Frage zu Eigenleistungspaketen

Alles rund um die Angebotsfindung. Warum FingerHaus.
Bauherr1985
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Re: Frage zu Eigenleistungspaketen

Beitrag von Bauherr1985 » Mo 12. Mär 2018, 09:13

AP1a ist Dämmung, Rigipsplatten, Dachlatten usw. anbringen.
AP1b ist die Verspachtelung der Platten/Löcher

Habe die Unterlagen mit dem genauen Wortlaut leider zu Hause.

marsab
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Re: Frage zu Eigenleistungspaketen

Beitrag von marsab » Mo 12. Mär 2018, 09:25

Ah Danke, das würde passen.
Der Logik nach kann man dann aber nur AP1b rausnehmen. Oder das ganze AP1. Mal sehen was beim nächsten Telefonat rauskommt :)

Shadow85
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Re: Frage zu Eigenleistungspaketen

Beitrag von Shadow85 » Di 13. Mär 2018, 11:02

Wenn Du Elektrik selber machen willst, musst Du AP1 auch selber machen. Sonst schließen die Dir die Decken ab dem 3. Tag. Da schaffst Du niemals alle Leitungen selber zu ziehen. Es sei denn Du machst nur die Leitungen für KNX selber und erstellst vorher einen Plan, wo was wie genau verlegt werden muss. Dann kannst Du es auch schaffen, ohne AP1 selber zu machen.

Habe AP1 auch selber gemacht und würde es wieder tun. Ist zwar viel Arbeit, aber wir hatten alle Decken innerhalb von 5 Tagen geschlossen. Hier kann man sich viel Geld sparen.

marsab
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Re: Frage zu Eigenleistungspaketen

Beitrag von marsab » Di 13. Mär 2018, 13:54

Das denke ich mir auch. Hätte zwar zwei Elektrikermeister, die mir helfen aber mit AP1 in Eigenleistung ist es wsl. deutlich stressfreier.

Wenn ich es jetzt richtig verstanden habe muss man aber auch Heizung Sanitärvorinstallation und Estrich selbst machen, falls man die gesamte E-Installation übernehmen möchte. Könnt ihr das bestätigen oder kann man auch nur Elekto selbst machen, wenn AP1 in Eigenleistung?

Und falls Elektro durch Finger, kann man auch einfach Steckdosen 5adrig und Licht direkt zu den Auslässen und ohne Schalter verkabeln lassen? Müsste sonst ja alle Schalter wieder rausnehmen und spachteln + Licht neu verkabeln.

Grüße Marco

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Re: Frage zu Eigenleistungspaketen

Beitrag von Shadow85 » Mi 14. Mär 2018, 15:22

Hmm... soweit ich das gesehen habe kann man das Elektropaket herausnehmen aber Heizung/Sanitär/E-Strich dennoch von FingerHaus machen lassen. Habe mich dahingehend aber nicht informiert. Wichtig ist jedoch, dass ein Fachbetrieb Dir die Elektrik abnimmt - und da wird es schwierig wenn Du es selber machst. Aber wenn Du zwei Elektrikermeister an der Hand hast, hat ja vielleicht zumindest einer davon einen Gewerbeschein? ;)
Ohne Abnahme kann es sein das FingerHaus nicht weiter macht.

Ja Du kannst durch Fingerhaus, bzw. Fa. Schilling, Dir verdrahten lassen was und wohin Du willst. Habe auch ein paar einfache "Dauerstromauslässe" für meine eigene Verdrahtung (indirekte Beleuchtung) machen lassen. Der Trupp war bei mir mega freundlich und sehr hilfsbereit. Mein Tipp hier: nicht zu viel bemustern, sondern erst bei Hausstellung mit den Elektrikern die Wünsche besprechen. Da spart man sich auch Geld wenn es um ein paar einfache Kabel geht. Das einzige was man beachten muss ist, dass in Außenwände in denen keine Elektrik vorgesehen ist, auch keine Durchlässe und Zugkabel im Werk gemacht werden. Da kann man selber und auch die Fa. Schilling später nur noch schlecht rein. Wenn man das dann doch unbedingt will, muss man dafür unterschreiben das der Elektriker evtl. die Dampfsperre unbeabsichtigt zerstören kann.

Du kannst übrigens die bestehende Elektrik jederzeit erweitern, sobald Schilling ihren Part abgenommen hat. Gibt es später jedoch einen Fehler, musst Du dich natürlich selbst drum kümmern :)
Hab mittlerweile meine Steckdosen von ca. 50 Stück auf 100 Stück erweitert.

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Re: Frage zu Eigenleistungspaketen

Beitrag von marsab » Mi 14. Mär 2018, 17:11

Eingetragener Meister zur Abnahme wäre vorhanden ;-)

Ja die Erfahrungen, die du mir schilderst habe ich schon mehrfach gehört. Wäre auch soweit gut.

Allerdings legen mir die Jungs dann ja Kabel vom Verteiler zum Schalter zum Licht. Das Kabel muss aber direkt zum Licht und dafür möchte ich Bus zum Schalter legen. Also muss ich denen ihr Kabel ja wieder komplett entfernen. Da hab ich grad meine Probleme mit. Wenn die mir die Kabel einfach zum Licht legen würden ala Dauerstrom, dann wäre ja alles perfekt.

@Shadow85: Kannst du mir sagen, wann die Abnahme stattfindet? Direkt nach dem verkabeln durch Schilling? Oder erst wenn die Heizung angeschlossen ist?

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Re: Frage zu Eigenleistungspaketen

Beitrag von Shadow85 » Do 15. Mär 2018, 08:32

Hallo Marco,

das ganze ist eigentlich nicht so kompliziert wie man es sich vorstellt. Ich habe z.B. bei mir alle Kabel für Spots selbst verlegt. Die Fa. Schilling hatte damit gar kein Problem, im Gegenteil: sie haben brav meine Spot Bereiche mit ihrer Verkabelung ausgespart und sogar eine Brennstelle gleich für mich angeschlossen :) War bei meiner Verdrahtung dann stark verwundert, dass schon alles fertig ist.

Wenn Du jetzt selber eine Bussteuerung Deiner Lampen möchtest, dann lass anstatt einer Brennstelle einen Dauerstrom verlegen. Damit sparst Du dir auch die Lichtschalterkosten. Die Busverdrahtung machst Du dann selber nachträglich. Den Dauerstrom legt Dir Schilling exakt dahin, wo Du ihn haben möchtest. Sollen es so wie bei mir z.B. mehrere Spots sein, dann lass den Dauerstrom zum ersten Spot legen und ab da verlegst Du Dein Stromkabel selber weiter.

Schilling nimmt ihre Verkabelung gleich ab, wenn sie damit fertig sind. Soweit ich es verstanden habe wird die Anlage nochmals geprüft wenn der Zählereinbau stattfindet, da wird aber nicht mehr jeder Schalter und jede Steckdose geprüft. Wenn die Anlage zu dem Zeitpunkt dann fehlerfrei läuft, ist alles paletti. ;)

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Re: Frage zu Eigenleistungspaketen

Beitrag von marsab » Do 15. Mär 2018, 12:38

Danke für die Infos shadow85,

Unsere Bemusterin meinte, es wäre nicht möglich Dauerstrom als Brennstelle zu haben und auf Schalter zu verzichten.

Aber so, wie du es beschreibst wäre es mir am liebsten, dann habe ich nicht die gesamte Installation zu erledigen und bekomme vor Ort auch ein paar Tips zum Verlegen. Auch wenn meine Elis das können, aber ein FH haben sie noch nicht gemacht.

Werde mal hartnäckig bleiben und Lösung fordern die Sinn macht.

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Re: Frage zu Eigenleistungspaketen

Beitrag von Shadow85 » Fr 16. Mär 2018, 09:16

Auf jeden Fall hartnäckig bleiben.

Ich verstehe nicht warum das nicht möglich sein sollte, ich habe es ja auch so gemacht für die indirekte Beleuchtung. Da ist auch nur ein Dauerstromanschluss ohne Schalter. :denk

Man kann ja die Brennstellen einfach abmustern und stattdessen Dauerstromanschlüsse fordern - bei Smart Home doch nicht ungewöhnlich.
Und wenn se sich ganz blöd stellen (war bei meiner Bemusterung auch so ... ) normale Brennstellen nehmen (mit nur einem Schalter) und dann vor Ort mit Schilling umplanen - die sind da ganz unkompliziert und freuen sich auch über die Zeitersparnis ;)
Das Geld für die Schalter sollte auch nachträglich wieder gutgeschrieben werden - andernfalls einen Deal aushandeln (mehr Steckdosen o.ä.).

Elektrik in einem Fertighaus zu verlegen ist ein Kinderspiel. Die einzige Schwierigkeit sind die Dampfsperre in den Außenwänden und wenn man durch Balken muss.

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Re: Frage zu Eigenleistungspaketen

Beitrag von marsab » Fr 16. Mär 2018, 09:23

Ich berichte, wenn es Neuigkeiten gibt.
Wie siehts eig aus, wenn dort wo man eig eine Steckdose oder einen Schalter will, ein Balken ist? Haben eigentlich zwischen Haustür und Fenster an einer kurzen Mauer einen Schalter geplant. Aber da wird ja wsl. auch ein Balken sein.

Bei allen anderen Stellen muss man halt immer senkrecht zur Decke, um den Balken rum und dann wieder runter oder?

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Re: Frage zu Eigenleistungspaketen

Beitrag von wosch87 » Sa 17. Mär 2018, 07:30

Wir haben ohne Probleme bei der Bemusterung in drei Räumen Dauerstrom anstelle geschaltenen Lichtauslässen wählen können. Da gab es null Diskussionen, warum auch?! Bei uns steht es sogar in den Ausführungsplänen so drin.
Da würde ich auch nochmal nachhaken!

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Re: Frage zu Eigenleistungspaketen

Beitrag von Shadow85 » So 18. Mär 2018, 09:11

Wenn an der Seite des Balkens noch „Luft“ für die Verkabelung ist, sollte es kein Problem sein.

Wenn aber nur Balken zwischen Fenster und Haustüre ist, wird es schwierig. Hatte auch eine Stelle wo ich Schalter wollte es aber nicht ging. Da musste ich die Position wechseln.
Das wird aber schon bei den Ausführungsplänen oder Bemusterung festgestellt.

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Re: Frage zu Eigenleistungspaketen

Beitrag von marsab » So 18. Mär 2018, 16:16

Top! Vielen Dank für eure Hilfe

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Re: Frage zu Eigenleistungspaketen

Beitrag von AlexTanja » Di 17. Apr 2018, 11:51

Wir machen auch AP 1 selbst. Genau aus dem gleichen Grund.... KNX :)
Wollten eigentlich die komplette Elektroinstallation selber machen, da mein Mann vom Fach ist aber nein, das möchte FH nicht. Wenn, dann müssen wir auch die komplette Heizungsinstalaltion rausnehmen. Die trennen diese zwei Posten wohl nicht mehr weil die Heizung immer mehr mit Elektro zu tun hat... so die Aussage unserer Kundenbetreuerin. Da wir durch AP 1 die Decken selber schließen, werden wir (besser gesagt der Bauherr ;D) jetzt auch alle nötigen Kabel etc. für KNK und LED-Spots selbst ziehen....
08/17 Werkvertrag
09/17 Architektengespräch
11/17 Grundstückskauf
11/17 Finanzierung
01/18 Vorabzüge
03/18 Baugenehmigung
06/18 Bemusterung
07/18 Ausführungspläne
08/18 Erdarbeiten
09/18 Bodenplatte
16.10.18 Hausmontage

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Re: Frage zu Eigenleistungspaketen

Beitrag von BigNose82 » Di 17. Apr 2018, 14:24

Jaja blablablub... :-)
Alles nur Gewäsch. Die Schnittstelle ist ja eigentlich klar: Das Klemmbrett der Heizungsanlage. Wenn man es denn selber machen "dürfte", wäre es ein leichtes, ein weiteres Protokoll zu erstellen, das die Richtigkeit der ankommenden Leitungen bescheinigt. Aber naja, machste nix :-)
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