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 Betreff des Beitrags: KfW70 vs. KfW55
BeitragVerfasst: Sa 29. Aug 2009, 00:06 
Ingenieur
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Hallo zusammen,

für alle die unschlüssig sind, ob sich KfW55 lohnt, habe ich mal eine kleine Entscheidungshilfe gebastelt.
Da wir selbst gerade prüfen welche Maßnahmen nötig sind, um von KfW70 auf KfW55 zu kommen, damit wir den günstigeren Kredit bei der KfW bekommen, habe ich mal hingesetzt und ein bisschen mit Excel jongliert. Ich hoffe, die Datei lässt sich hier hochladen ...

Folgendes als Grundlage:
Ich habe folgende Konditionen angenommen:
KfW 70 mit 4,35% Zinsen, 20 Jahren Laufzeit, erstes Jahr tilgungsfrei
KfW 55 mit 2,83% Zinsen, 20 Jahren Laufzeit, erstes Jahr tilgungsfrei

bei KfW 70 zahlt mal monatlich 286,30 € um nach 20 Jahren fertig zu sein, hat am Ende rund 26000 € Zinsen gezahlt, also Gesamtkosten von rund 76000 €
bei KfW 55 zahlt man monatlich 326,30 € um nach 20 Jahren fertig zu sein, hat am Ende rund 16000 € Zinsen gezahlt, also Gesamtkosten von rund 66000 €

Sind nach meinen Berechnungen 10000 € Unterschied. Jetzt wäre interessant was man für's Haus als KfW55 investieren muss ...

Das ganze ist nicht auf 100% genau, aber zumindest ein Anhaltspunkt. (wenn ich mich nicht übel verrechnet habe, aber nach meiner Meinung sieht's recht rund aus)
Verbesserugsvorschläge nehme ich gerne entgegen ...

Gruß
Alex

EDIT: Leider kann ich die Datei hier nicht hochladen. Hab die mal auf meinen Webspace gepackt:http://www.twilitezone.org/download/KfW70vsKfW55.xlsx



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 Betreff des Beitrags: Re: KfW70 vs. KfW55
BeitragVerfasst: Sa 29. Aug 2009, 11:39 
Ingenieur
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Noch ein paar Anmerkungen:

was man nicht vergessen darf, ist, dass die Zinsen bei den KfW-Darlehen für 10 Jahre festgeschrieben sind. Meine Berechnung geht von einem gleichbleibenden Zins aus.

Sondertilgungen habe ich ebenfalls nicht berücksichtigt. Dadurch kann man natürlich die Laufzeit verkürzen und die gezahlten Zinsen drücken.

Das erste Jahr ist tilgungsfrei, trotzdem kann man im ersten Jahr aber schon eine Sondertilgung machen ;-)



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 Betreff des Beitrags: Re: KfW70 vs. KfW55
BeitragVerfasst: Sa 29. Aug 2009, 12:53 
Geselle

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Hi Alex!

Schöne Berechnung, wir haben KFW 55 gewählt, aber mit 30 Jahren Laufzeit, da uns sonst die monatlichen Kosten zu hoch gewesen wären. Bei der Laufzeit sind dann die Zinsen für KFW70 vollkommen uninteressant.
Beim Vio211 ist für KFW55 bei Nutzung der LWZ303 noch die Solaroption nötig sowie beim Keller aussen eine Perimeterdämmung (8cm WLG035). Wenn ggf. der Keller mit geheizt wird, sind die entsprechenden Räume gegen die nicht geheizten ebenfalls innen zu dämmen, ansonsten die Treppenhausumfassungswände Innen (60mm WLG040 + 12,5mm Gips) und schwimmender Estrich im Treppenhaus (mit entsprechender Dämmung). Beim VIO sind keine sonstigen Massnahmen für Dachdämmung, Aussenwände usw. notwendig. Zusatzbauteile wie Wintergarten müssen natürlich extra berücksichtigt werden.

gruß,
Christian



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 Betreff des Beitrags: Re: KfW70 vs. KfW55
BeitragVerfasst: Sa 29. Aug 2009, 13:47 
Ingenieur
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Hallo Christian,

das hört sich doch garnicht so schlecht an. Wir warten noch auf eine Info, aber wir bauen ja auch wie ihr das vio211 mit keller.
Die Permiterdämmung 8cm aussen und Treppenhausdämmung hätten wir sowieso gemacht. Solar ebenfalls. Wintergarten haben wir keinen. Dann kommen wir ja fast automatisch auf KfW55 ...

Danke für die Info!

Gruß
Alex



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 Betreff des Beitrags: Re: KfW70 vs. KfW55
BeitragVerfasst: Sa 29. Aug 2009, 15:51 
Architekt
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alex hat geschrieben:
Hallo Christian,

das hört sich doch garnicht so schlecht an. Wir warten noch auf eine Info, aber wir bauen ja auch wie ihr das vio211 mit keller.
Die Permiterdämmung 8cm aussen und Treppenhausdämmung hätten wir sowieso gemacht. Solar ebenfalls. Wintergarten haben wir keinen. Dann kommen wir ja fast automatisch auf KfW55 ...

Danke für die Info!

Gruß
Alex
Hallo Alex,

ich kann Christian nur zustimmen, auch wir bauen ohne Wintergarten, mit gedämmtem Keller, dank deiner Recherche wissen wir, dass es praktisch für KfW 55 reicht.



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 Betreff des Beitrags: Re: KfW70 vs. KfW55
BeitragVerfasst: So 30. Aug 2009, 09:23 
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Habe es noch nicht durchgelesen, aber oben festgepint! Danke



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 Betreff des Beitrags: Re: KfW70 vs. KfW55
BeitragVerfasst: Fr 4. Sep 2009, 19:47 
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Hallo Häuslebauer,

bin neu hier im Forum und erstmal ein dickes Lob an den Admin und die Adminöse für das "Ins-Leben-rufen" eines Fingerhausforums. Vielen Dank, dass man sich so im Vorfeld viele Infos zum Bauen mit Fingerhaus holen kann. Wir wollen sehr sehr wahrscheinlich ein Medley 201 auf Bodenplatte, mit Erdwärmepumpe und Lüftungsanlage mit WRG bauen. Und da hat sich mir auch schon die Frage gestellt, was muss ich mehr ausgeben, um die o.g. ca. 10000€ zu sparen. Ich hatte gehofft, es würde reichen, wenn der Estrich auf der Bodenplatte stärker gedämmt wird. Aber unsere FH Beraterin hat in ihren Listen nachgesehen und meinte, wir brauchen "nur" die Solaroption zusätzlich zu unserem Paket, nix mit mehr Dämmung.
Kann mir jemand erklären, wieso es "besser" ist über Solar auf KfW55 zu kommen, als mit klassischer Dämmung? Ich glaube die Bodenplatte dämmen wäre auch günstiger als die Solaroption. Das frisst den Zinsvorteil ja fast wieder auf.

Grüße aus Berlin

Jan


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 Betreff des Beitrags: Re: KfW70 vs. KfW55
BeitragVerfasst: Fr 4. Sep 2009, 20:03 
Ingenieur
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Hallo Jan,

willkommen hier im Forum ;-)

Aaaalso, ich hab keine Ahnung was die Dämmung der Bodenplatte extra kostet. Die Solaroption kostet jedenfalls bei Erdwärme 2950€ und bei Luftwärme 3100€. Es bleibt also schon noch ein Zinsvorteil übrig ... Naja, und durch Solar kann man die Heizung zusätzlich noch ein wenig "entlasten". Ich weiß allerdings nicht, ob das bei Erdwärme Sinn macht.

Wir haben uns wegen der integrierten Be- und Entlüftung für die Luftwärmepumpe entschieden und hoffen durch Solar die geringere Leistungszahl gegenüber Erdwärme wieder wettzumachen.

Gruß
Alex



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 Betreff des Beitrags: Re: KfW70 vs. KfW55
BeitragVerfasst: Fr 4. Sep 2009, 20:46 
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Die Dämmung ist an sich schon sehr gut, also gibt es da nicht mehr sooo viel zu verbessern. Da ist es einfacher/günstiger noch Solar dazu zu nehmen. Baut ihr mit Wintergarten? Dann braucht ihr wahrscheinlich 3-fach verglaste Fenster im Wintergarten, das ist nicht im Standard bei FH. Bei uns wurde der Estrich auf der Bodenplatte stärker gedämmt um KFW 40 zu erreichen. Sooo teuer war das allerdings auch nicht, kann dir aber grade keine Zahlen nennen, da unsere Rechnungen/Werkvertrag momentan beim Steuerberater sind.



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 Betreff des Beitrags: Re: KfW70 vs. KfW55
BeitragVerfasst: Fr 4. Sep 2009, 21:27 
Praktikant

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Ok dann ist das ja gar nicht so teuer wie ich dachte mit der Solarvariante. Ich meine hier im Forum gelesen zu haben, dass die verstärkte Dämmung unter dem Estrich ca 2600€ kostet. Ist aber schon komisch, da gibt man zig Euro extra aus, um auf regenerative/alternative Energie zu setzen und dann reicht das immer noch net. Zählt die Solaroption dann als Ausgleichsvariante, weil rein theoretisch wird dadurch das Haus doch nicht sparsamer :?: Oder darf die gewonnene Energie durch Solarthermie vom Primärenergiebedarf abgezogen werden?
Wir nehmen keinen Wintergarten, wir dachten uns wir nehmen für das Geld dann lieber eine Nummer größer, also das Medley 201. Kommt in etwas gleich teuer.

Gruß Jan


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 Betreff des Beitrags: Re: KfW70 vs. KfW55
BeitragVerfasst: Sa 5. Sep 2009, 11:50 
Geselle

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Ja, das hat was mit dem Primärenergiebedarf zu tun, die Luft-Wasser-WP hat sonst eine zu schlechte CO2 Bilanz (laut Gesetzgeber). Eine Pelletheizung zB hat ne Superbilanz, weil sie gar kein zusätzliches CO2 emittiert, aber die WP braucht halt primär mal Strom, und der kommt in D halt nicht nur von regenerativen Quellen.



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 Betreff des Beitrags: Re: KfW70 vs. KfW55
BeitragVerfasst: Sa 5. Sep 2009, 15:17 
Ingenieur
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Weiß jemand was die Perimeterdämmung (8cm) pro qm kostet ? Hab im Internet was von 30€ gefunden. Kann das stimmen?

Wir haben etwa 110qm Aussenwände, die gedämmt werden müssen ...



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 Betreff des Beitrags: Re: KfW70 vs. KfW55
BeitragVerfasst: So 6. Sep 2009, 09:38 
Hallo zusammen,
vielleicht noch ein anderer Aspekt zum Thema KfW 55.
Wenn ich mich richtig erinnere werden pro Woheinheit 50000 € vergeben.
Was haltet Ihr von der Übelegung den Keller als 2. Wohnung im Haus anzugeben?
Somit hätte ich die Möglichkeit 100000 € über die KfW aufzunehmen.
Welche Kriterien hierfür erfüllt sein müssen weiß ich allerdings nicht!
Gruß
Matthias


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: KfW70 vs. KfW55
BeitragVerfasst: So 6. Sep 2009, 09:54 
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Ich glaube so einfach geht das nicht. Es muss nachgewiesen werden, dass auch 2 vollwertige Wohneinheiten vorliegen, und das kann mit Gutachtern überprüft werden. Ich weiß es nicht genau, aber vermutlich muss ein separater Eingang vorliegen, getrennte Zähler für die Wohneinheiten, entsprechend 2 Bäder, 2 Küchen .. oder sowas. Also ein Keller alleine reicht vermutlich nicht, sondern muss erkennbar als Einliegerwohnung geplant sein und darf glaube ich auch eine bestimmte Größe (im Verhältnis zur anderen Wohnung) nicht unterschreiten.



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 Betreff des Beitrags: Re: KfW70 vs. KfW55
BeitragVerfasst: So 6. Sep 2009, 10:24 
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Registriert: Mi 8. Jul 2009, 12:27
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Außerdem muss die Deckenhöhe stimmen und es sind teure Schallschutzmaßnahmen vorgeschrieben - weiß ich, da wir erst über ein Family 200 nachgedacht haben (als Einfamilienhaus mit der Option, dass eins der Kinder im OG eine eigene Wohnung hätte bekommen können) und da ist der Preis höher aufgrund der besonderen Schallschutzmaßnahmen.



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