Fragen zur Satellitenanlage

Alles rund um die Planung mit deinem FingerHaus
MrWitchblade
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Re: Fragen zur Satellitenanlage

Beitrag von MrWitchblade » Di 11. Apr 2017, 08:00

Hallo zusammen und an die Elektriker unter euch ;),

ich dachte ich hole das Thema gerade nochmal schnell hoch, da ich mich jetzt schon länger mit dem Thema Sat Schüssel auseinander setze, aber im Selbststudium irgendwie nicht so recht weiter komme. Es geht mir hauptsächlich um den korrekten Anschluss der Sat-Anlage. Und damit meine ich leider nicht nur den LNB.
Also konkret geht es ums Thema Blitzschutz und anschließen normgerecht nach VDE.
Was ich bis jetzt rausgefunden habe ist, das die meisten Sat-Anlagen auf dem Dach im "gefährdeten Bereich" installiert werden. Meine vorraussichtlich auch, da kein anderer Ort mit freier Sicht zum Satellit in Frage kommt.
Da die Schüssel im gefährdeten Bereich steht, muss sie Blitzschutzmaßnahmen erleiden. Und genau da fängt es mit meinem Halbwissen an. Reicht es wenn der Mast geerdet ist mit einem Erdungskabel das getrennt von den anderen Kabeln (verhindern von Übersprung eines Blitzes in andere Metallteile, da beim Übersprung unzulässige Erwärmung) zum HWR und dort auf die Erdungsschiene geführt wird? Oder muss eine sogenannte "Fangstange" hinter die Schüssel gesetzt werden, die isoliert von der Sat-Anlage die Blitze fängt, und über ein Erdungskabel durch das Haus in den HWR und dort auf die Erdungsschiene leitet? Oder muss bei der Variante 2 sogar der Erdungsleiter über Dach am Haus entlang auf den Ringerder geführt werden?

Und zur letzten sehr einfachen Frage. Hier bin ich mir eigentlich fast sicher das ich weis wie es sein soll. Potenzialausgleich bzw Erde der Sat-Anlage als solches. Der LNB, die 4 Coax Kabel vor Hauseintritt oder kurz danach (im Dachstuhl) mit einer Erdungsschiene erden, und das selbe nochmal im HWR? So dass unzulässige Fehlerströme (von einem Empfangsgerät oder in meinem Fall vom SAT-IP Converter) in die Erde gehen und der FI eine Chance bekommt auszulösen?

Fragen über Fragen... Vorausgeschickt: ich weis mittlerweile das vermutlich 90% aller Sat-Schüsseln nicht normkonform gebaut sind. Ich will da auch kein Richter Henker oder sonstwas sein. Mich interessiert lediglich im Vorfeld wie es richtig zu sein hat. Was ich dann daraus mache steht auf einem anderen Blatt...

Danke für eure Mühen

BigNose82
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Re: Fragen zur Satellitenanlage

Beitrag von BigNose82 » Di 11. Apr 2017, 08:28

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Re: Fragen zur Satellitenanlage

Beitrag von matzze2000 » Di 11. Apr 2017, 08:54

Wir hatten in der bisherigen Planung auch immer mit der Schüssel auf dem Dach geplant. Empfohlen wird aber offenbar, wenn möglich, eher die Hauswand. Bei uns wäre das auch fast optimal möglich: An der Giebel-Seite direkt über dem HWR freie Sicht nach Süden. Ich würde nur an der entsprechenden Stelle den Auslass für die Kabel benötigen. Eine Halterung hätte ich sogar noch da und das Anschrauben an der Fassade sollte ja eigentlich auch kein Hexenwerk sein. Hat das schon mal jemand über Fingerhaus machen lassen bzw. weiß was das kostet?
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Re: Fragen zur Satellitenanlage

Beitrag von BigNose82 » Di 11. Apr 2017, 09:00

matzze2000 hat geschrieben:und das Anschrauben an der Fassade sollte ja eigentlich auch kein Hexenwerk sein
Denk an Distanzstücke die durch die Dämmung reichen. Bei den Fixierkräften die du auf die Grundplatte des Sat-Arms bringen musst, kannst du ihn nicht einfach auf die Fassade schrauben. Die Platte arbeitet sich dann gleichmäßig in die Dämmung ein ;-)
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Re: Fragen zur Satellitenanlage

Beitrag von b54 » Di 11. Apr 2017, 09:09

Ich gehe mal davon aus, das Fingerhaus, das normkonform anbringt, wenn ich da den Sat-Mast aufbemustere. Bei uns wurde ein Erdungskabel verlegt.
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Re: Fragen zur Satellitenanlage

Beitrag von MrWitchblade » Di 11. Apr 2017, 09:10

Danke @Bignose... die Seiten kannte ich schon. Aber viel konkretes erfährt man da nicht. Die nehmen immer Bezug auf die VDE, die nach meinem Wissen a) schwer zu lesen und b) scheiss teuer ist.

Bis jetzt bin ich auf dem Gedanken eine Blitzfangstange isoliert hinter die Schüssel zu setzen, und mit einem fetten starren Kupferkabel (einadrig 16mm²) durchs Haus auf den Potenzialausgleich zu setzen. Dazu getrennt Mast, LNB und Coaxschirmung mit 4mm² Potenzialausgleich auf dem Dachstuhl und im HWR zu machen.

Bis auf das schlechte Bauchgefühl sich einen Blitz "ins Haus zu holen" sollte das eigentlich eine gute Lösung sein. Oder hat da jemand eine andere Meinung dazu?

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Re: Fragen zur Satellitenanlage

Beitrag von BigNose82 » Di 11. Apr 2017, 09:35

MrWitchblade hat geschrieben:Die nehmen immer Bezug auf die VDE, die nach meinem Wissen a) schwer zu lesen und b) scheiss teuer ist.
:lol: :lol: Ja, das kann man so unterschreiben. Und wehe man macht eine Kopie :o
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Re: Fragen zur Satellitenanlage

Beitrag von Fremdbauer » Di 11. Apr 2017, 13:07

Blitzschutz wird fuer dich doch gar keine Pflicht sein, sondern rein optional... oder baust du ein Altersheim oder Krankenhaus? Potentialausgleich ist Pflicht... aber das ist eine ganz andere Liga. Potentialausgleich: einfach mit 16qmm an den Hauserder anklemmen, wie es wohl bei den meisten auch der Fall sein wird. Blitzschutz hingegen erfordert ein Gesamtkonzept und sollte wohl schon vor dem Giessen der Bodenplatte anfangen damit ueberhaupt Moeglichkeiten gegeben sind die Energie in die Erde abzuleiten. Der Standard Hauserder wird das in den meisten Faellen wohl nicht koennen. Wenn du also wirklich einen Blitzschutz willst, dann solltest du da eine Fachfirma hinzuziehen die das planen kann... und deine Geldboerse entsprechend weit oeffnen, da es eben nicht bei der Schuessel aufhoert und da schoene Summen zusammen kommen wenn es funktionieren soll.
Blitzschutz wirst du auch eher nicht vom Dach aus ueber Leitungen durchs Haus zum Potentialausgleich leiten, denn auch die dickste Leitung wird bei einem direkten Blitztreffen danach womoeglich vaporisiert sein... und sollte dabei ja nicht das Haus abfackeln.

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Re: Fragen zur Satellitenanlage

Beitrag von MrWitchblade » Di 11. Apr 2017, 19:14

Okay vielleicht missverständlich ausgedrückt. Ich möchte keine Blitzschutzanlage aufbauen. Dafür bin ich, wie du schon richtig gesagt hast, auch nicht pflichtig.
Mit Blitzschutz, meinte ich einen Schutz aufzubauen der einen Blitztreffer fach- und normgerecht in die Erde leiten kann. Ich habe anfangs auch so ähnlich gedacht wie du, das ein Blitz, wenn er denn einschlägt, alles kurz und klein haut. Das was ich gelesen habe, hat mich einigermaßen beruhigt. Anscheinend schafft eine Hauserdung es wohl durchaus so einen Blitz (auch wenn er mit einigen kA durch die Leitung ballert) abzuleiten. Da der Blitz wohl nur Sekundenbruchteile Vollgas gibt, erwärmt sich angeblich der Erder kaum. Ich bin ehrlich. Mir fehlt dafür die Erfahrung. Und ich bin ehrlich gesagt auch nicht scharf darauf die Erfahrung zu machen.
Ich habe diese Frage ins Forum gestellt, weil ich aus dem gelesenen nicht richtig schlau werde. So wie ich im Post vorher geschrieben habe, vermute ich das es richtig ist. Bin mir aber nicht sicher. Letzlich Sicherheit werde ich nur von einer Blitzschutzfachkraft nur gegen bares bekommen. Ich habe mich hier für die Meinungen interessiert, und ob vielleicht einer von euch das Thema schon mit einer Blitzschutzfachkraft ausgearbeitet hat.

Zum Thema Blitzschutzpflicht. Ich habe gelesen, das wenn ein Blitz bei dir zu Hause einschlägt und dort Schaden anrichtet (worst case = dir fackelt die Bude ab) die Versicherung einspringen muss. Und die Versicherung prüft dann ob alle normalen zumutbaren technischen Möglichkeiten des Schutzes (und damit meinen die die VDE) ausgeführt wurde. Wenn da ein Mangel war, und ohne den Mangel der Schaden weniger aufgetreten wäre, dann könne dich die Versicherung in die Pflicht nehmen. Das ist der Grund warum ich mich so für diese Thematik interessiere... unter anderem...

Vielen Dank für die Vielen Anworten bis jetzt
Grüße aus der Pfalz

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Re: Fragen zur Satellitenanlage

Beitrag von Fremdbauer » Di 11. Apr 2017, 21:57

Oh, der Blitz findet sicher seinen Weg in die Erde ;-) Der sollte aber dann so niederohmig wie möglich sein, damit eben die Energie auch in die Erde geht und sich nicht auf dem Weg dorthin bereits abbaut... in Form von Wärme. Oder gar noch alternative Wege sucht, abseits des geplanten. Wenn du also einen wirklichen Blitztreffer aushalten willst, dann solltest du das in meinen Augen wirklich dem Profi überlassen. Geht es dir nur um Überspannungen von Einschlägen aus der Umgebung, dann reicht die normale Potentialerdung meist aus.

Wenn bei mir ein Blitz in die Hütte einschlägt, dann muß die Versicherung zahlen. Ich bin nicht zu einem Blitzschutz verpflichtet, weder gesetzlich noch durch meine Versicherung. Wenn du irgendwoher dazu verpflichtet wirst, dann mußt du den im Zweifel auch eh nachweisen, kommst also um den Fachmann gar nicht drumrum, der dann auch das ganze hinterher mißt und bescheinigt. Dieser Pflicht müßtest du dich als Privatmann aber schon selbst unterwerfen, indem du dich deiner Versicherung ggü. dazu explizit verpflichtest. Da brauchst du dir also gar keine Gedanken machen. Außerdem ist die abgebrannte Hütte nicht der schlimmste Fall, denn der ist recht klar und praktisch bei jedem versichert... wenn es nur zu Seng- und Überspannungsschäden gekommen ist sieht es viel schlimmer aus, denn das ist nicht immer und in beliebiger Höhe mitversichert ;-)

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Re: Fragen zur Satellitenanlage

Beitrag von BigNose82 » Mi 12. Apr 2017, 06:55

MrWitchblade hat geschrieben:Mir fehlt dafür die Erfahrung.
Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass es schon etwas Anstrengung bedarf, einen Draht zu "vaporisieren". Der Stoßstromgenerator meiner ehemaligen FH, der eine nicht unwesentliche Rolle in meiner Diplomarbeit spielt, kann genormte Blitzströme von 100 kA in der Form 8/20 (entfernter Einschlag) bzw. in Verbindung einer CrowBar 10/350 (direkter Einschlag) erzeugen und wird von verschiedenen Herstellern zur Qualifizierung ihrer Produkte genutzt. Wir haben viel Quatsch mit dem Teil gemacht, vor allem wenn der Prof nicht da war :-) Aber um einen Draht verschwinden zu lassen mussten wir schon ordentlich im Querschnitt nach unten gehen...

Eine 16 mm² Leitung vom Mast auf den Erder wird gemäß stand der Technik (-> Vorschläge aus der Norm) und bestem Wissen und Gewissen dein Haus vor dem Feuertod schützen. Wenn du auch jedes Gerät schützen möchtest, solltest du tatsächlich mit einem Mann vor Ort ein Konzept erarbeiten. Hier würden dann wahrscheinlich Überspannungsableiter in die Verteilung integriert und ggf. ein externes Fangsystem geplant. Aber du hast ja schon geschrieben, dass es dir darum gar nicht geht.

Dann wäre da noch das Jahrzehnt- oder Jahrhundertereignis, das was eine Norm leider (v.a. in Zusammenhang mit der Natur) nicht abbilden kann. Tja, hmmmm, da brennt deine Bude dann leider ab :twisted:
Nein, alles gut...
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Re: Fragen zur Satellitenanlage

Beitrag von MrWitchblade » Do 13. Apr 2017, 08:57

Danke Bignose, klingt lustig was ihr so mit dem Stossstromgenerator angestellt habt. :lol:
Also ich dachte mir schon das so ein Draht ein bischen was aushält. Wenn dann halt der Blitz einschlägt wird er sicher abgeleitet, aber wenn ich Pech habe grillt es mir durch Streustrom und induzierte Magnetfelder den LNB. Ich würde sagen das ist ein vertretbares Risiko. Weis ja auch noch nicht wirklich wie oft so in meiner "neuen" Gegend der Blitz einschlägt... Liegt sehr hoch das Örtchen (im Bezug auf die Umliegenden Orte), jedoch gibt es zum Glück neben dem Neubaugebiet auch höheres ;)

Jetzt muss ich mich nur noch mit der Thematik auseinandersetzen ob ich klassisch Koax aufbaue (was mir innerlich zuwieder ist) oder neumodisch aber irgendwie nicht ganz ausgereift (obwohl ASTRA da dran ist) Sat->IP realisiere.
Bei Sat->IP tue ich mir im Moment sehr schwer mit den in Frage kommenden Komponenten. IP LNB scheint es ja eine sehr übersichtliche Auswahl zu geben, und die sind zur Zeit auch irgendwie nirgends zu kaufen. Bleibt nur noch der Umweg über einen Sat->IP Server und dann an den Empfangsgeräten ein Reciever.
Dagegen steht, das Entertain von der Telekom, mit dem ich im Moment versorgt bin, nur 10 Euro im Monat kostet. Und das ich durch Glasfaseranbindung auch da ordentlich HD Signal drüber bekomme. Fragen über Fragen.. zum Glück hab ich noch ein paar Monate bis das Haus kommt... so 3 bis 4... :huepf

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Re: Fragen zur Satellitenanlage

Beitrag von Fremdbauer » Do 13. Apr 2017, 09:45

uebersichtliche Auswahl bei IP-LNB? Der war gut. Es gibt 2 Modelle, und keines davon ist verfuegbar... aber beides sind keine Neuheiten. Von daher auf jeden Fall erstmal alle 4 Strippen in den HWR legen lassen und von da dann weiter schauen.
Bei Entertain brauchst du dann doch genauso einen Receiver an der Glotze, und bist bei der Auswahl aehnlich eingeschraenkt... und kommst noch schwieriger ans Signal z.B. mit einem Linux-System ran.

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Re: Fragen zur Satellitenanlage

Beitrag von BigNose82 » Do 13. Apr 2017, 09:47

MrWitchblade hat geschrieben:Danke Bignose, klingt lustig was ihr so mit dem Stossstromgenerator angestellt habt.
Letzte kleine Anekdote dazu. Bei einem der Inbetriebnahmetests für das Teil was ich an die die Anlage geplant und gebaut habe, war die Anlage, bestehend aus 12 Stck. 2 uF Kondensatoren, auf 100 kV geladen. Es gab einen ca. 20 cm langen Überschlag am Entladewiderstandspaket vorbei :?. Also ein direkter Kurzschluss der Kondensatoren (nur begrenzt von der geringen Aufbauinduktivität und dem minimalen Widerstand der Anlage). Das hat so gerummst, dass einige Rasterelemente der Decke abgefallen sind und fühlte sich an als ob einem jemand leicht vor den Bauch haut. Da sind garantiert auch mehr als 100 kA geflossen -> Alle Leitungen i.O. nur ein Kollege hatte vergessen sein Handy in die Schirmkabine zu legen... Glücklicherweise hatte er alles synchronisiert, sodass er das neue Handy schnell wieder auf Stand hatte.

Um deine Geräte vor Sekundärschäden oder auch einem Direkttreffer zu schützen ist, wie Fremdbauer ja auch schon gesagt hat, ein Konzept erforderlich was dir nur jemand vor Ort erbringen kann.
Unsere Versicherung deckt ebenfalls Gewitterschäden ab, wobei man natürlich nicht mehr wie vor zwanzig Jahren nach einem Gewitter einfach dort anrufen und sagen kann was alles "kaputt" ist und dies fast ungeprüft erstattet bekommt ;-)

Sat->IP? Ist Geschmacksache... Wir habens bewusst nicht, dafür hab ich in jeden Raum mindestens eine Twindose gebaut. Der Multischalter hängt im Keller neben dem Netzwerkequipment und der Unitymediaeinspeisung (derzeit nur für Internet genutzt). Damit hoffe ich flexibel genug zu sein :-)
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Re: Fragen zur Satellitenanlage

Beitrag von Prinzessin200 » Mi 14. Feb 2018, 11:36

Hallo,
ich muss jetzt nochmal nachhaken.
Wir haben die komplette SAT Vorbereitung Mast, Kabel etc.
Es muss nur die Schüssel drauf und angeschlossen werden.
Habe ich das richtig verstanden, dass Schilling das NICHT machen wird wenn man darum bittet?
VIO 211 Sonderedition auf Bodenplatte
1,20 Kniestock- Erker - Haustürvordach

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