik3107 » Mi 19. Okt 2016, 22:57

nein, schon jeweils das gesamte Paket inkl. Schlusseinmessung, nachdem alles steht und dazwischen auch alles.

Aber das ist es ja, was ich nicht verstehe - das was gemacht werden muss ist klar, da gibts dann auch Richtlinien etc und wieso sagt dann der FH-empfohlene, dass man sich da vorher zusammensetzen muss, was ist alles zu beachten, wie sind die Gegebenheiten und so - als ob man da irgendwelche Optionen hat oder Entscheidungen treffen muss.

Ich fande den zwar top, wie dass dann betreut wird, aber diesen Punkt habe ich echt nicht verstanden.Beim ersten sparen ich grundsätzlich ca. 260 EUR netto, weil dem bereits unterlagen vorliegen weil er das Grundstück vor paar Jahren mal initial vermessen hat.

Ist direkt am Anfang bevor das ganze Projekt so richtig los geht irgendwie ein komisches Thema...

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Casi
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Re: Vermesser - welche Unterschiede und warum überhaupt?

Beitrag von Casi » Do 20. Okt 2016, 07:29

Wir haben auch einen von FH vorgeschlagenen Vermesser gewählt und wir liegen auch knapp bei € 3100. Ich muss aber sagen, dass wir hier auch gehandelt haben und €300 aushandeln konnten. Ein weiteres Angebot haben wir eingeholt und der lag bei € 2800. Bei dem FH Vermesser haben wir allerdings noch zweimal die Grenzabsteckung mit drin. Bei den Erdarbeiten kommt es häufig vor, dass dann die Grenzmarken verschwinden und wenn Du später einen Zaun stellen willst und Du nicht exakt die Grundstücksbegrenzung hast, ist es schwierig. Bei uns macht das Sinn, da rechts und links von uns auch gebaut wird und da mal ein Grenzstein wegkommt.
@B54: Der Preis von Dir ist ja unschlagbar. Warum ein solcher Unterschied besteht ist mir ein Rätsel. Ich habe hier schon gelesen, dass einige Bauherren knapp unter €2000 liegen und das ist schon sehr niedrig. Hast Du da einen Freundschaftspreis erhalten oder ist das ein Bekannter?
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b54
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Re: Vermesser - welche Unterschiede und warum überhaupt?

Beitrag von b54 » Do 20. Okt 2016, 07:39

Weder noch, ich habe da angefragt und die folgenden Preise bekommen: 250 € Grobabsteckung, 300 € Feinabsteckung, und 450 Euro für die Kastastereinmessung. Bundesland ist Rheinland-Pfalz. Alle Preise sind netto, dazu kommen noch 45 € für den Katasterauszug und 30 € Gebühren. Das habe ich auch schriftlich vorliegen. Insofern hab ich wohl nur Glück gehabt. Der hat halt nur 20 Minuten Anfahrt. Vielleicht spielt das auch eine Rolle. Aber das da große Unterschiede sind sehe ich auch immer wieder. Beispiel Lastplattenversuch, kostet beim Labor hier um die Ecke 70 € je Versuch (LKW muss dann beigestellt werden) Da hab ich auch schon ganz andere Preise gesehen.
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Re: Vermesser - welche Unterschiede und warum überhaupt?

Beitrag von Friedel » Do 20. Okt 2016, 07:57

Es kommt auch immer darauf an was der Vermesser für den Bauantrag machen muss. Das ist ja von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Wir hatten auch Angebot vom Vermesser von Fingerhaus. Der wollte für den Lageplan 700 € netto und für die Absteckungen auf der Baustelle nochmal 700 € netto. Am Ende haben wir uns jedoch für einen Vermesser vor Ort entschieden der macht das ganze jetzt für 1300 € netto Lageplan+Vorabzug 650 € netto, Absteckungen 600 € netto plus Auslagen 50 € netto). Ein Grund für den örtlichen Vermesser war auch, dass er mich bei unserem Problem mit dem Kran auf dem Grundstück verbindlich gesagt hat, dass er die Höhen trotzdem nehmen kann. Der Vermesser von Fingerhaus war dazu nicht in der Lage und hat auf mich auch nicht unbedingt einen serviceorientierten Eindruck gemacht.
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Re: Vermesser - welche Unterschiede und warum überhaupt?

Beitrag von RedFury » Do 20. Okt 2016, 08:54

Wir haben auch eine Empfehlung von FingerHaus genommen. Dieser Vermesser war auch erstmal teurer. Ich hab dann verhandelt und eben gesagt, dass ich ein günstigeres Angebot habe. Zack, FH Vermesser machte uns den gleichen Preis. Bezahlt haben wir für alles ca. 1200€.
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Re: Vermesser - welche Unterschiede und warum überhaupt?

Beitrag von Henrik3107 » Do 20. Okt 2016, 09:41

also nach den Antworten hier bin ich ja noch mehr durcheinander, wieso der FH Vermesser netto 3.500 insgesamt kosten soll!?

MarkL.
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Re: Vermesser - welche Unterschiede und warum überhaupt?

Beitrag von MarkL. » Do 20. Okt 2016, 09:43

Naja der größte Unterschied war bei uns das Höhenaufmaß mit Lageplan.
Bei B54 hat das wahrscheinlich der Architekt gemacht. Bei uns ging das nicht da noch nicht fertig erschlossen.
Die Standard Messungen erfolgen nach der Gebührenordnung des Landes RLP.
Insgesamt waren wir auch bei ca. 2000 € und das mit einem Vermesser mit rund 100 km Anfahrt und einer Zulassung in RLP. Der von Fingerhaus war teurer und hatte keine Zulassung für RLP, so das hier ein Sub das eh hätte machen müssen. Daher haben wir uns dagegen entschieden.

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Re: Vermesser - welche Unterschiede und warum überhaupt?

Beitrag von ThorstenR » Fr 21. Okt 2016, 17:38

Wir brauchten bisher nur Grob- und Feinabsteckung. Alles andere ging mit dem Katasterauszug vom Vermessungsamt. Kostete uns 750 EUR brutto.
Wir bauten ein VIO 250 auf Bodenplatte mit zwei Erkern, LWZ 304, Somfy und KfW55
Hausstellung: 10.10.2016 -> Einzug: 28.01.2017 -> Erster im Neubaugebiet! ;)

Blog: http://vio250.tumblr.com/

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Re: Vermesser - welche Unterschiede und warum überhaupt?

Beitrag von MarkL. » Sa 22. Okt 2016, 08:20

Dann kommt noch die einmessung fürs Katasteramt irgendwann

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Re: Vermesser - welche Unterschiede und warum überhaupt?

Beitrag von Vio300 BaWü » Di 25. Okt 2016, 13:24

Die Einmessung fürs Katasteramt brauchten wir nicht. Wir haben den von FH genommen. Haben uns nicht mal ein zweites Angebot eingeholt. 1666€ haben wir gezahlt. Haben uns auch nie mit ihm treffen müssen. Er hat vermessen und wir haben dann die Ergebnisse per Mail bekommen oder auf dem Grundstück gesehen dass er da war. War super!
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Pascal1104
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Re: Vermesser - welche Unterschiede und warum überhaupt?

Beitrag von Pascal1104 » Di 15. Nov 2016, 16:14

Hallo zusammen,

wir müssen nun auch den Vermesser bestellen, da das Grundstück bisher noch nicht vermessen wurde. wir haben ein "all inklusive" Angebot erhalten, was haltet ihr davon?

Pos. Nr. Beschreibung Betrag
1
4.1.2
Teilungsvermessung
4.1.1.1
Zusammenhängende Grenzlänge: 59,00 m
a) 560,00 € je angefangene 50 m bis einschließlich 500 m
80 % von 2 x 560,00 €
Gebühr: 896,00 €
4.1.1.2 c)
Flurstück Trennstück (600,00 m²)
Gebühr: 900,00 €
4.1.1.2 e)
Flurstück Reststück (8000,00 m²)
Ergänzende Regelung 2.b) Ausschluss aus der Berechnung des flächenbezogenen Gebührenanteils
1.9
Bodenrichtwert: 220,00 € , Wertstufe c): 100 %
Gebühr nach 4.1.2: 100 % von 1.796,00 €
1.796,00 €
Summe nach 4.1.2 (Teilungsvermessung): 1.796,00 €
2
Lageplan zu Planungszwecken und Lageplan zum Bauantrag
550,00 €
3
Grobabsteckung zur Ausschachtung mit Höhenangabe
300,00 €
4
Feinabsteckung auf bauseits gestellte Schnurgerüste
400,00 €
5
4.2
Gebäudeeinmessung
4.2 c)
1 Gebäude auf einem Grundstück mit Normalherstellungskosten von 200.000,00 €
Gebühr: 830,00 €
830,00 €
Summe nach 4.2 (Gebäudeeinmessung): 830,00 €
Nettosumme
3.876,00 €
Umsatzsteuer 19,00 %
736,44 €
Gesamtsumme
4.612,44 €

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