Verbrauch Proxon Lüftungsheizung

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Thommy_1983
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Verbrauch Proxon Lüftungsheizung

Beitrag von Thommy_1983 » Mo 16. Feb 2015, 17:25

Hallo zusammen,

Wir bauten 2013 ein Medley 310B ca. 160 m2 auf Bodenplatte als DHH mit Kniestock 1,60m und Wintergarten in Neupotz (Pfalz). Wir entschieden uns trotz vieler negativen Meinungen in Foren, für eine Proxon Lüftungsheizung ohne Photovoltaik- (Leerohre haben wir allerdings für eine spätere Installation legen lassen) und ohne Solarunterstützung. Und eins kann ich vorweg schon einmal sagen. Wir haben es bislang absolut NICHT bereut. Vor der Vertragsunterzeichnung wollte ich mich dann einmal über die ungefähren Verbrauchswerte der Anlage informieren, um zu wissen was an Kosten auf uns zu kommt. Doch fand ich damals im Internet oder hier im Forum recht wenig Infos dazu. Daher wollte ich euch nun einmal kurz unsere Verbrauchswerte nach dem ersten Jahr mitteilen.

Gemessen vom 01.02.14 - 01.02.15 hatten wir (2 Personen) einen kompletten Stromverbrauch für die Proxon incl. Warmwasseraufbereitung von 2995 kWh. Einen zusätzlichen Kamin zum zuheizen haben wir nicht. Natürlich hängt der Verbrauch sehr individuell vom jeweiligen Heizverhalten ab. Ich habe z.B. während des Frühjahres/Sommers/Herbst die Temperatur auf Minimal eingestellt und tagsüber die Lüfterstufe von drei auf zwei heruntergefahren. An manchen heißen Sommertagen habe ich die Anlage auch komplett abgeschaltet, damit die ganze warme Luft von außen nicht einströmt. Der Stromverbrauch für die normale Lüftung, also wenn die Wärmepumpe nicht arbeitet, hält ich eh sehr in Grenzen. Die Wassertemperatur des Boilers haben wir auf 48 Grad eingestellt. Dies reicht völlig aus. In der Übergangszeit Herbst/Winter, Winter/Frühling, sowie während des Winters habe ich die Temperatur am Zentralbedienpanel auf 22 Grad festgemacht, sodass es im Wohn- Esszimmer und Küche immer recht angenehm ist. In allen anderen Zimmern wurde die Zusatzheizung komplett ausgeschaltet bzw. die Temperatur auf 0 Grad eingestellt. Die Grundwärme der Wärmepumpe reichte bei uns komplett aus, um das Haus auf durchschnittlich so zwischen 20 und 21 Grad zu beheizen. Natürlich abhängig von der Außentemperatur. Frieren mussten wir nie. Die Kosten für den zusätzlichen Elektroheizer im Bad kommen natürlich noch obendrauf. Dieser hängt ja am normalen Verbrauchstromzähler und wird nicht über den zweiten Wärmepumpen-Stromzähler erfasst. Diese Kosten habe ich aber nicht separat ausgewertet, dürften sich aber auch in Grenzen halten. Ich habe eine Zeitschaltuhr vorgeschaltet die bedarfsgerecht den Heizer mehrmals am Tag für 10 Minuten an- und wieder abschaltet. Reicht vollkommen aus um das Bad warm zu bekommen. Gut man muss auch dazu sagen, dass der Winter dieses Jahr ein recht milder war und sich daher im kommenden Winter dieser Wert wahrscheinlich nicht ganz halten lassen wird. .....warten wir es ab......

Für weitere Infos oder Fragen zum Thema, nur zu. Meldet euch!!

Thommy_1983
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Re: Verbrauch Proxon Lüftungsheizung

Beitrag von Thommy_1983 » Mo 16. Feb 2015, 18:45

Habe mal noch ein Monatsverbrauchsdiagramm angefügt, damit das Ganze etwas transparenter wird.
Dateianhänge
chart.jpeg

amarillo
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Re: Verbrauch Proxon Lüftungsheizung

Beitrag von amarillo » Di 17. Feb 2015, 17:16

Hi,

ich weiß, es gibt schon einen eigenen Verbrauchs-Fred, deshalb auch nur kurz: 3000 kwh finde ich gut sportlich. Bei mir wurde eine Vitocal 242 (Erdwärrme) mit Solar (Warmwasser) verbaut und die liegt nach 6 Monaten (09/2014 - 02/2015) bei 1250 kwh, hochgerechnet auf´s Jahr also ca 1800 kwh. Sonstige Randbedingungen sind ähnlich, 160 qm, permanent 21,5 - 22 Grad, Elektro Heizsstäbe ausgeschaltet.

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Re: Verbrauch Proxon Lüftungsheizung

Beitrag von robinson » Di 17. Feb 2015, 22:24

Erdwärme mit Solar ist aber auch mind. 10.000 € teurer in der Anschaffung und dann hat man ggf. noch keine Lüftungsanlage...

Die Proxon macht imho nur Sinn, wenn man kein Gasanschluss bekommen kann (denn Gasheizung ist in Anschaffung und Betrieb billiger als die Proxon) und bei der Startinvestition der Heizung das wenigste Geld ausgeben will/kann.

Die Proxon ist nun mal mit Abstand die billigste Wärmepumpe mit Lüftungsanlage (!) in der Anschaffung... - von daher darf sie im Verbrauch auch teurer sein. Wenn Gas geht/ginge, darf man sich aber eigentlich nicht die Proxon ins Haus holen. Das wäre wohl unwirtschaftlich.

Ich wollte FBH und Lüftung - also kam wirtschaftlich gesehen nur die LWZ damals in Frage. Erdwärme wäre viel zu teuer gewesen... Den Mehrpreis könnte ich nie wieder über niedrigeren Verbrauch reinholen.

Gruß
Jochen
Wir bauten ein FlairPlus 200 auf Bodenplatte; mit Wintergarten und Carport...

Werkvertrag: Januar 2010
Hausmontage: November 2010
Einzug: Februar 2011

fingerhut
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Re: Verbrauch Proxon Lüftungsheizung

Beitrag von fingerhut » Mi 18. Feb 2015, 01:14

Hallo hommy_1983,
kannst Du vielleicht noch Deine Beweggründe für die Proton Lüfterheizung erläutern? Wo liegt Deiner Meinung nach der Vorteil gegenüber Wärmepumpensystemen, die FingerHaus anbietet?
Da der Verbrauch aufgrund der Wärmeträgers Luft höher ist als bei Wasser..wie schlägt sich das in der Energiebilanz nieder (Primär vs. Endenergie)? Ist das System kfw-förderfähig?
Wie Du schon erwähnt hast, sind deine 3000 kWh dem Umstand des extrem milden Winters geschuldet. Ich hatten im selben Zeitraum einen Verbrauch von 1880 kWh inkl. Lüftung mit LWZ303i auf 130 qm beheizter Wohnfläche. Letztlich lohnt so ein System nur, wenn es a) erheblich günstiger als der Einbau einer LWZ mit FBH ist b) und man rechnet daß es nur alle 5 Jahre mal einen strengen Winter gibt. In Zeiten von steigenden Abgaben auf Strom, würde ich an Deiner Stelle mit dem Solarunterstützung nicht mehr so lange warten.
Wir bauTen ein VIO100 mit WW-Keller in Berlin. Status: 2007 eingezogen. Konstante Umgestaltung zum Wohnkeller (fast komplett und an FBH angeschlossen) und permanenten Aussenbereichsentwicklung!

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Bernd
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Re: Verbrauch Proxon Lüftungsheizung

Beitrag von Bernd » Mi 18. Feb 2015, 09:05

Hier mal die Vorstellung der Heizung von FH:

http://www.fingerhaus.de/ausstattung/he ... ng-proxon/

Also ist das Teil wirklich eine reine "Luftheizung"?
Da wird also nur die Luft erwärmt, und damit dann die Räume geheizt?!
Ok, meine Eltern haben soetwas in ihrem 35 Jahre alten Holzfertighaus (allerdings mit Ölbrenner ;) ), und das war vom heizen her nie ein Problem.
Mir persönlich würde da aber eines ganz stark fehlen, der warme Fußboden durch die FBH.

Und noch eine weitere Frage: Mit was für einer Temperatur wird denn die Luft in die Räume geblasen und was für einen Luftdurchsatz hat die Anlage?
142m² Eigenplanung mit Pultdach, WiGa, Podesttreppe, Gallerie und im kompletten OG Dach = Decke
auf 4.998m² Grundstück
LWZ303 Integral, Kamin, KFW55
22.05.2012 aufgestellt
09.09.2012 eingezogen

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Verbrauch Proxon Lüftungsheizung

Beitrag von flowere » Mi 18. Feb 2015, 09:18

Schwörer hat uns die Heizung so erklärt: Das ist wie ein Fön, der warme Luft in den Raum bläst ;-)

Sauerländer
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Re: Verbrauch Proxon Lüftungsheizung

Beitrag von Sauerländer » Mi 18. Feb 2015, 15:23

Das scheint die Lieblingsheizung von Schwörer zu sein. ;)

Bei uns ist Schwörer in erster Linie wegen der Luft-Luft Wärmepumpe aus der engeren Wahl rausgeflogen.
Die Nachteile für uns waren :

- keine Fußbodenheizung
- extrem trockene Luft
- keine Möglichkeit, die Heizung irgendwann mal umzurüsten,
da keine wasserführenden Systeme vorhanden
- relativ ineffizient

Engelchen1980
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Verbrauch Proxon Lüftungsheizung

Beitrag von Engelchen1980 » Do 19. Feb 2015, 00:16

Hallo,

Ich habe auch die Proxon 'Heizung' eingebaut.
Verbrauch 2014 = 2077KWH.

Wir haben aber einen Ofen im Wohnzimmer.

Ich hab die Anlage nur eingebaut, weil ich im Haus meines Schwagers die Anlage gesehen habe und auch die Verbrauchswerte.

Gruß

Thommy_1983
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Re: Verbrauch Proxon Lüftungsheizung

Beitrag von Thommy_1983 » Do 19. Feb 2015, 14:31

Hallo fingerhut

Also meine Beweggründe waren relativ einfach. Ich war von dem Gesamtpaket der Proxon Anlage von Anfang an überzeugt und wollte ein alternatives Heiz- bzw. Lüftungssystem nutzen. Klar ist der Ansatz ein anderer wir bei einer klassischen Fussbodenheizung und fast jeder Rät dir mit den verschiedensten Begründungen von dem System ab. Aber mir war/ist das egal. Die Realität spricht für mich eine andere Sprache. Klar habe ich vermutlich monatlich mehr Energiekosten (aktuell ca 55€) wie bei einem wassergeführten System mit Gasbrenner oder Wärmepumpe (LWZ, etc.) aber das macht mir nichts aus. Ich denke, die Vorteile brauche ich hier nicht im Einzelnen aufzählen, die kann man gerne hier nachlesen: http://www.wohlfuehlwaermetechnik.de/wo ... index.html
Dort werden auch die meisten deiner Fragen beantwortet.

Habe diesen Thread allerdings nicht als Anlass für eine Grundsatzdiskussion über Heizsysteme eröffnet, sondern um Erfahrungen von Proxon-Besitzer für Proxon-Besitzer zum Stromverbrauch oder der richtigen Regelung/Einstellung der Anlage zusammenzutragen.

Thommy_1983
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Re: Verbrauch Proxon Lüftungsheizung

Beitrag von Thommy_1983 » Do 19. Feb 2015, 14:37

Hallo Engelchen1980,

wie oft hattest du denn deinen Ofen während des Winters an? Täglich oder eher nur sporadisch?
Und mit welchen Einstellungen fährst du im Frühling/Sommer/Herbst?

Engelchen1980
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Re: Verbrauch Proxon Lüftungsheizung

Beitrag von Engelchen1980 » Do 19. Feb 2015, 23:39

Hi,

also bei +3Grad hatten wir ihn eigentlich immer 2-3h brennen.
Nicht länger sonst muss ich die kurzen Hosen auspacken.

Die Temperatur steht bei uns auf 22 Grad.
Zusatzheizung läuft bei uns im Kinderzimmer.

Die anderen Räume haben ca. 19 Grad. Komm also nicht ganz an deine 20 Grad ran.
Bis aufs Büro sind das bei uns im Moment eh nur Abstellräume...

Im Sommer läuft die Lüftung nur Nachts für 4h. Wobei das nicht wirklich viel bringt.
Evtl. hol ich mir doch noch die Sommerbox ohne Wärmetauscher.

Hast du den Wartungsvertrag von Zimmermann gemacht?
Wir nicht.

Gruß

Thommy_1983
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Re: Verbrauch Proxon Lüftungsheizung

Beitrag von Thommy_1983 » So 22. Feb 2015, 10:47

Also wir haben auch keinen Wartungsvertrag abgeschlossen. Davon hat mir sogar der Proxon-Techniker abgeraten. Er meinte das wäre unnötig. Wir sollten einfach nach einem Jahr nach Inbetriebnahme eine Wartung durchführen lassen und dabei dem Techniker auf die Finger schauen. Dieser reinigt überwiegt die einzelnen Zu- und Ablufauslässe sowie im inneren der Anlage verschiedene Teile. Diese Tätigkeiten kann man auch selbst erledigen. Die Prüfung des Kältemittels oder die korrekte Funktion der einzelen elektronischen Komponenten würde ich jetzt nicht selbst machen, dafür reicht es aber wenn man ca. alle drei Jahre eine Wartung durchführen lässt. Vorrausgesetzt deine Anlage läuft störungsfrei.

Welche Einstellung habt Ihr denn bei eurem Warmwasserspeicher gewählt? T-Soll bzw. T-Min? Habe in letzter Zeit die Einstellungen etwas angepasst. Momentan habe ich T-Soll auf 45 Grad (ursprünglich 48 Grad) und T-Min auf 40 Grad (ursprünglich 43 Grad) eingestellt. Für unseren zwei Personenhaushalt reicht das aktuell völlig aus.

Engelchen1980
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Re: Verbrauch Proxon Lüftungsheizung

Beitrag von Engelchen1980 » Di 24. Feb 2015, 20:35

So ähnlich hab ich mir das wegen dem Wartungsvertrag auch gedacht.

Also ich hab nur die T-Soll auf 45 Grad geändert. Alle anderen Parameter hab ich so gelassen.
Habt ihr die Sommerbox im Einsatz?

Gruß

Thommy_1983
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Re: Verbrauch Proxon Lüftungsheizung

Beitrag von Thommy_1983 » Do 5. Mär 2015, 11:50

Nein, wir haben keine Sommerbox im Einsatz. Uns wurde gesagt diese frisst nur viel Strom bei recht geringem Nutzen.
Nutzt ihr diese und falls ja, wie groß ist der "Kühleffekt"?

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