Photovoltaik

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eab
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Photovoltaik

Beitrag von eab » Do 15. Feb 2018, 18:59

Hat sich jemand in letzter Zeit mit dem Thema auseinandergesetzt? Loht es sich auch, wenn man tagsüber nicht zu Hause ist?

Wie hoch ist der Aufwand mit dem Finanzamt zwecks Versteuerung der Einnahmen?

:hallo

Coolhand
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Re: Photovoltaik

Beitrag von Coolhand » Do 15. Feb 2018, 21:46

Hi ,
es kommt darauf an was Du machen willst?
Du kannst ja auch Strom produzieren für die reine Einspeisung oder eben hauptsächlich für die Eigennutzung !
Wir produzieren demnächst hauptsächlich für die Eigennutzung (PV plus Speicher) mit Cloud , da ist es egal ob Du tagsüber nicht daheim bist !

Ohne Speicher und Cloud ist dann die Frage wie Du heizt ?
Der Aufwand fürs Finanzamt ist geringfügig, von mal zu mal wirst Du schneller wenn du es selber machst oder du nimmst einen Steuerberater aber der kostet circa 100-300€ im Jahr
Medley 400 KfW40plus KN 2,15m mit Wintergarten auf BP
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wosch87
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Re: Photovoltaik

Beitrag von wosch87 » Do 15. Feb 2018, 22:17

Ich gebe coolhand vollkommen recht! PV mit Speicher rentiert sich ua auch wegen der KfW Förderungen für 40+ respektive der Förderung für den Speicher selbst. Ist natürlich nochmal ein ordentlicher Haufen Geld extra so eine Anlage, aber rechnen tut es sich in jedem Fall.

Bzgl. Steuern hat mir bis jetzt jeder gesagt beim ersten Mal machen lassen und danach bekommt man es mit dem Steuerbescheid selbst hin. Darüber kann ich dir, wie coolhand auch, Mitte 2019 mehr sagen :D

Wilma
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Re: Photovoltaik

Beitrag von Wilma » Fr 16. Feb 2018, 07:47

wosch87 hat geschrieben:
Do 15. Feb 2018, 22:17
...
Ist natürlich nochmal ein ordentlicher Haufen Geld extra so eine Anlage, aber rechnen tut es sich in jedem Fall. ...
Sicher?
Von welchem Amortisationszeitraum gehst du aus?
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b54
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Re: Photovoltaik

Beitrag von b54 » Fr 16. Feb 2018, 08:01

Es ist immer noch so das sich ein Speicher NICHT rechnet, der ist maximal fürs gute Gewissen.
Wir bauten ein Medley 3.0 200B mit 2,15 mtr Kniestock, LWZ 304,KFW 55 und KNX
Status: Eingezogen !!! 03.12.2016
Warten auf Pflastern
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Re: Photovoltaik

Beitrag von wosch87 » Fr 16. Feb 2018, 08:24

Sicher bin ich in 20 Jahren, wenn nichts außerhalb der Garantie kaputt gegangen ist ;)

Meine stark vereinfachte Hochrechnung damals:
- erzeugter Strom pro Jahr: ca. 950 kWh/kWp
- Eigenverbrauch: ca. 50%
- Ersparnis durch Eigenverbrauch 30 ct
- Einspeisung 10ct
==> Amortisation nach knapp 10 Jahren

Anmerkungen:
- Verbrauch, Ertrag, Verteilung Eigenverbrauch vs Einspeisung, Strompreiserhöhungen, Wartung und Versicherung, aber auch Steuervorteile und va die 5000 € extra der KfW für den 40+ Standard im Vergleich zu den 40 ohne PV, sind natürlich geschätzt bzw. NICHT eingerechnet
- die Ertragsprognose deckt sich ganz gut mit den Werten unseres Nachbars in den letzten Jahren
- der Eigenverbrauch sollte bei uns tatsächlich 50% erreichen, das hängt aber natürlich extrem von den jeweiligen Rahmenbedingungen ab
- die exakten Wirtschaftlichkeitsberechnungen der PV-Firmen inkl. der og Positionen, aber immer noch OHNE KfW schwankt zwischen 9,8 bis 12,6 Jahren. Der Unterschied liegt dabei im Wesentlichen im unterschiedlichen Angebotspreis.

Die Garantiezeiten der Bauteile sind bei uns min. 12 Jahre, also ja - ich bin sicher, dass es sich rechnet! Natürlich spätestens mit den KfW-Förderungen, wenn man die Anlage gleich beim Hausbau errichtet.

Wilma
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Re: Photovoltaik

Beitrag von Wilma » Fr 16. Feb 2018, 08:27

Ich finde ja die niederländische Lösung gut.

Anlagen mit einer Leistung von weniger als 15 kWp fallen nicht unter SDE+ und können von Net-Metering Gebrauch machen (Saldering). Beim Net-Metering wird der verbrauchte Strom mit dem erzeugten Strom verrechnet, so dass für den Erzeuger durch den selbstverbrauchten Strom keine weiteren Kosten entstehen. Für das Net-Metering wurde ein maximaler Referenzwert von 5000 kWh/Jahr eingeführt.

7kWp Anlage würde mir also reichen, Laufende Stromkosten = 0 und in spätestens 6 Jahren amortisiert.

Ohne Ressourcenverschwendung für Akkus, ohne Subventionen.
Es geht also.
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wosch87
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Re: Photovoltaik

Beitrag von wosch87 » Fr 16. Feb 2018, 08:30

b54 hat geschrieben:
Fr 16. Feb 2018, 08:01
Es ist immer noch so das sich ein Speicher NICHT rechnet, der ist maximal fürs gute Gewissen.
Das stimmt ggf. bei einer Anschaffung NACH Hausbau (bei uns nicht mal da). Errichtet man die Anlage aber gleich beim Hausbau, erreicht damit den KfW40+ Standard, durch den die Förderung um 5000€ höher ausfällt, rechnet es sich schon. Bei uns machen die Förderungen deutlich mehr als die Hälfte des Speichers aus.
Wichtig ist aber auch auf die Garantiezeiten zu achten, die sollten natürlich va bei dem Speicher und den WR mindestens so hoch wie die Amortisationszeit sein.

BigNose82
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Re: Photovoltaik

Beitrag von BigNose82 » Fr 16. Feb 2018, 08:31

@ Wilma
Das wird bestimmt kommen. Diesen Quatsch mit einer vom Verbrauchspreis abweichenden Einspeisevergütung habe ich eh nie verstanden.
Bezug minus Einspeisung = Guthaben oder Nachzahlung, feddich.
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Re: Photovoltaik

Beitrag von GOPL » Fr 16. Feb 2018, 08:36

Ich denke mal auf den Akku selbst gibt es keine Garantie.
Wenn der nach 10 Jahren die Grätsche macht, sieht die Rechnung schon wieder anders aus.

Wilma
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Re: Photovoltaik

Beitrag von Wilma » Fr 16. Feb 2018, 08:38

BigNose82 hat geschrieben:
Fr 16. Feb 2018, 08:31
@ Wilma
Das wird bestimmt kommen. Diesen Quatsch mit einer vom Verbrauchspreis abweichenden Einspeisevergütung habe ich eh nie verstanden.
Bezug minus Einspeisung = Guthaben oder Nachzahlung, feddich.
Glaube ich nicht, dazu ist die Energielobby hier viel zu stark, um sich das Geschäft vermiesen zu lassen. Leider.

Mit einer legalen! saldierenden Abrechnung (macht ja praktisch jeder Ferraris-Zähler im Schrank) hätte ich die 7.000€ schon längst investiert...
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Re: Photovoltaik

Beitrag von Coolhand » So 18. Feb 2018, 18:52

Ich weiß nicht warum man sagt das ein Speicher sich immer noch nicht lohnt , denn das ist nach jetzigen Angeboten auf dem Markt quatsch! 🙊

Speicher gibt es bereits ab 5000€ ( Markenspeicher ) , dazu gibt es dafür Förderungen von der KfW und Bundeslandabhängig SAB !

Kombiniert man also PV mit Speicher und einer Cloud so kommt man auf max 300€ Stromkosten im Jahr mit Zählerkosten!

Ich habe 6,6kwp und einen 5,0 Speicher, laut dieser Berechnung darf ich 4500kw im Jahr verbrauchen und bin völlig unabhängig von den Strompreisen die auf dem Markt sind !

Natürlich ist mein Ziel komplett auf 0€ zu kommen aber dafür benötige ich 10,0kwp und einen 7,5 er Speicher aber da meine Garage erst nächstes Jahr September oder Mai 2020 fertig wird kann ich erst da aufrüsten !
Der Nachkauf , besser gesagt die Aufrüstung ist auch bezahlbar !

Ach ja , meine Anlage würde ohne Förderung nur 20000€ kosten , zieht man da nun mal alle Förderungen ab und die Mehrwertsteuer reden wir hier von 13400€ für PV mit Speicher!

Wieviel Stromgeld bezahlt ihr denn wenn ihr keine PV Anlage habt 😜
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Re: Photovoltaik

Beitrag von Coolhand » So 18. Feb 2018, 19:02

GOPL hat geschrieben:
Fr 16. Feb 2018, 08:36
Ich denke mal auf den Akku selbst gibt es keine Garantie.
Wenn der nach 10 Jahren die Grätsche macht, sieht die Rechnung schon wieder anders aus.
Auf den Speicher gibt es 10 Jahre Garantie ! Die Blöcke kann man einzeln nachkaufen und tauschen ! 1 Block ( je nach Hersteller ) kostet ab 1000€ !
Mein Block zum Beispiel kostet im Moment 1500€ aber ist dafür ein 2,5er ... Sprich ... Wenn meine beiden Blöcke kaputt sein sollten , würde mich dies 3000€ kosten ! Hab dann aber definitiv wieder 10 Jahre Ruhe und mir ist dann immer noch egal ob draußen der Strom 24 Cent oder 42 Cent pro kw kostet !

Ohne PV und Speicher wird man immer mehr Geld ausgeben als mit ... Wir einmalig einen größeren Betrag und die anderen kleine monatlich oder jährlich!
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b54
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Re: Photovoltaik

Beitrag von b54 » Mo 19. Feb 2018, 09:42

Dann würde ich gerne mal in einem Jahr deine Stromabrechnung sehen ;) Ich rede hier ja nicht von einer Meinung, guck mal im Photovoltaik Forum und da sind jede Menge Leute die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Marketing kann jeder. Natürlich wird dir jeder Hersteller vorrechnen, das es sich rechnet.
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Matthias84
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Re: Photovoltaik

Beitrag von Matthias84 » Mo 19. Feb 2018, 11:00

Coolhand hat geschrieben:
So 18. Feb 2018, 18:52
Ach ja , meine Anlage würde ohne Förderung nur 20000€ kosten , zieht man da nun mal alle Förderungen ab und die Mehrwertsteuer reden wir hier von 13400€ für PV mit Speicher.
Keiner weiß wie sich der Strompreis entwickelt, für 13400 € bekomme ich aber bei 29 cent/kWh ca. 46k kWh. Das reicht bei uns für min. 12 Jahre. Da müssten wir aber unseren gesamten Verbrauch über die PV- Anlage beziehen ohne Strom zu zukaufen. Bei uns lohnt sich eine PV-Anlage wirtschaftlich einfach nicht. Vielleicht unter anderen Bedingungen z.b. mehr Förderung, höhere Strompreise, günstige PV usw.
Wir bauen ein Uno 2.0, LWZ 304, KFW40

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Aug/17 - Vorbehaltausräumung
Sep/17 - Planungsgespräch
Nov/17 - Vorabzug
Apr/18 - Bemusterung
Mai/18 - Bauantrag genehmigt

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