Neo 211 Volkmarsen Waldeck Frankenberg

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b54
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Re: Neo 211 Volkmarsen Waldeck Frankenberg

Beitrag von b54 » Do 12. Okt 2017, 08:01

@Bignose, ganz ehrlich, jemand kauf woanders die Geräte ein und will von Dir sie eingebaut haben, Du sollst die Gewährleistung übernehmen, wenn Du das mit deinem Stundensatz nur für die Montage abdecken willst, bin ich gespannt darauf wieviel das dann kosten würde. Es geht jetzt nicht um die Mondpreise, die manche verlangen. Beispiel: Man kauft ganz billig Fliesen, die schüsseln wie sau, der Fliesenleger soll dann dafür gerade stehen, das die grade verlegt werden, das wird nicht funktionieren.
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MarkL.
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Re: Neo 211 Volkmarsen Waldeck Frankenberg

Beitrag von MarkL. » Do 12. Okt 2017, 08:19

Unabhängig von der Situation das es jetzt gerechtfertigt ist oder nicht, dass die Handwerker es oft ablehnen, wollte ich nur drauf hinweisen, dass man mit diesen vorher sprechen sollte bevor man sich die Sachen bestellt.

Ich persönlich sehe das für den Handwerker unkritisch bei Markenware, zumal er ja dann nur Gewährleistung auf die Montage geben muss und nicht für die Keramik. Aber ich kann auch verstehen, wenn die Margen der Handwerker selber haben will. Macht Fingerhaus ja auch und verkauft die Sachen außerhalb des Standards nach Listenpreis + Montage.

BigNose82
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Re: Neo 211 Volkmarsen Waldeck Frankenberg

Beitrag von BigNose82 » Do 12. Okt 2017, 08:54

@b54
Dazu möchte ich gerne drei (etwas längere) Zitate aus dem Haustechnikdialog hier posten, die ziemlich genau meine Meinung dazu widerspiegeln. Es geht zwar im Speziellen "natürlich" ;-) um Wärmepumpen, bezieht sich aber auf die SHK/Bau-Branche im Allgemeinen. Wie gesagt, der klassische Hersteller->Großhandel->Fachbetrieb->Endkunde Vertrieb ist m.M. antiquiert, seit jeder Mensch in der Lage ist per Google weltweit EAN-fein nach jedem erdenklichen Produkt zu suchen und dies zu beschaffen.

*************Zitat*************
Ich habe mir gerade eine Daikin Ururu Sarara gekauft. Bei einem italienischen Händler, geliefert wurde sie aber aus Griechenland. Der Preis lag locker 30% unter den Preisen in Deutschland, und mindestens 50% unter dem Preis einer lokalen Firma.

Alle in der Region tätigen zertifizierten Handwerker haben den Einbau abgelehnt mit dem Hinweis: "Wir bauen nichts ein, was nicht bei uns gekauft wurde!"

Das sind IMO mafiöse Geschäftsmethoden. Warum soll ich einem Unternehmen für einen irrwitrzig überhöhten Preis ein Produkt abkaufen, für das ich keine Beratung bei dieser Firma in Anspruch nehme? Warum werde ich von einem Handwerker zu solch einem sittenwidrigen Kopplungsgeschäft erpresst? Der Handwerker verdient dann durch den erpressten Verkauf der Ware ungefähr 5 mal so viel wie durch seine Handwerksleistung. Ich bezahle dem Handwerker viel Geld, ohne dafür die geringste Gegenleistung zu erhalten.

Ich habe einen zertifizierten Installateur von außerhalb der Region gefunden (natürlich schon vor dem Kauf), was mich durch die hohen Anfahrtkosten locker 300 Euro mehr kostet als nötig. Der Staat aber darf sich nicht wundern, wenn Endkunden sich dann gesetzeswidrig den Einbau durch nicht-zertifizierte Schwarzarbeiter erledigen lassen. Viele haben schlicht keine andere Wahl.

Das Kartellamt ermittelt übrigens derzeit bei ähnlichen sittenwidrigen Geschäften im Sanitärbereich. Da scheint es ein Kartell zu geben, in das Großhändler, Kleinhändler und Handwerksbetriebe involviert sind, um sittenwidrig drastisch überhöhte Preise abzuzocken. Vielleicht sollten sich die Kartellwächter den Bereich der Klimaanlagen auch mal ansehen.
***********Zitat ende***********

*************Zitat*************
Ich habe ganz in der Nähe einen Fachbetrieb (Heizungsbau) der sich sogar darauf spezialisiert und als "Marktlücke" erkannt hat die vom Kunden selbst beschaffe Ware einzubauen. Seine Arbeitsstunden bezahle ich ihm für gute Arbeit auch gerne sehr gut. Er hat satt zu tun und meinte viele Kunden würden z.B. in der Bucht zu Preisen kaufen, die er selbst nie anbieten könne. Er hat auch einen Kältetechniker an der Hand, der die Klima anschliessen würde.
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[...]Der ein Quasimonopol innehabende Handwerksbetrieb ist eben in der Lage, seine Kunden mafiös dazu zu erpressen, bei ihm zu kaufen und weit überhöhte Preise zu bezahlen.

Die Sache ist doch sehr einfach: bei freiem Wettbewerb pendeln sich die Preise um einen Marktpreis ein. Abweichungen werden gerechtfertigt durch besonderen Service oder ein besonderes Einkaufserlebnis.

Wenn nun ein Handwerker den dreifachen (!) Preis des Marktpreises nehmen kann, dann muss das zwingend andere Ursachen haben. und das ist trivial: in dem Fall ist der Handwerker in der Lage, den freien Wettbewerb zu umgehen. Er bindet seinen Preis an eine von Gesetzgeber vorgeschriebene Leistung, die nur er erfüllen darf.

Nicht alle Baubranchen sind so mafiös durchseucht wie Heizung/Sanitär. Kein Elektriker käme je auf die Idee, den Anschluss eines bei Mediamarkt gekauften Elektroherds zu verweigern, weil der Kunde den Elektroherd nicht zum dreifachen preis bei ihm gekauft hat. Die Autoindustrie hat eine Zeitlang versucht, den freien Wettbewerb zu verhindern, indem sie sich weigerte, im Auslang gekaufte Autos in Deutschland zu warten. Die haben logischerweise alle Gerichtsprozesse um diese Fälle verloren. Die Heizung/Sanitär-Branche versucht nun das Gleiche wieder.
***********Zitat ende***********
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Re: Neo 211 Volkmarsen Waldeck Frankenberg

Beitrag von MrWitchblade » Do 12. Okt 2017, 09:08

bei dem ersten Zitat fällt mir spontan die Frage ein, ob da auch alle Zölle und Steuern korrekt bezahlt wurden, oder ob da das ein oder andere Schlupfloch genutzt wird, um sehr sehr niedrige Preise zu erhalten, bei denen dann ein korrekt arbeitender Unternehmer nicht mithalten kann. (gibt da so die ein oder andere Geschichte mit Gegenständen aus China die den laschen Zoll in GB nutzen um Geräte in Deutschland extrem günstig zu verkaufen)

Dementsprechend könnte die Gewinnmarge auf ein bei einem Unternehmen gekauften Gegenstand geringer sein, als hier angenommen.
Dann fallen mir dazu noch ein paar Dinge ein. Ein Elektroherd anzuklemmen ist relativ simpel, da die Standards vorgegeben sind. Die Geräte unterscheiden sich kaum. Bei so variablen Dingen wie Waschbecken Duschgarnituren und ähnlichem kann es durchaus sein, das es unnötig kompliziert, bis unmöglich ist die richtig aufzubauen. Also zwinge ich einen Monteur dazu, Gegenstände einzubauen, die er vielleicht niemals einbauen würde, weil er genau weis das es nicht richtig funktioniert.

Das ein normaler Unternehmer ein Gewinn auf "weiterverkaufte" Gegenstände legt, halte ich persönlich für legitim. Selbstverständlich kein Gewinn von 500%, aber in einem normalen Rahmen ist das für mich verständlich. Davon abgesehen fällt es schwer zu beurteilen wo die Gewinnmarge anfängt und der Deckungsbeitrag aufhört. Wenn man direkt von einem Steinbruch kauft, bildet sich der Preis natürlich völlig anders, als wenn man noch einige Zwischenhändler, Lagerhäuser und Speditionen mitbezahlen muss. Genauso kann man nicht den Tante Emma Laden um die Ecke mit Amazon vergleichen. Da sind völlig verschiedene Kosten die auf das Produkt umgelegt werden müssen. Und trotzdem werden sie eins zu eins verglichen.

Ich will damit sagen das es teilweise sehr schwer zu durchschauen ist, und wir uns teilweise sehr oberflächlich Meinungen bilden. Deswegen gibt es ja die Gerichte, und die Behörden die versuchen Monopolstellungen auszuheben. Wenn da etwas illegales läuft wird es früher oder später ausgehoben.

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Friedel
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Re: Neo 211 Volkmarsen Waldeck Frankenberg

Beitrag von Friedel » Do 12. Okt 2017, 09:20

Für mich läuft das unter Vertragsfreiheit. Wenn ich mir ein Teil in Griechenland oder sonst wo bestelle kann ich den Handwerker doch nicht dazu zwingen mir das einzubauen.
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Re: Neo 211 Volkmarsen Waldeck Frankenberg

Beitrag von b54 » Do 12. Okt 2017, 09:25

Nur um das klar zu stellen, ich unterstütze diese Vorgehensweise mit den überhöhten Preisen nicht. Es kommt ja auch immer auf den Einzelfall an. Man kann das natürlich auf alle Branchen ausdehnen, gerade wo die Vergleichbarkeit nicht so klar ist, ich sage nur Thema Tiefbauer.
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Re: Neo 211 Volkmarsen Waldeck Frankenberg

Beitrag von BigNose82 » Do 12. Okt 2017, 09:46

Friedel hat geschrieben:Für mich läuft das unter Vertragsfreiheit. Wenn ich mir ein Teil in Griechenland oder sonst wo bestelle kann ich den Handwerker doch nicht dazu zwingen mir das einzubauen.
Er zwingt den Kunden ja auch. Es geht ja nicht um schwarz/weiß, sondern Bereitwilligkeit auf beiden Seiten. Man stellt das Material, zahlt ggf. etwas mehr für die Dienstleistung und zieht klare Gewährleistungsgrenzen.

Unser Küchenaufbauer in der Mietwohnung damals weigerte sich strikt, eine beigestellte Armatur anzuschließen. Und da war noch nicht mal die Rede von anderen Standards und Mehrkosten für ggf. nötige Adaptierungen. "Nicht bei uns uns gekauft, schließe ich nicht an".
Das ist scheiße!
Er hätte SEINEN Preis für die Dienstleistung bekommen und gut wärs gewesen. Ok, kaufen wir dort nie wieder.

Bei den Jungs vom Küchenstudio für unser Haus war das kein Thema. Kleiner Vermerk zur Montage von Fremdmaterial, Gewährleistung beschränkt sich auf die Dichtigkeit bis zur Verschraubung, Thema durch.
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Re: Neo 211 Volkmarsen Waldeck Frankenberg

Beitrag von SURM17 » Do 12. Okt 2017, 12:38

Uns wird doch immer erzählt, dass die EU uns so viele Vorteile bringt. Nutzt man aber die günstigeren Preise in anderen EU Ländern ist das wieder falsch? :D

Als Handwerksbetrieb würde ich diese Marktlücke auch nutzen und meine Garantiebedingungen auf den Einbau einschränken. Die Nische hat extremes Potential.

Wir haben uns auch gegen den passenden Waschbeckenunterschrank in der Bemusterung entschieden, und haben diesen nun 50% günstiger online bestellt. Sogar in D.
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Re: Neo 211 Volkmarsen Waldeck Frankenberg

Beitrag von Clou7 » Fr 13. Okt 2017, 01:31

Gott sei dank ist mein Schwiegervater Gas Wasser Installateur und einen Fliesenleger habe ich auch an der Hand:D
Ich habe beim örtlichen ein Angebot geholt und es war wirklich dreimal so hoch wie im Internet, da frage ich mich wie solche Preise zusammen kommen. Bei den Preisen ging es ohne anschließen
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Werkvertrag 3/17
Architektengespräch 5/17
Vorabzüge 8/17
Bauantrag raus 9/17
Bauantrag zurück 10/17
Bemusterung 12/17

Bodenplatte 14. KW
Haustellung 20. KW

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Re: Neo 211 Volkmarsen Waldeck Frankenberg

Beitrag von Clou7 » Mi 18. Okt 2017, 21:35

Es gibt Neuigkeiten,
Wir haben unseren Bauantrag erhalten und dürfen anfangen zu bauen.

Darüber hinaus dürfen wir unseren Kniestock um 35 cm erhöhen
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Re: Neo 211 Volkmarsen Waldeck Frankenberg

Beitrag von TaErPet » Do 19. Okt 2017, 06:30

Das sind doch mal super Neuigkeiten :)
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Re: Neo 211 Volkmarsen Waldeck Frankenberg

Beitrag von Casi » Do 19. Okt 2017, 06:50

Sehr gut! Herzlichen Glückwunsch! Zum Glück gibt es noch Behörden und Ämter, die mit sich reden lassen. Viel Erfolg weiterhin!
Vio 221 in Neviges, KFW 40 Plus, Erdwärme, Zehnder 350D

Bauantrag: 20.09. Bemusterung: 26.-27.10. Ausführungspläne: 15.12. Baugenehmigung 02.02. Bodenplatte:10.03., Hausstellung: 06.04.2017
!!Eingezogen am 30.07.2017!!

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Re: Neo 211 Volkmarsen Waldeck Frankenberg

Beitrag von b54 » Do 19. Okt 2017, 13:59

Das ist ja schön, viel Erfolg weiterhin.
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Re: Neo 211 Volkmarsen Waldeck Frankenberg

Beitrag von Joe1 » Do 19. Okt 2017, 18:38

Wirklich schön,auch mal etwas positives von den Ämtern zu lesen...
Freut mich für euch!

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Re: Neo 211 Volkmarsen Waldeck Frankenberg

Beitrag von SURM17 » Do 19. Okt 2017, 20:23

Plant ihr eure Vorzüge dann um? Vielleicht rückt die Bemusterung dann ja noch ein wenig nach vorne, wenn ihr eurer Sachbearbeiterin die Baugenehmigung vorab zusendet?
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