Zusatzkosten beim Kellerbau

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Goldsternchen
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Zusatzkosten beim Kellerbau

Beitrag von Goldsternchen » So 9. Aug 2009, 09:39

Hallo,

wir sind momentan ja am überlegen, ob wir aus Kostengründen einen Vario Keller nehmen, d.h. einen Keller bei dem die Zwischenwände erst später selbst eingezogen werden können.
Nun würde uns interessieren, was an zusätzlichen Kosten für Aushub, Tiefbauarbeiten etc. anfallen wird.
Was habt ihr bezahlt für Keller + Zusatzkosten und gebt bitte die Größe eures Hauses bzw. Kellers an, das würde uns sehr weiterhelfen.
Wir bauen ein Vio 200 mit Keller und LWZ 303
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Tina&Markus
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Re: Zusatzkosten beim Kellerbau

Beitrag von Tina&Markus » So 9. Aug 2009, 18:34

Nun würde uns interessieren, was an zusätzlichen Kosten für Aushub, Tiefbauarbeiten etc. anfallen wird.
Das kommt natürlich ganz auf Euren Boden an - bei uns war es (leider) Bodenklasse 6+7 und das kostet deutlich mehr.... :o
Was ihr auch dringend abklären solltet, wieviel Aushub ihr zur Deponie fahren müsst oder ob ihr sonst einen KOSTENLOSEN Abnehmer findet. Deponiekosten sind echt heftig!!!!
Wir haben ein Medley 100 mit Vollunterkellerung inkl. WiGa. Unsere Tiefbaukosten beliefen sich auf ca. 20.000 EUR (inkl. unvorhergesehene Deponiekosten mit ca. 3.000 EUR).

Ach und nicht zu vergessen, welche Abdichtung Euer Keller benötigt oder gar eine sog. "weiße Wanne"! Solche Zusatzgeschichten sind i.d.R. nicht Standard und das kostet wieder extra!
Viele Grüße von Tina & Markus
Einzug 01.08.08 in unser Medley 100 mit abgeändertem Grundriss im EG und Fertigkeller der Fa. Kohnert
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Re: Zusatzkosten beim Kellerbau

Beitrag von olly71 » Do 13. Aug 2009, 14:20

Hallo,

bei uns war das Problem, dass der Boden weder tragfähig noch wiedereinbaufähig war. Wir mussten ca. 50-100 cm Boden unter dem Keller austauschen. Unsere Tiefbaukosten werden wohl bei ca. 22-24 k€ liegen. Da sind dann aber auch schon die Drainage und die Entwässerungsleitungen mit dabei.

Viele Grüße

Oliver
Wir bauten ein Medley 301 mit Grundrissvariante und Keller (teilweise freigezogen), 1,40 Meter Kniestock

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Re: Zusatzkosten beim Kellerbau

Beitrag von easylife24 » Do 13. Aug 2009, 14:55

Hallo!

Was heißt in dem Sinne Tiefbaukosten? Erdaushub des Kellers usw.?
Wenn es kein Erdaushub ist, dann bekomme ich Angst.
Ich habe meinen Verkaufsberater damals gefragt, ob der Erdaushub und Erdabtransport im Kellerpreis mit drin wäre und er meinte, dass Erdaushub drin ist und Erdabtransport nicht.

Gruß,
René
Wir bauen ein Medely 300B mit 1,30m Kniestock + Keller.
Unser Blog: http://juresfingerhaus.blogspot.com/

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Re: Zusatzkosten beim Kellerbau

Beitrag von olly71 » Do 13. Aug 2009, 15:59

Tiefbaukosten sind Erdaushub und -abfuhr/Deponierung. Bei Fingerhaus ist meines Wissens beides NICHT drin. Ob man da noch was verhandeln kann, weiß ich nicht, aber die Kosten sind halt sehr schwer vorhersehbar. Da hängt vieles von der Beschaffenheit des Bodens, ob mit oder ohne Keller, Tragfähigkeit etc. ab.

Unser Verjäufer hat uns ca. 9000 € vorkalkuliert. Das war auch absolut seriös (bei Keller), aber das der Boden nicht tragfähig ist, konnte er nicht wissen
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Tina&Markus
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Re: Zusatzkosten beim Kellerbau

Beitrag von Tina&Markus » Do 13. Aug 2009, 18:39

von easylife24 » Do 13. Aug 2009, 14:55
Hallo!
Was heißt in dem Sinne Tiefbaukosten? Erdaushub des Kellers usw.?
Wenn es kein Erdaushub ist, dann bekomme ich Angst.
Ich habe meinen Verkaufsberater damals gefragt, ob der Erdaushub und Erdabtransport im Kellerpreis mit drin wäre und er meinte, dass Erdaushub drin ist und Erdabtransport nicht.
:o Uns ist es nicht bekannt, dass die Tiefbaukosten beim Kellerpreis enthalten sind!!! Also wenn das bei Euch der Fall ist, dann habt ihr verdammt gut verhandelt. Bei unseren genannten Tiefbaukosten ist auch eine Drainage und alle Anschlüsse sowie entsprechende Rohrgräben für Abwasser, Leitungen zur Zisterne, Versorgungsgräben etc. enthalten.
von olly71 » Do 13. Aug 2009, 15:59
Unser Verjäufer hat uns ca. 9000 € vorkalkuliert. Das war auch absolut seriös (bei Keller), aber das der Boden nicht tragfähig ist, konnte er nicht wissen
Na ja, 9000 EUR halten wir eine Angabe in der untersten Preiskalkulation. Da dürfen aber keine Deponiekosten anfallen oder andere Bodenbeschaffenheiten (keine Bodenklasse 6 bzw. 7). Uns wurden auch immer Tiefbaukosten mit ca. 10.000 EUR angegeben (Verkäufer oder Finanzierung), dass überhaupt nicht reell ist/war in unserer Gegend.
Da lohnt es wirklich bereits VOR der Finanzierung sich bei örtlichen Tiefbauern zu erkundigen bzw. Angebote einzuholen. ;)
Viele Grüße von Tina & Markus
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Re: Zusatzkosten beim Kellerbau

Beitrag von heiba » Fr 14. Aug 2009, 15:04

Wir haben fast alle Nebenkosten (zu) hoch kalkuliert, bis auf die Erdarbeiten. Unser FH Berater nannte uns 2000 Euro, die Finanzierungsberater 3.000 - 4.000 Euro (jeweils + 1.500 Euro für eine Drainage). Das günstigste Angebot liegt bei über 10.000 Euro + 3000 Euro Drainage. Wenn die Erdarbeiten abgeschlossen sind werden wir bestimmt noch mal 30% darüber liegen, ich hab' so was im Gefühl ;-)

Gast

Re: Zusatzkosten beim Kellerbau

Beitrag von Gast » Mo 24. Aug 2009, 13:04

Hallo Goldsternchen,
anbei mal ein paar Angebote von Tiefbauern, damit Du Dir ein Bild machen kannst:
Keller hat eine Größe von ca 70 qm und wurde ca. 3,00m Tiefe ausgebaggert.
250 m2 Mutterboden abschieben und seitlich lagern:157-730€ je nach Anbieter
450 m3 Aushub bis Bodenklasse 5 mit seitlicher Lagerung :1035-1327 je nach Anbieter
220 m3 Abfuhr auf Deponie :1980 - 3950€ je nach Anbieter
115 m3 Schotter liefern u. einbauen f. Arbeitsraumverfüllung: 1840 - 3220 € je nach Anbieter

Das waren jetzt nur die dicken Brocken insgesamt belaufen sich unsere Tiefbaukosten mit einer 6000Ltr Zisterne
auf ca. 15000€ beim günstigsten und 28.000€ beim teuersten Anbieter.

Holt Euch auf alle Fälle einen Baubetreuer hinzu wie wir, er hat uns auf einen dicken Fehler in der Kellerplanung im Angebot von Fingerhaus gemacht. Da wir noch nicht unterschrieben hatten, haben wir ca. das 14fache an Kosten gespart, was uns die Prüfung der Bau-und Leistungsbeschreibung durch den Baubetreuer im Vorfeld gekostet hat.

Gruß

Gast (der gerade mitten im bauen ist)

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pharasea
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Re: Zusatzkosten beim Kellerbau

Beitrag von pharasea » Mo 24. Aug 2009, 16:24

Gast hat geschrieben:Holt Euch auf alle Fälle einen Baubetreuer hinzu wie wir, er hat uns auf einen dicken Fehler in der Kellerplanung im Angebot von Fingerhaus gemacht.
Mich interessiert das jetzt brennend, was das für ein dicker Fehler ist :?:
Schreib doch mal bitte.
Liebe Grüße :-)
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Re: Zusatzkosten beim Kellerbau

Beitrag von alex » Mo 24. Aug 2009, 20:53

@Gast: Puh, die Tiefbaukosten finde ich ziemlich happig! Wir warten aktuell auf das Angebot des Tiefbauers - soll diese Woche kommen. Wenn ich solche Summen hier sehe, wird mir echt Angst und Bange. Geplant haben wir 10.000 € für Tiefbau. Allerdings ist es auch schwierig miteinander zu vergleichen, weil die Gegenheiten auf den Grundstücken immer unterschiedlich sind.

Ist Euer Grundstück flach oder Hanglage?

Unser Grundstück fällt nach hinten ab, so dass der Keller nach hinten offen ist, daher haben wir nicht soviel Aushub ...
Wir bauten ein VIO 211 als KfW55-Effizienzhaus, Kniestock 1m mit Keller, LWZ303 + Solar
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Re: Zusatzkosten beim Kellerbau

Beitrag von Tina&Markus » Mo 24. Aug 2009, 21:04

[quote="alex"]@Gast: Puh, die Tiefbaukosten finde ich ziemlich happig! quote]

Völlig reelle Kosten beim Aushub und entsprechenden Bodenklassen.

Wir hatten Bodenklasse fünf bis sieben und lagen mit den schlussendlichen Kosten ca. einen fünfer über "Gast" seinem günstigstem Angebot!!!

Die Deponiekosten waren alleine davon 20 % !

Grüße

Tina & Markus
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Re: Zusatzkosten beim Kellerbau

Beitrag von alex » Mo 24. Aug 2009, 21:14

Wir haben durchgehend Bodenklasse 4 (laut Bodengutachten). Ich bin also gespannt ...

@Tina&Markus: Euer Keller ist komplett "versenkt" oder ?
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Gast

Re: Zusatzkosten beim Kellerbau

Beitrag von Gast » Mo 24. Aug 2009, 21:38

pharasea hat geschrieben:
Gast hat geschrieben:Holt Euch auf alle Fälle einen Baubetreuer hinzu wie wir, er hat uns auf einen dicken Fehler in der Kellerplanung im Angebot von Fingerhaus gemacht.
Mich interessiert das jetzt brennend, was das für ein dicker Fehler ist :?:
Schreib doch mal bitte.
Hallo pharasea,

um es kurz zu machen. Wir bekamen einen Keller angeboten, der in optimalen Grund steht. Dies ist aber seltenst der Fall. Wir haben auf unserem Grundstück aufgrund der Bodenbeschaffenheit (Bodengutachten lag vor) mit aufstauenden Sickerwasser zu rechnen, d.h. wir brauchen eine Wanne aus WU-Beton, die ca. 8000-9000€ teuerer ist als ein Keller, der in einem Grund steht, bei dem nur mit Bodenfeuchte zu rechnen ist.
Die Prüfung der gesamten Unterlagen durch einen Baubetreuer hat, einschließlich einem Protokoll, 600€ gekostet.
Diese 600€ Investition hat sich also mehr als gelohnt.

Ich hoffe, meine Inormation hat Dir geholfen.

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Re: Zusatzkosten beim Kellerbau

Beitrag von pharasea » Mo 24. Aug 2009, 22:00

Hallo Gast (meld dich doch an :) ),

danke für die Info, wird sicher einigen hier weiterhelfen!

Dass so eine weiße Wanne aus WU-Beton um die 10.000 EUR kostet, wussten wir und zum Glück ist das bei uns nicht nötig!
Fingerhaus verlangt aber zum Keller auch ein Bodengutachten und im Kellerangebot steht, dass der Keller nur gegen normale Bodenfeuchte sicher ist. Ansonsten sind weitere Maßnahmen nötig, die Mehrkosten verursachen. Ist zumindest in unserem Angebot (Kohnert) so. Unser FH-Berater hat dieses Thema aber auch angesprochen.
Liebe Grüße :-)
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Re: Zusatzkosten beim Kellerbau

Beitrag von heiba » Mi 26. Aug 2009, 18:08

Hallo Gast,
ich verstehe deine Argumentation nicht so ganz.
Gast hat geschrieben:Holt Euch auf alle Fälle einen Baubetreuer hinzu wie wir, er hat uns auf einen dicken Fehler in der Kellerplanung im Angebot von Fingerhaus gemacht. Da wir noch nicht unterschrieben hatten, haben wir ca. das 14fache an Kosten gespart, was uns die Prüfung der Bau-und Leistungsbeschreibung durch den Baubetreuer im Vorfeld gekostet hat.
Gast hat geschrieben:Wir haben auf unserem Grundstück aufgrund der Bodenbeschaffenheit (Bodengutachten lag vor) mit aufstauenden Sickerwasser zu rechnen, d.h. wir brauchen eine Wanne aus WU-Beton, die ca. 8000-9000€ teuerer ist als ein Keller, der in einem Grund steht, bei dem nur mit Bodenfeuchte zu rechnen ist.
Wieso hast du Kosten durch den Baugutachter gespart?
Hat dir Fingerhaus etwa die "Wanne" jetzt zum normalen Kellerpreis gebaut?

P.S. Gegen aufstauenden Sickerwasser kann auch eine Drainage helfen, das ist deutlich günstiger als eine Wanne.

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