KfW70 vs. KfW55

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Ulrich
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Re: KfW70 vs. KfW55

Beitrag von Ulrich » Di 8. Mär 2011, 10:48

LennysReich hat geschrieben:Aber bringt es mir denn NACH Finanzierungsbestätigung und teilweiser Auszahlung der Kfw-Kredite überhaupt noch was, von 70 auf 55 zu wechseln bzw. geht das überhaupt noch?
Ja, mit dem Argument wollten sie mir auch kommen, aber auf der einen Seite wollen die eine Bestätigung, dass das Haus nach Kfw-Standard gebaut ist und die Anforderungen erfüllt (also hinterher), auf der anderen Seite kann man im Voraus doch überhaupt nicht sagen, welchen Kfw-Standard man erreicht. Wenn man Kfw55 beantragt und dann durch Keller und 20 Dachflächenfenster nur noch auf Kfw70 kommt, weiß ich das ja auch noch nicht beim Architektengespräch. Für den Kredit ist ja auch nur wichtig, dass man mind. Kfw70 erreicht, der Zuschuss muss und kann erst am Ende festgelegt werden, wenn das Haus fertig ist.
Aber ich bin gespannt, welche Argumente in ein paar Monaten dann noch kommen werden... aber auf der Homepage von Kfw steht ganz klar "Tilgungszuschuss: bis zu 10 % der Darlehenssumme, je nach erreichtem KfW-Effizienzhaus-Standard", und welchen Standard ich erreiche, weiß ich erst nach Hausaufstellung und wird dann auch erst entsprechend bestätigt:
"Die Gutschrift Ihres Tilgungszuschusses erfolgt, sobald Ihr Sachverständiger und Ihre Hausbank die ordnungsgemäße Durchführung bestätigt haben."
Wir haben ein Vio 211 Variante (komplett schlüsselfertig) als KfW55-Effizienzhaus auf Bodenplatte, 1,10m Kniestock, Fertig-Garage, LWZ 303i
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Re: KfW70 vs. KfW55

Beitrag von Fremdbauer » Di 8. Mär 2011, 10:57

Ulrich:
Wieso weisst du das nicht? Deswegen sollte ja vor Finanzierungsantrag schon die entsprechende Berechnung vorliegen, darin bestaetigt dir der Haushersteller dann ja auch das es klappt. Wenn dann doch was dazwischen kommt ist es dem sein Problem das gerade zu buegeln, ausser du hast das ganze Haus umgeplant... dann aber wiederrum ist es dein Problem das dir ggf. der ganze KfW-Kredit wieder gestrichen wird. Ich weiss wohl das manche Haushersteller dir die Bescheinigung vom Energieberater schon ausstellen bevor du dir ein Haus oder Grundstueck ausgesucht hast... korrekt ist das aber nicht, sondern richtig waere das erstmal die Planung laeuft, dann der KfW-Antrag.
Ich weiss jetzt nicht wie es bei den neuen Antraegen aussieht, ob du da von vornherein angeben musst in welche Zielkategorie du willst... bei den alten war es definitiv der Fall.

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Re: KfW70 vs. KfW55

Beitrag von Ulrich » Di 8. Mär 2011, 11:13

Fremdbauer hat geschrieben:Ulrich:
Wieso weisst du das nicht? Deswegen sollte ja vor Finanzierungsantrag schon die entsprechende Berechnung vorliegen...
Wäre das so, dass ich erst auf die Berechnung warte, hätte ich erst dieses Jahr die Finanzierung machen können, das wäre dann doch etwas spät geworden. Und die Finanzierung habe ich natürlich VOR FH-Vertragsabschluss gemacht, denn ich mache ja keinen Vertrag, wenn ich gar nicht weiß, ob und wieviel Haus ich mir leisten kann. Und das Kfw-153 war ein zentraler Baustein der Finanzierung, deswegen war wichtig, dass wir irgendeinen Kfw-Standard erreichen, was uns auch bestätigt wurde. Von daher alles in Ordnung.

Es geht ja auch nicht um den kompletten Kredit, sondern eben um diese Zusatzkondition "Tilgungszuschuss", und in welcher Kategorie man am Ende landet, weiß man halt nicht. Hier noch ein Fenster dazu, hier noch Dachflächenfenster, ggf. noch eine Bodentreppe... eigentlich Kleinigkeiten, die dann aber schon mal zwischen Kfw55 und Kfw70 entscheiden können.
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Re: KfW70 vs. KfW55

Beitrag von Fremdbauer » Di 8. Mär 2011, 11:20

Hier noch ein Fenster mehr... dann musst du es eben ausgleichen oder ggf. auf den Kredit verzichten... oder das Fenster. Sowas ist schon vorher planbar. Und auch von der Finanzierung her machbar. Ich hab z.B. den Werkvertrag unter Vorbehalt der Finanzierung abgeschlossen, mit Zusatzauftrag fuer die Planung. Es wurden dann saemtliche benoetigten Antragsunterlagen erstellt, incl. eben der Waermeberechnung, KfW-Nachweis etc. Wenn ich dann keine Finanzierung erhalten haette waeren fuer die Planung glaube 3500,- faellig gewesen, der restliche Werkvertrag hinfaellig. Bestaetigt dir das der Haushersteller vorher muss er es auch halten... aber unter der Basis unter der er es dir bestaetigt hat. Aendest du die Basis ist das dein Problem wenn dein Kredit floeten geht.
Wie gesagt, es mag sein das es mit der neuen Zuschuss-Regelung bei der KfW etwas unkritischer ist als mit der alten Regelung, aber verlassen wuerde ich mich da nicht drauf. Und es gibt durchaus gangbare Wege um das vorher abzusichern wie man sieht ;-)

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Re: KfW70 vs. KfW55

Beitrag von LennysReich » Di 8. Mär 2011, 11:39

Ich fragte deshalb, weil wir ganz knapp am 55er Standart vorbeirutschen und auch "nur" 70er beantragt haben. Nun war halt mein Gedanke, bei FH mal nachzufragen, was für den 55er-Standart noch fehlt - denn so ein Zuschuss und evtl. noch günstigere Konditionen wären schon schön :-).
Lieben Gruß
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Re: KfW70 vs. KfW55

Beitrag von Ulrich » Di 8. Mär 2011, 13:55

LennysReich hat geschrieben:Ich fragte deshalb, weil wir ganz knapp am 55er Standart vorbeirutschen und auch "nur" 70er beantragt haben. Nun war halt mein Gedanke, bei FH mal nachzufragen, was für den 55er-Standart noch fehlt - denn so ein Zuschuss und evtl. noch günstigere Konditionen wären schon schön :-).
Die Konditionen ändern sich auf jeden Fall nicht, denn die Zinssätze sind bei allen Kfw55/70 identisch, der einzige Unterschied ist der Tilgungszuschuss. Und hier ist dann die Rechnung einfach: Wenn ihr Kfw55 mit weniger als 2500E hinbekommt, lohnt es sich, darüberhinaus nicht.
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Re: KfW70 vs. KfW55

Beitrag von LennysReich » Di 8. Mär 2011, 15:05

Jetzt hab ich's auch verstanden - danke :-) . Dann werd ich doch morgen mal bei FH nachhaken!
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Re: KfW70 vs. KfW55

Beitrag von konrad.benedict » Di 8. Mär 2011, 16:40

Äh, Hallo. Kurze Zwischenfrage: Bei Fingerhaus sind doch mittlerweile alle Häuser KfW55 Standart oder etwa nicht? KfW70 machen die doch garnicht mehr. Die Wände sind alle die gleichen und damit wird automatisch KfW55 erreicht... So hat man das uns zumindest erzählt.

Eine Abstufung auf KfW70 wäre nicht möglich hies es ...

PS: Wir wollen ein Medley 400 mit einigen Änderungen 'nur' auf Bodenplatte! Mit Keller sieht das wohl wieder anders aus ... (!!!)
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Re: KfW70 vs. KfW55

Beitrag von Ulrich » Di 8. Mär 2011, 16:43

So pauschal kann man das auf keinen Fall sagen. Die Wände alleine sind es nicht, die über Kfw-Energieeffizienz bestimmen. Da gehören noch zig andere Faktoren hinzu (Dachflächenfenster, mit/ohne Keller, mit/ohne Solar, viele 'ungünstige' Fenster usw. usw.). Ein endgültiges Ergebnis hast Du wirklich erst NACH der Energieberechnung und dem Energieausweis...
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Re: KfW70 vs. KfW55

Beitrag von Schnulli1971 » Mi 9. Mär 2011, 12:17

konrad.benedict hat geschrieben:Äh, Hallo. Kurze Zwischenfrage: Bei Fingerhaus sind doch mittlerweile alle Häuser KfW55 Standart oder etwa nicht? KfW70 machen die doch garnicht mehr. Die Wände sind alle die gleichen und damit wird automatisch KfW55 erreicht... So hat man das uns zumindest erzählt.

Eine Abstufung auf KfW70 wäre nicht möglich hies es ...

PS: Wir wollen ein Medley 400 mit einigen Änderungen 'nur' auf Bodenplatte! Mit Keller sieht das wohl wieder anders aus ... (!!!)
Nicht Wand und Dach alleine sind ausschlaggebend.
Wir bauen ja das Medley400 auf Bodenplatte. Erster Gedanke war Gastherme als Heizung. Da hätten wir Solar dazu nehmen müssen, um überhaupt auf KfW70 zu kommen. Haben uns dann für Erdwärme entschieden und sind damit automatisch bei KfW55 gelandet.
EINGEZOGEN!

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Re: KfW70 vs. KfW55

Beitrag von LennysReich » Do 17. Mär 2011, 12:19

Kurzes Update meiner Bemühungen: Fingerhaus prüft gerade, welche Maßnahmen bei uns zum Erreichen von KfW55 notwendig wären.

Außerdem habe ich direkt bei der Kfw angerufen und gefragt, wie die Förderungsbeantragung läuft und die Dame meinte, das macht IMMER die finanzierende Bank!! Der Nachweis über das Kfw55-Haus wird bei der Bank eingereicht und die beantragt dann bei der Kfw den Zuschuss. Na hoffen wir mal, dass die Diba da genauso sieht ;-).
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Re: KfW70 vs. KfW55

Beitrag von Ulrich » Do 17. Mär 2011, 12:33

LennysReich hat geschrieben:Na hoffen wir mal, dass die Diba da genauso sieht ;-).
Da kann ich Dich gleich schon vorbereiten, dass sie es nicht so sehen wird. Habe von der Diba die Auskunft, dass ich den Zuschuss direkt bei der Kfw beantragen müsste und es dafür ein Formular gäbe (was es natürlich nicht gibt). Naja, bevor nicht die Bescheinigung über die "korrekte Durchführung der Baumaßnahmen" (oder wie das noch genau heisst) vorliegt, kann man eh noch nicht tätig werden...
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Re: KfW70 vs. KfW55

Beitrag von LennysReich » Do 17. Mär 2011, 12:51

Nimm mir doch nicht meinen Enthusiasmus... Grml, warum sollte auch einmal was einfach sein?! Na warten wirs ab, sind ja noch ein paar Wochen, bis es bei uns soweit ist...
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Re: KfW70 vs. KfW55

Beitrag von Ulrich » Do 17. Mär 2011, 13:50

LennysReich hat geschrieben:Nimm mir doch nicht meinen Enthusiasmus...
Sorry :TR :TR , will bloß keine falschen Hoffnung machen... aber vielleicht funktioniert das tatsächloch quasi formlos dann über die Kfw... wenn man die "Konditionen" auf der Kfw-Seite liest, könnte man auch meinen, das geht vollständig automatisch, sobald die abschließende Bestätigung vom Ingenieur da ist, dass so gebaut wurde wie geplant und dass eben Kfw55 erreicht wurde... so dass der Tilgungszuschuss dann automatisch vom Kreditbetrag abgezogen wird... aber ich glaube, da steckt bei mir auch eher Wunschdenken dahinter...

aber wenn es nicht so einfach geht, gibt es ja noch diesen "Modus": :guns :guns
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Re: KfW70 vs. KfW55

Beitrag von swix112 » Do 17. Mär 2011, 19:22

Uns wurde von unserer Bank gesagt das der Zuschuss automatisch gezahlt wird. Warten wir es mal ab...
Wir bau(t)en ein Medley 220 A als KfW55-Effizienzhaus mit 1,60m Kniestock inklusive LWZ 303 und zwei Fertig Garagen.

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