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Abdichtung nachträglich verbreitern?

Verfasst: So 11. Dez 2016, 22:05
von DOM99
Hallo!
Die Sache mit der Abdichtung an der Terrasse und der Haustür wurde bei uns in der Bemusterung sehr kurz gehalten und weil unsere Außenanlagen- und Terrassenplanung vorlag, hatte ich auf Mitdenken gebaut.
Leider haben wir nur die 20cm Abdichtung neben den Türen. Das reicht für ein schönes Eingangspodest z.B. nicht aus.
Hat einer von Euch die Abdichtung nachträglich verbreitert?
Gruß, Dominik

Re: Abdichtung nachträglich verbreitern?

Verfasst: Mo 12. Dez 2016, 09:14
von neo111
Guten Morgen, wenn Ihr den Putz schon drauf habt wird es schwer, fragt doch am besten mal bei FH nach die könne euch sicher helfen.

Re: Abdichtung nachträglich verbreitern?

Verfasst: Mo 12. Dez 2016, 09:51
von b54
Wir machen das erst im Frühjahr, da wir noch nicht genau wissen, was wir machen kann ich noch nicht sagen, ob wir die auch verbreitern müssen. Aber es gibt ja auch genug Bestandsbauten wo nachträglich abgedichtet wird. Legt Ihr denn das Pflaster selber ? Ansonsten ist das dann doch der Fachfirma vorbehalten. Ich könnte mal einen befreundete GaLabauer fragen, der baut ständig sowas.

Re: Abdichtung nachträglich verbreitern?

Verfasst: Mo 12. Dez 2016, 10:14
von neo111
b54 hat geschrieben:Wir machen das erst im Frühjahr, da wir noch nicht genau wissen, was wir machen kann ich noch nicht sagen, ob wir die auch verbreitern müssen. Aber es gibt ja auch genug Bestandsbauten wo nachträglich abgedichtet wird. Legt Ihr denn das Pflaster selber ? Ansonsten ist das dann doch der Fachfirma vorbehalten. Ich könnte mal einen befreundete GaLabauer fragen, der baut ständig sowas.
Und was soll der Galabauer machen wenn die Wand schon verputzt ist ? Ihr wisst schon wie FH abdichtet oder?

Re: Abdichtung nachträglich verbreitern?

Verfasst: Mo 12. Dez 2016, 11:19
von b54
Naja, was macht er denn bei allen anderen Häusern aus Bestand, die Ihre Gartenanlagen und Treppen neu gestalten. Wenn Du damit sagen willst, man kann das nicht mehr nachträglich abdichten kann ich mir das nicht vorstellen.

Re: Abdichtung nachträglich verbreitern?

Verfasst: Mo 12. Dez 2016, 11:42
von DOM99
neo111 hat geschrieben:
b54 hat geschrieben:Wir machen das erst im Frühjahr, da wir noch nicht genau wissen, was wir machen kann ich noch nicht sagen, ob wir die auch verbreitern müssen. Aber es gibt ja auch genug Bestandsbauten wo nachträglich abgedichtet wird. Legt Ihr denn das Pflaster selber ? Ansonsten ist das dann doch der Fachfirma vorbehalten. Ich könnte mal einen befreundete GaLabauer fragen, der baut ständig sowas.
Und was soll der Galabauer machen wenn die Wand schon verputzt ist ? Ihr wisst schon wie FH abdichtet oder?
Das man die Abdichtung nicht so machen kann wie FH ist mir bewußt - aber wie b54 schon schrieb, irgendwie müssen die anderen Häuser am Markt ja auch abgedichtet werden können. Die 20cm neben den Türen sind schon arg wenig. Und bei die haben wir sogar auf der Terrasse, obwohl wir angegeben haben, daß eine ebenerdige (ohne Stufe) Terrasse über die gesamte Breite geplant ist.

Re: Abdichtung nachträglich verbreitern?

Verfasst: Mo 12. Dez 2016, 12:08
von neo111
viewtopic.php?f=9&t=1505&hilit=wandabdichtung

Hier hab hier mal für euch rausgesucht.
Klar man kann alles machen , nur ist die Wand mal feucht ist das Problem eben da und ich denke FH wird zurecht keine Garantie übernehmen.

Re: Abdichtung nachträglich verbreitern?

Verfasst: Mo 12. Dez 2016, 12:15
von Fremdbauer
Was man im Bestand machen kann? Da gibts viele Moeglichkeiten:
- WDVS entfernen, Abdichtung anbringen, WDVS und Putz neu aufbringen
- Einfach 15cm unter der Bodenkante bleiben

soweit wohl die zulaessigen, fachgerechten Moeglichkeiten. Weniger Fachgerecht, aber wohl trotzdem meist ausreichend:

- Ablaufrinne entlang der Hauswand anbringen

oder die vielfach gewaehlte Variante:

- haeh? wie? wasser? Problem? haeh? Zu spaet, ist schon ebenerdig ohne jeglichen Schutz gemacht, das wird schon halten bis wir ausziehen.

Re: Abdichtung nachträglich verbreitern?

Verfasst: Mo 12. Dez 2016, 17:17
von DOM99
Fremdbauer hat geschrieben:Was man im Bestand machen kann? Da gibts viele Moeglichkeiten:
- WDVS entfernen, Abdichtung anbringen, WDVS und Putz neu aufbringen
- Einfach 15cm unter der Bodenkante bleiben

soweit wohl die zulaessigen, fachgerechten Moeglichkeiten. Weniger Fachgerecht, aber wohl trotzdem meist ausreichend:

- Ablaufrinne entlang der Hauswand anbringen
Meinst Du, daß eine Ablaufrinne ausreicht? Wenn man sonst einen Abstand von 15cm einhalten soll, damit es noch nicht einmal hochspritzt, ist das natürlich eher wenig... Obwohl die Fassade ja eigentlich wetterfest sein sollte. Stehendes Wasser ist natürlich ein Problem.
Mit einer Ablaufrinne möchte ich mich natürlich nicht zufrieden geben. Das ist ja auch eher eine "Pfuschlösung". Gibt es nicht eine Abdichtung, die man von außen aufbringen kann?

Re: Abdichtung nachträglich verbreitern?

Verfasst: Di 13. Dez 2016, 09:55
von Fremdbauer
nach Norm reicht eine Ablaufrinne wohl nicht aus, aber mancher Handwerker laesst sich da drauf noch ein. Hochspritzen ist nicht sooo dramatisch, schlimm ist Wasser das sich vor der Hauswand aufstaut. Damit von Spritzwasser es nennenswerte Mengen auf die Bodenplatte schaffen muss es schon heftig zugehen.
Von aussen abdichten? Die Abdichtung muss ja ueber das Niveau der Terasse gehen. Selbst wenn wir also ein Material finden wuerden das sich mit dem Aussenputz wasserdicht verbindet haettest du immer noch eine haessliche Abdichtung im Sichtbereich.

Re: Abdichtung nachträglich verbreitern?

Verfasst: Do 15. Dez 2016, 16:05
von DOM99
Wenn es nur um das Wasser geht, welches sich aufstaut, ist ein 40cm breiter Kiesstreifen 15cm unter dem Bodenplattenniveau aber überdimensioniert - oder sind die Kapillarkräfte so stark?

Das dieses Wasser zumindest auch gemeint ist, habe ich in der DIN 18195 auch gelesen. Es geht doch nur um die Schnittstelle Bodenplatte-Haus, oder?

Es gibt Sachen zur nachträglichen Abdichtung: Dichtschlämme (z.B. Ceresit CP43 o. 44 - sieht natürlich nicht schön aus) und auch Dichtbänder (z.B. Ceresit BT 23 - dieser wäre auch an der Neubauschwelle eigentlich zu verwenden, wenn man es richtig macht). Ceresit habe ich nur gegoogelt, weil FH Ceresit Produkte verwendet.

Re: Abdichtung nachträglich verbreitern?

Verfasst: Do 15. Dez 2016, 16:11
von Fremdbauer
Richtig, es geht um die Schnittstelle Bodenplatte / Haus, denn da kann das Wasser dann auf die Bodenplatte laufen. Ich glaube nicht, das du das mit Dichtschlaemme dauerhaft dicht bekommst, immerhin sind es ja auch unterschiedliche Materialien, die sich immer wieder gegeneinander verschieben.

Kiesstreifen ist meine ich nach DIN keiner vorgeschrieben, sondern nur das ohne Abdichtung man eben die 15cm unter dem Niveau der Bodenplatte bleibt. Das kann dann reine Erde, Kiesstreifen, Pflaster,... sein. Ansonsten waere ja selbst mit Stufe keine Terasse ohne Abdichtung moeglich.

Re: Abdichtung nachträglich verbreitern?

Verfasst: Do 15. Dez 2016, 20:30
von SJS
Vielleicht denke ich zu einfach, aber warum nicht einfach eine Dickbeschichtung nehmen?

Wir haben die Terrasse (Plattenbelag) nachträglich bis an die Unterkante der Fenstertüren hochgesetzt, vorher den ganzen Bereich schön mit dicker 2k-Beschichtung versiegelt (incl. Übergang Putz zur Bodenplatte, dort ist auch nochmal extra Gewebeband eingearbeitet). Die Platten sind mit Gefälle von der Terrasse weg gelegt und mir fällt kein Grund ein, wie sich da Wasser zwischen Haus und Bodenplatte drücken sollte.

Regen kann bei Wind zwar am Putz ankommen, durch die "feste" und vor allem wasserdichte Verbindung des Putzes zur Dickbeschichtung läuft das wenige Wasser alles schön vorne ab und sammelt sich dann weit unterhalb der Trennstelle Haus/Bodenplatte, wo es dann versickert....wie sonst auch. Genauso haben wir das auch beim Eingangspodest gemacht...null Probleme bisher und ich rechne auch nicht mit welchen.