Einstellungen LWZ

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Bernd
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Re: Einstellungen LWZ

Beitrag von Bernd » Fr 9. Feb 2018, 11:54

Und was war da vorher für eine Heizung drin?
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DGerner
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Re: Einstellungen LWZ

Beitrag von DGerner » Fr 9. Feb 2018, 12:03

Es handelt sich um ein Neubau im Stadtvillen Stil.
Im gesamten Haus ist Fussbodenheizung verlegt im Abstand von 10cm; im Bad 5cm.

BigNose82
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Re: Einstellungen LWZ

Beitrag von BigNose82 » Fr 9. Feb 2018, 13:35

Das ist schonmal top!
Sind die Auslegungsparameter zur Leistungsoptimierung des Verdichters schon an die Heizlast und Auslegungstemperatur des Hauses angepasst worden? Wobei eine massive Fehleinstellung nur indirekt einen derart hohen Verbrauch produzieren kann.
Die Vermutung ist und bleibt erstmal der Tauchsieder. Die Laufzeiten davon beinhalten auch die Estrichtrockung. Oder hast du zufällig neben den Zählerablesungen auch die Stände für

- Verdichter Heizen [h]
- NHZ Heizen [h]
- Verdichter WW [h]
- NHZ WW [h]
- Verdichterstarts

oder noch besser ein dauerhaftes Logging? Wenn nicht, bitte zumindest ab jetzt die Werte notieren
Obwohl die Ursache wahrscheinlich eine gaaaaanz einfach abzustellende sein wird, ist es immer schwierig sich mit nur ein paar Parameterfragmenten und "uuuaaahhh wir verbrauchen zu viel!!" vor zu tasten :-)
Wenn wir schonmal wissen, was wie lange läuft und wie oft der VD losorgelt, gibt das schonmal einen weiteren Aufschluss.

In deinem Eröffnungspost steht Vorlauf 36 °C (das wirkt nur als Begrenzung) und Nachlauf 28 °C. Sind das die aktuellen Istwerte während du abgelesen hast, oder die Begrenzung der beiden Werte aus dem Menü? (Nachlauf = Rücklauf nehme ich an? Oder handelt es sich um eine Zeit)
Wenn der Rücklauf auf 28 °C begrenzt ist, ist das eher ungünstig. Diese Begrenzung kannst du ohne weiteres auf 10 °C runter setzen.
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Re: Einstellungen LWZ

Beitrag von DGerner » Fr 9. Feb 2018, 13:48

Danke schon mal vorab für bisherigen Antworten.
Die Parameter wurden noch nicht an das Haus abgeglichen. War ja bisher nur der Heizungsinstallateur da.
Vor und Rücklauf lese ich ab unter Info.
Die Estrichtrocknung lief über Baustorm. Unser Zähler wurde danach erst eingebaut.
Ich werde heute nochmal alle Werte aufschreiben und Sie dann morgen posten.
Vielleicht erkennt man dadurch etwas.

Eine Frage hätte ich noch.
Was ist eigentlich Effizienter.
Eine Kleine Spreizung bei höherem Volumenstrom.
oder große Spreizung bei niedrigem Volumenstrom.
Bevor ich an der Pumpendrehzahl rumgedreht habe, hatte ich vor- und rücklauftemperaturen von 28-26°. Also eine Spreizung von 2 grad bei einem Volumenstrom 24L/min.

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Re: Einstellungen LWZ

Beitrag von BigNose82 » Fr 9. Feb 2018, 14:07

Ersteres :-)
Da ist der Temperaturhub gegenüber der Quelle, bei gleicher transportier Wärmemenge, geringer. Allerdings gibt es zwei gegenläufige Graphen. Der eine zeigt die Einsparung durch den geringeren Temperaturhub, der andere die steigende Heizkreispumpenleistung um die kleinere Spreizung zu erreichen. Ab dem Schnittpunkt verlierst du wieder.
Ideal wäre eine unendlich kleine Spreizung. Solange allerdings nicht das supraleitende Rohr erfunden wurde, geht die Pumpenleistung dann ebenfalls ins unendliche :roll:
Der Daumenwert ist 5 K bei etwa 0 °C AT.
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Re: Einstellungen LWZ

Beitrag von DGerner » Fr 9. Feb 2018, 14:19

Also Volumenstrom so anpassen das die Spreizung bei 0 grad 5 k beträgt.

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Re: Einstellungen LWZ

Beitrag von BigNose82 » Fr 9. Feb 2018, 14:32

Wie gesagt, das ist der grobe Daumenwert und auch der Wert (zumindest die 5 K, nicht die AT) bei dem die Wärmeleistung nach EN14511 (blabla ;-)) ermittelt wird.
Genau gesagt, ist für deine LWZ der Nennvolumenstrom für A7/W35 und einer Spreizung von 5 K angegeben. W35 ist aber schon utopisch ;-)
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abu
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Re: Einstellungen LWZ

Beitrag von abu » Sa 10. Feb 2018, 11:07

Moin zusammen,

erstmal vielen Dank für diesen sehr informativen, aber auch seeehr langen Thread :-). Ich habe mir nun alle 106 Seiten durchgelesen und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass unsere Heizung noch etwas Optimierungspotential hat (bzw. haben muss, s. weiter unten).

Also, erstmal die bisherigen Eckdaten in Kurzform:
- 2016/2017 gebaut (mit Architekt)
- KfW-55
- FBH
- 150m² Flachdach-Bungalow
- Eingezogen Februar 2017
- Stiebel Eltron 304 Trend, also kein Solar, etc.
- Nach kleinen Einstellungen der Heizkurve (ohne Kenntnis dieses Threads) über den Winter zufrieden mit den erreichten Zimmer-Temperaturen (Ess-/Wohnzimmer um die 22°)

Am 07.02. ist die Heizpumpe dann mit der Fehlermeldung 03 (Hochdruckwächter) ausgestiegen, was dann am 08.02. morgens - womöglich zusammen mit den weiteren Faktoren (s.u.) - zu einer Zimmertemperatur von 21,1°, geführt hat; mögliche weitere Faktoren(?):
- Seit dem 06.02. morgens die Lüftung in zwei Stufen verringert (125=>100=>90)
- Seit dem 06.02. morgens immer 0° oder knapp unter 0° Außentemperatur, vorher immer darüber (zumindest morgens)

Reset (Ich musste zur Arbeit) => Heizung lief erstmal wieder, aber:
Am 08.02. dann morgens eine Innentemperatur von 20,1°, Soll-HK1 von 33° wird trotz Dauerlauf des Verdichters nicht erreicht (HK1-ist bleibt unter 30°). Ich habe dann zähneknirschend den Bivalenzpunkt von -10° auf 5° gesetzt, was dann auch zur Erhöhung von HK1-Ist geführt hat. Diesen habe ich dann aber mit dem Wissen, dass mit Zusatzheizung die gewünschte Zimmertemperatur wohl wieder erreicht werden würde, aber eben mit der Gefühl, dass das eigentlich nicht nötig sein sollte – nachmittags wieder ausgeschaltet und diesen Thread gelesen. Abends hatten wir dann eine Zimmer-Temperatur von knapp über 21°.

In der Nacht war ich dann voller Zuversicht, dass eine Optimierung meiner Heizung zu dem gewünschten Ergebnis (warm ohne Zusatzheizung :-) ) führt und habe folgende Dinge geändert:

- Heizung
o Rückstrom-Ventil von 4 auf Max. (Ich glaube 7) gestellt
o Pumpe von 80% auf 57% (Volumenstrom nun 14,1 statt ich glaube 19,4 oder so)
o Durchfluß der Heizkreise hat sich daraufhin geändert, ich habe diese dann wieder weitestgehend so eingestellt wie ich es zuvor markiert hatte
o Anteil Vorlauf 30%=>0% (ERR/Stellantriebe habe ich nicht)
o Die Heizkurve habe ich bewußt erstmal nicht verändert, das würde ich dann machen, wenn die Butze wieder warm ist:
- Raumtemperatur HK1: 21,8°
- Fußpunkt: 3,5
- Steigung: 0,36

- Lüftung
o Nachts 90=>80
o Tag 90=>120 (08:00-19:00)

- Warmwasser (Vorher dauerhaft 46,5°; Hysterese 2)
o 14:00-16:00: 42,5°; Hysterese: 2,5
o Sonst 10°
o Zirkulationspumpe war und ist aus (wird manuell bei Bedarf eingeschaltet)

Kurze Zwischenfragen: In der SE-Anleitung ist ein Diagramm abgebildet, wonach mit Wärmerückgewinnung die Leistung höher ist als ohne (logisch). Das gilt dann aber nur in Zusammenhang mit der Lüftung, oder? Aber bei welcher Lüftungsstufe gilt das dann?

Leider dann heute morgen die Ernüchterung (auch wenn ich weiß, dass das ein träges System ist, aber es hätte doch wenigstens ein bisschen in die richtige Richtung gehen können?):

- Ist-HK1 erreicht weiterhin nicht die Soll-HK1
- Zimmertemperatur 21,1° (Die hatte es aber gestern abend auch schon)
- Aktuelle Werte (9:30):
o Aussentemperatur: 3,2°
o Istwert HK1: 29,9°
o Sollwert HK1: 32,2°
o Vorlauf: 34,3°
o Rücklauf: 29,8°

So, ich hoffe, ich habe nichts vergessen…

Habt Ihr Tipps, was ich ändern kann, damit das Haus wieder warm wird (ohne Zusatzheizung)? Oder braucht Ihr noch weitere Infos?

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Re: Einstellungen LWZ

Beitrag von BigNose82 » Sa 10. Feb 2018, 13:41

Hallo abu!
Was du bisher umgesetzt hast, hört sich schon alles ganz vielversprechend an. Allerdings sind die Hochdruckstörungen bedenklich. Wir setzen jetzt einfach erstmal voraus, dass die LWZ für deinen Bau passend dimensioniert ist... Die Fehlerbeschreibung in der BA ist etwas irreführend. Es geht tatsächlich nicht um Überdrück im Heizkreis, sondern um Überdruck im Kältekreis. Eine Verstopfung im Heizkreis kann diesen allerdings indirekt auslösen. Daher steht, man solle den Heizwasserfilter überprüfen. Außerdem auch wieder schön der Hinweis, dass die verk**kte ERR "Schuld" dran haben kann. Aber die hast du ja vernünftigerweise schon raus genommen. Sehr gut auch, nicht alles auf einmal zu verändern, sonst weiß man hinterher gar nicht mehr, was abgeht :-)

Poste nochmal bitte folgende Werte mitten aus einem Heiztakt. Wichtig: NICHT während oder einige Minuten nach der WW-Bereitung oder Abtauung!

- Heißgastemperatur
- Hochdruck
- Niederdruck
- Verdampfertemperatur
- VL
- RL

Da du 100 % rücklaufgeregelt fährst und unter der Annahme der richtigen Dimensionierung, müsste die Hütte bei deiner Heizkurve glühen. Der Rücklauf (Spreizung sieht mit 4,5 K top aus!) ist in dem Fall ja gleich Istwert. D.h. die Anlage soll gerade 32,2 °C Rücklauf machen. Plus Spreizung ist das schon ein extremer Vorlauf. Kann mich nicht erinnern, dass der Vorlauf selbst ohne Optimierung bei uns mal über 33 °C war :-)

Die "Schönrechnerei" der Verdichterleistung mit WRG ist nichts anderes als - siehe vorne ;-) Es wird halt eingerechnet, wieviel Wärmemenge durch den WT im System (Haus) bleibt und einfach oben drauf geschlagen. Naja...
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Re: Einstellungen LWZ

Beitrag von abu » Sa 10. Feb 2018, 14:49

Hallo Bignose82,

erstmal danke, dass Du Dich so schnell meldest :-)

Wo Du das mit der Verstopfung so schreibst, fällt mir ein, dass ich das ja auch noch untersuchen wollte... In der Anleitung steht ja als mögliche Ursache: "Der externe Filter im Rücklauf ist verstopft". Wo befindet sich dieser? Ist das in der Anleitung irgendwo beschrieben? Habe da auf Anhieb nichts gefunden...

Dass die Heizung richtig dimensioniert ist, hoffe ich auch, zumal der Heizungsinstallateur zunächst die 403 angeboten hatte, dann aber (nach Rücksprache - "die 403 ist nicht mehr lieferbar; die 304 reicht aus") die 304 geliefert hat...

So, hier die aktuellen Ist-Werte (13:40):

- Zimmertemperatur: 21,5° (liegt aber auch daran, dass der Raum tagsüber bewohnt ist...)
- Aussentemperatur: 5,1°
- Istwert HK1: 30,2°
- Sollwert HK1: 31,6°
- Vorlauf: 34,9°
- Rücklauf: 30,3°
- Druck Heizkreis: 1,5bar
- Volumenstrom: 13,6l/min

- Heißgastemperatur: 73,8°
- Hochdruck: 13,95bar
- Niederdruck: 3,83bar
- Verdampferausg. Temp.: 0,7°

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Bernd
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Re: Einstellungen LWZ

Beitrag von Bernd » Sa 10. Feb 2018, 16:39

Du schreibst immer "Zimmertemperatur".
Hast du einen Temperaturfühler für die Zimmertemperatur angeschlossen?
Das haben hier die wenigsten.
Damit lässt sie noch ein bisschen mehr regeln.
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Re: Einstellungen LWZ

Beitrag von abu » Sa 10. Feb 2018, 17:10

Moin Bernd,

ja, derzeit habe ich einen Temperatursensor in den Rahmen eines Tasters gebastelt. Der Sensor wird über den 1-wire-bus mit einem Raspberry Pi ausgelesen und auf dem Display eines KNX-Tasters angezeigt.

Derzeit habe ich das nur im Wohn-/Eßbereich, auch um damit die Heizkurve anzupassen. Über kurz oder lang ist das dann auch in weiteren Räumen geplant. Ob ich das dann nur zu Info-Zwecken mache oder das dann auch tatsächlich verwende, um die Heizung automatisch zu steuern, wird sich zeigen, genauso, inwieweit ich die im Boden eingebauten Temperatursensoren (In jedem Zimmer einen, auch per 1-Wire/Raspberry Pi auslesbar) für die Regelung verwenden werde...

Bevor ich mich damit näher befasse, will ich aber erstmal die Heizung mit dem Raspberry einlesen und Kleinigkeiten (Warmwasser jetzt an für die abendliche Wanne oder die Lüftung steuern (höhere Stufe wenn der Trockner läuft oder nach Luftgüte (habe ich noch keinen Sensor)).

Aber das sind alles "Spielereien" für später bzw. Feintuning; da gabs in diesem Thread ja auch schon den einen oder anderen Hinweis (=>fhem)

Jetzt muss die Heizung erstmal vernünftig laufen...

Zurück zum eigentlichen Thema :-):

Die Warmwasserzubereitung hat nun das erste mal zur geplanten Zeit zugeschlagen, das hat also schonmal funktioniert. Da werde ich jetzt beobachten, ob das zu unseren "Wassergewohnheiten" passt - morgens 1x Dusche und ca. 1x die Woche abends eine Badewanne...

Die Zubereitung hat bei 45° aufgehört und ist dann noch auf 46,1° gestiegen. Der Verdichter ist danach nicht nochmal angesprungen...

Hier nochmal die aktuellen Werte von 16:00 - falls die im derzeitgen Zustand überhaupt relevant sind:

- Zimmertemperatur: 21,6° (es wird also langsam wieder; das wäre jetzt so ca. die untere Toleranzgrenze, aber es ist draußen derzeit eben auch nicht mehr so kalt...)
- Aussentemperatur: 5,3°
- Istwert HK1: 27,6°
- Sollwert HK1: 31,4°
- Vorlauf: 29,3°
- Rücklauf: 27,7°
- Druck Heizkreis: 1,6bar
- Volumenstrom: 0l/min

- Heißgastemperatur: 37°
- Hochdruck: 7,43bar
- Niederdruck: 8,41bar
- Verdampferausg. Temp.: 27°

Zudem wird mir nun angezeigt, dass ich die Filter reinigen/austauschen soll. Das werde ich jetzt erstmal tun...

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Re: Einstellungen LWZ

Beitrag von BigNose82 » Sa 10. Feb 2018, 18:22

Die Werte vom ersten Post sehen top aus. Die Drücke passen, Heißgas mit um die 70 °C und Verdampfertemp ebenfalls. Die errechnete Leistung aus Spreizung, Vol.-Strom und AT passen auch zusammen. Nach P=m*c*dT produzierte deine Anlage in dem Moment rd. 4,4 kW(th). Die Anzeigen springen allerdings etwas hin und her und wie genau die RL-Temp und AT gemessen werden, wissen wir auch nicht. Auf jeden Fall liegst du relativ nah an der Kennlinie. 10 % Abweichung nur mit den (relativ ungenauen) Werten der internen Messtechnik ist kein Problem. Kam die Hochdruckabschaltung denn als die ERR noch aktiv war?
01.PNG

Ansonsten kann es schon eher sein, dass die Anlage es mit dem VD alleine tatsächlich nicht schafft. Hast du eine Heizlastberechnung vorliegen? Welche Heizlast wurde errechnet?

Die externe Temp.-Messung würde ich nur als Anzeige nutzen. Finde die Heizkurve, die zu deinem Haus passt, gleiche die Hydraulik entsprechend deiner Wünsche ab und überlasse die Regelung der Anlage als Regler, der AT als Führungsgröße und dem RL als Rückmeldung. Einfacher kann man einen Regelkreis nicht realisieren. Alles, was sonst noch da rein funkt ist eine Störgröße und muss kompensiert werden.
Aber der Abgleich und die Hydraulik sind auch aktuell nicht das primäre Problem, oder?

WW sollte für eine Wannenfüllung reichen. Allerdings wird Abduschen danach je nach Wannengröße schon eng. Musst du ausprobieren. Ansinsten eine manuelle "Zusatzladung" starten.
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Re: Einstellungen LWZ

Beitrag von abu » Sa 10. Feb 2018, 19:30

Die Werte vom ersten Post sehen top aus. Die Drücke passen, Heißgas mit um die 70 °C und Verdampfertemp ebenfalls. Die errechnete Leistung aus Spreizung, Vol.-Strom und AT passen auch zusammen. Nach P=m*c*dT produzierte deine Anlage in dem Moment rd. 4,4 kW(th).
Das hört sich ja erstmal gut anz, zumal - wie ich gerade festgestellt habe - die Außentemperatur anscheinend einen Offset gebrauchen könnte: Heizung sagt 4,8; externes Thermometer sagt 0,4. Wenn man also das zugrundelegt, wären wir in den vergangenen Tagen in den Morgenstunden bei unter -5° gelandet, wo dann wohl der Einsatz der Zusatzheizung vertretbar wäre (oder?) Zudem könnte ich mir vorstellen, dass - wenn die Störung nicht aufgetreten wäre - der "Kälteeinbruch" im Haus gar nicht so schlimm gewesen wäre, weil sich nicht alles runtergekühlt hätte(?)

Kannst Du P=m*c*dT nochmal mit den zugrundeliegenden Zahlen füllen, dann kann ich das von Zeit zu Zeit auch nochmal selber berechnen...
Kam die Hochdruckabschaltung denn als die ERR noch aktiv war?
Nö, die hatte ich noch nie aktiv, soweit hatte ich mich damals beim Hausbau schon eingelesen, dass das eigentlich nicht nötig ist...
Ansonsten kann es schon eher sein, dass die Anlage es mit dem VD alleine tatsächlich nicht schafft. Hast du eine Heizlastberechnung vorliegen? Welche Heizlast wurde errechnet?
Das hatte ich befürchtet, wäre die 403 bzw. 404 dann doch die bessere Wahl gewesen? Das würde mich jetzt schon etwas ärgern... Wobei es mit den neuen Erkenntnissen zur Außentemperatur dann ja gar nicht sooo schlecht aussieht...

Ich wüsste nicht, dass mir mal eine explizite Heizlastberechnung untergekommen ist, oder ist das Bestandteil des Wärmeschutznachweises? Da gibts nämlich einige Berechnungen, die u.a. von zwei Heizungen ausgehen:

Wärmepumpe Luft/Wasser mit einer Nennleistung von 7kW (Das hat die 304 ja nicht, richtig?)
Zusatzheizung 7,5kW

Ansonsten ist das hier das, was ganz vorne als Ergebnis steht:
Endenergiebedarf: 20kWh/m²a
Primärenergiebedarf: 48kWh/m²a
Die externe Temp.-Messung würde ich nur als Anzeige nutzen. Finde die Heizkurve, die zu deinem Haus passt, gleiche die Hydraulik entsprechend deiner Wünsche ab und überlasse die Regelung der AT als Führungsgröße und dem RL als Rückmeldung.
So werde ich das voraussichtlich auch handhaben...
Aber der Abgleich und die Hydraulik sind auch aktuell nicht das primäre Problem, oder?
Nö, die Temperaturen sahen ja vor der "Kältephase" ganz gut aus (das Bad könnte wärmer sein, aber da ist laut Wärmepumpenauslegung (die übrigens überall von 20° ausgeht, weil ich sie erst im Nachhinein bekommen habe) auch ein Zusatzheizkörper mit 0,3kW eingeplant...)
WW sollte für eine Wannenfüllung reichen. Allerdings wird Abduschen danach je nach Wannengröße schon eng. Musst du ausprobieren. Ansinsten eine manuelle "Zusatzladung" starten.
Genau, dann drücke ich z.B. einen der freien Taster im Bad, um die Zusatzladung zu starten...

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Re: Einstellungen LWZ

Beitrag von abu » Sa 10. Feb 2018, 19:44

Ach ja, und bevor ich auch selber wieder vergesse, danach zu gucken ;-):
"Der externe Filter im Rücklauf ist verstopft". Wo befindet sich dieser? Ist das in der Anleitung irgendwo beschrieben? Habe da auf Anhieb nichts gefunden...
Wie siehts damit aus? Hat vielleicht jemand ein Foto?

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