Kellerinnendämmung Wände von warm zu kalt

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raketenprinz
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Re: Kellerinnendämmung Wände von warm zu kalt

Beitrag von raketenprinz » So 26. Feb 2012, 12:11

Wie du willst, ist ja jedem selbst überlassen.
Unser Kellervorraum ist auch unbeheizt, trotzdem ist es da manchmal fast 40 Grad wärmer als draußen, was nützen da schon die 8 cm Perimeterdämmung. Beton ist jetzt nicht gerade der schlechteste Wärmeleiter.
Medley 400 - Wintergarten - Keller

fingerhut
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Re: Kellerinnendämmung Wände von warm zu kalt

Beitrag von fingerhut » Mo 27. Feb 2012, 14:44

Halt ich persönlich für eine Milchmädchenrechnung.
1. Ist es im Boden (nehme mal an, daß der Keller im Erdreich sitzt) wärme als die unterste Kaltluftschicht, auf die sich die Aussentemperatur bezieht.
2. Würde ich 8 cm WLG35 Aussendämmung als nichtsnützend abtun. So eine Platte hab ich über mein Aussenwasserrohr in der Grube gelegt und trotz dieser Aussentemp (-20 Grad) tummelten sich Asseln und Spinnen drunter, als ich neulich den Zähler abgelesen hab,
3. Wird ja auch von innen gedämmt, daß die Raumwärme erreicht die Betonaussenwand nicht in dem Maße
4. Ist die Luftfeuchte im Hause besonders im Winter mit kontrollierter Be-und Entlüftung sehr niedrig. Die Trockenbauplatten nimmt einen gewissen Grad an Feuchte auch selber auf und gibt diesen wieder an die Raumluft ab.
5. Letzllich liegt die Temp. Differenz zwischen betonaussen- und Betoninnenwand bei 5-10 K, ausgehend daß die Innenwand etwa 10 Grad hat und die Aussenwand zwischen 0 und 5 Grad (siehe oben als Beispiel).

Eine Dampfbremse in Treppenaufgang würde eventuell nur Sinn machen, wenn ich im Keller eine Sauna oder extra Dusche betreiben will.

Wenn dem allen nicht so wäre, würde es hinter unserer Trockenwand jetzt ganz schön blühen und es würde vor allem richtig muffig riechen.
Wir bauTen ein VIO100 mit WW-Keller in Berlin. Status: 2007 eingezogen. Konstante Umgestaltung zum Wohnkeller (fast komplett und an FBH angeschlossen) und permanenten Aussenbereichsentwicklung!

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Mike
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Re: Kellerinnendämmung Wände von warm zu kalt

Beitrag von Mike » Mo 18. Feb 2013, 21:58

Ich hol das Thema noch mal hoch weil ich hier nichts richtiges gefunden habe. Wir dämmen den Keller komplett von außen und sind am überlegen, ob wir, wenn alle Kellerräume beheizt sind, auch noch eine Innendämmung anbringen müssen? Kann mir da jemand weiterhelfen?
Wir bauen ein Medley 410 SE mit Wintergarten und Wohnkeller und Erdwärme in der schönen Eifel
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Re: Kellerinnendämmung Wände von warm zu kalt

Beitrag von Fremdbauer » Di 19. Feb 2013, 13:08

Das sollte euch eure Waermebedarfsrechnung sagen. Dort sollte genau aufgefuehrt sein welche Waende wie zu daemmen sind. Sollte normal schon Bestandteil vom Bauantrag gewesen sein.

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Re: Kellerinnendämmung Wände von warm zu kalt

Beitrag von CundA » Fr 19. Apr 2013, 19:32

Wir haben beheizte und unbeheizte Räume im Keller.
Gedämmt ist alles von außen, aber innen ist auch noch kräftig zwischen kalt und warm gedämmt. HAben wir für das KfW gebraucht. Das hat uns FH ausgerechnet, eine Seite 8 cm und eine 4? Ich muss nochmal schauen, wenn es dich interessiert.
Allerdings haben wir eben eine Garage im keller, da kommt ja richtig Kälte rein.
Hier gibts noch mehr Leute, die auch selbst gedämmt haben und Garage im keller haben:
http://franks-und-julias-medley310b.blogspot.de/
Liebe Grüße,
C & A

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Re: Kellerinnendämmung Wände von warm zu kalt

Beitrag von blackunicorn » Di 24. Dez 2013, 12:07

Ich bin momentan auch dabei mich mit der Kellerinnendämmung zu beschäftigen.
Ich muß den Flur im Keller mit 16cm zu den anderen Räumen hin dämmen für die KFW.
Danke nochmal Fingerhut für das zusenden der Werksnorm.
In der Norm ist ja der 2cm Luftspalt zw Dämmung und Mauer beschrieben.
In meinen Ausführungsplänen ist jetzt davon nichts zu sehen.
Ausführngsplan Dämmung Keller.jpg
Ist dieser Spalt erforderlich?
wenn ja, wie habt ihr das realisiert, das die Dämmung sich nicht gegen die Wand drückt?

In franks-und-julias blog habe ich gesehen, das die direkt Isolierplatten auf die Wand geklebt haben. Sprich garkeine Ständerbauwand gemacht haben. Kann man das auch machen?
Medley500 mit Keller,LWZ 303 SOL, 1.5m Kniestock, OG Dach = Decke, großer Garage (geplant in Eigenleistung) in Hessen
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30.5.2014 eingezogen

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Re: Kellerinnendämmung Wände von warm zu kalt

Beitrag von bokomoso » Fr 27. Dez 2013, 21:37

Bei uns wurde von FH die Kellerinnenwand gedämmt und eine Wand mit Gipskartonplatten gestellt. Wir haben noch keine Türen gesetzt, daher kann man noch den Querschnitt betrachten. Das ganze sieht so aus...
IMG_20131226_155303.jpg
Dämmung Kellerinnenwand
Ich kann keinen Luftspalt zwischen Betonwand und Dämmung entdecken.

Interessant finde ich an dieser Stelle die Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit der FH-Subunternehmer: Hier werden die Arbeitsergebnisse nochmals überprüft. Auf der Holzkonstruktion sieht man mit Bleistift geschrieben eine Division durch 2, nachfolgend eine Addition des Ergebnisses mit sich selbst. Und siehe da, die Rückwärtsrechnung ergibt einen plausiblen Wert. :lol: Leider leicht abgeschnitten, hab den Schrieb aber erst auf dem Foto eben wahrgenommen.

Ja, im Wesentlichen scheint die Qualität echt zu stimmen.
VIO 211 mit Nutzkeller, Erker, LWZ 303i, Kaminofen
Stelltermin am 17.10.13, eingezogen am 25.01.14

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