Anschluss Terassentüren und Wintergartentüren

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Karle
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Re: Anschluss Terassentüren und Wintergartentüren

Beitrag von Karle » Mi 24. Jun 2015, 20:49

jeder wie er will ... :D

Fakt ist jedoch, dass gerade ohne Dachüberstand die Hauswand unten immer etwas feucht wird, da von den Platten das Wasser leicht hochspritzt (bevor es in die Platten rein läuft).

Je nachdem wie stark das ist muss man eben damit rechnen, dass man den Putz im Sockelbereich (außer der ist bspw. verklinkert) schneller austauschen bzw. reparieren muss (ohne dass das Haus selbst schaden nimmt ... dafür ist es ja hoffentlich abgedichtet).

Besonders schlimm ist das im Bereich von Einfahrten wenn noch Salz gestreut wird. Das zieht dann mit den Jahren wunderbar in den Putz ein und schädigt den (ist ja an der Terrasse in der Regel kein Problem).

Gruß

Karl
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bokomoso
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Re: Anschluss Terassentüren und Wintergartentüren

Beitrag von bokomoso » Mi 24. Jun 2015, 22:28

Fiziks hat geschrieben:Das Thema ist auch echt nervig finde ich. Fingerhaus tut dieses Thema schon ein bisschen vernachlässigen. Jeder erzählt was anderes...
Unser Bauleiter hat mir beim letzten Gespräch bezüglich dieses Themas auch mitgeteilt, dass man diese schwarze Abdichtung gar nicht mehr ausführt, wenn man mit Steinen direkt an die die Fassade will. Mein Nachbar hat genau diese Abdichtung aber noch drin. Sein Haus ist ein Jahr alt und unser Bauleiter sagt, Fingerhaus würde diese Abdichtung schon seit 2 Jahren nicht mehr machen. :(
Kürzlich sagte mir der FH-Kundenservice, dass seit Anfang 2014 diese Abdichtung an maximal zwei Hausseiten noch durchgeführt wird. Die hier behandelte Form der Sockelabdichtung dürfte damit immer noch ein Thema bei FH sein.

Wir haben die Sockelabdichtung an zwei Hausseiten aufbemustert und während der Bauphase vor Verputzen an den anderen beiden Seiten nachträglich beauftragt. Problem nur, dass bzgl. nachträglicher Anbringung alles mündlich besprochen und die Ausführung ebenfalls mündlich bestätigt war. Im Nachhinein habe ich keine Garantie auf die vorhandene Sockelabdichtung, weil es nichts Schriftliches dazu gibt. Habe ich auch hier kürzlich gepostet. :roll:

Neben der Abdichtung gibts von FH noch eine weitere Werksnorm. Dabei kann auch ohne Abdichtung eine ebene Fläche auf Höhe Haustüre und Terrassentüre bis an die Hauswand heran geschaffen werden, wenn diese Fläche direkt vor dem Haus mit Gitterrosten belegt wird, die auf in Kies eingebrachten Pflastersteinen sowie einem Rasenkantensein aufliegen. Im Endeffekt siehts aus wie bei einem Lichtschacht.
Luca hat geschrieben:Könnt ihr mir bitte mal eure Terrassenanschlüsse beschreiben bzw. Bilder schicken. Bin mir unschlüssig wie man dies macht.
Bei uns siehts inkl. Sockelabdichtung so aus. Entgegen der FH-Werksnorm und einer DIN-Norm haben wir keine Rinne gesetzt, obwohl keine Stufe vorhanden ist. Selbst bei einem kürzlichen Starkregen lief alles gemäß leichten Gefälle sauber vom Haus weg bzw. ist im Schotterplanum unter den Terrassenplatten versickert. Der Terrassenanschluss an den Terrassentüren ist jedoch auch an der etwas besser geschützten Traufseite.
IMG_20150525_140154.jpg
Terrassenanschluss inkl. Sockelabdichtung ohne Rinne (1)
IMG_20150525_140059.jpg
Terrassenanschluss inkl. Sockelabdichtung ohne Rinne (2)
Die Platten sehen noch etwas wüst aus, den Steinstaub vom Schneiden der Platten habe ich noch nicht entfernt.
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Rohaja
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Re: Anschluss Terassentüren und Wintergartentüren

Beitrag von Rohaja » Mi 24. Jun 2015, 22:51

Karle hat geschrieben:jeder wie er will ... :D

Fakt ist jedoch, dass gerade ohne Dachüberstand die Hauswand unten immer etwas feucht wird, da von den Platten das Wasser leicht hochspritzt (bevor es in die Platten rein läuft).

Je nachdem wie stark das ist muss man eben damit rechnen, dass man den Putz im Sockelbereich (außer der ist bspw. verklinkert) schneller austauschen bzw. reparieren muss (ohne dass das Haus selbst schaden nimmt ... dafür ist es ja hoffentlich abgedichtet).

Besonders schlimm ist das im Bereich von Einfahrten wenn noch Salz gestreut wird. Das zieht dann mit den Jahren wunderbar in den Putz ein und schädigt den (ist ja an der Terrasse in der Regel kein Problem).

Gruß

Karl
Dafür haben wir ja dunklen Sockelputz :D darunter ist ein Feuchtigkeitsschutzanstrich darunter Polysterol (nur im Sockelbereich) und darunter abgedichtete OSB-Platte (schwarz).
Btw unsere restlichen Außenwände werden ja auch nass im Regen ;).

Salz kommt mir nicht in die Einfahrt, für sowas gibt es Split, das tu ich weder der Umwelt, noch den Pfoten meines Hundes an. Abgesehen davon ist das verboten bis auf Dinge wo es nicht anders geht wie sehr glatte Treppen.

Unser Haushersteller hat auch was von Rinne gesagt, wollten wir aber nicht, Absprache mit Galaarchitektin bestätigte unsere Meinung, dass es auch ohne geht, zumal ich keine Lust habe die Terrassen in den Kanal zu entwässern (kostet) und wir müssen das auf der Fläche versickern, weil es gesammelt nicht versickert... also halt Porenpflaster + Gefälle, aber da auch bei Starkregen kein Wasserfilm drauf steht braucht man das Gefälle im Grunde nichtmal...
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Anschluss Terassentüren und Wintergartentüren

Beitrag von flowere » Do 25. Jun 2015, 06:05

Notwendig ist das Gefälle trotzdem. Die Platten werden nicht unbedingt ewig so gut versickern. Die Poren können sich mit der Zeit zusetzen und dann seid ihr froh das Gefälle zu haben. Bekannte haben da mit ihrem Pflaster solche Probleme. Die Poren haben sich zugesetzt und jetzt versickert der Regen nicht mehr richtig. Im Winter haben sie dann eine spiegelglatte Eisfläche, weil das Wasser drauf stehen bleibt.

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Re: Anschluss Terassentüren und Wintergartentüren

Beitrag von Fiziks » Do 25. Jun 2015, 09:06

Also ich muss Neo da vollkommen zustimmen. Das mit den Stufen vor der Tür geht gar nicht. Das sieht aus wie gewollt und nicht gekonnt. Natürlich ist dies die sicherste und kostengünstigste Variante. So wie Bokomoso es hat finde ich fast schon ein Muss bei nem Neubau. Meine Eltern haben wegen so einem Detail schon einmal ihr Haus gut verkauft bekommen, weil es eben alters- bzw. behindertengerecht ist. Ich persönlich finde solche Details sehr wichtig
Wir bauten ein Vio 300 mit 130cm Kniestock, technikfertig auf Bodenplatte mit Wintergarten, Erker, verändertem Grundriss und Garage mit Satteldach
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Re: Anschluss Terassentüren und Wintergartentüren

Beitrag von Rohaja » Do 25. Jun 2015, 09:36

flowere hat geschrieben:Notwendig ist das Gefälle trotzdem. Die Platten werden nicht unbedingt ewig so gut versickern. Die Poren können sich mit der Zeit zusetzen und dann seid ihr froh das Gefälle zu haben. Bekannte haben da mit ihrem Pflaster solche Probleme. Die Poren haben sich zugesetzt und jetzt versickert der Regen nicht mehr richtig. Im Winter haben sie dann eine spiegelglatte Eisfläche, weil das Wasser drauf stehen bleibt.
Ja, wurd uns auch gesagt, dass das Pflaster mit der Zeit schlechter funktioniert daher ja das Gefälle.
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Re: Anschluss Terassentüren und Wintergartentüren

Beitrag von robinson » Fr 26. Jun 2015, 01:00

Die 15cm Stufe hat sich ja nicht FH ausgedacht, um Bauherrn zu ärgern, sondern entstammt einer DIN-Norm.

Die höhengleiche Ausführung verstößt dagegen - ein guter GaLa-Bauer, wird sie nicht oder nur mit Haftungsausschluss ausführen. Eine Noppenbahn bringt da gar nix.... Bei Feuchtigkeitsschäden ist eine Gewährleistung gegenüber FH wohl ausgeschlossen.

Ein Vorteil der Stufe ist auch, dass nicht bei jedem mittelstarken Regen das untere Drittel der Terrassentüren dreckig wird.

Muss aber jeder selbst entscheiden - mich stört die Stufe 0,0.
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Anschluss Terassentüren und Wintergartentüren

Beitrag von flowere » Fr 26. Jun 2015, 05:59

So erinnere ich mich auch: Stufe, Rinne oder Holzterrasse. Wobei auch bei der Holzterrasse die 15 cm eingehalten werden müssen.

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Re: Anschluss Terassentüren und Wintergartentüren

Beitrag von Rohaja » Fr 26. Jun 2015, 07:49

Naja die befreundete Galabauarchitektin hat das ja nicht gemacht, sondern nur beraten und sie hat selber bei sich ebenerdige Anschlüsse.
Ich denke was in irgendeiner Norm steht zur Absichererung aller möglicher Risiken und was in der Praxis machbar ist, sind zwei verschiedene Dinge.
Man muss eben abwägen, was man möchte. Für uns ist so eine Stufe ein No-Go.
(Und ob die Türe vom Regen nass wird ist egal, Hundi drückt eh die Nase dran, somit is die dann eh dreckig ;))
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Re: Anschluss Terassentüren und Wintergartentüren

Beitrag von Rapunzel » Fr 26. Jun 2015, 16:20

robinson hat geschrieben:Ein Vorteil der Stufe ist auch, dass nicht bei jedem mittelstarken Regen das untere Drittel der Terrassentüren dreckig wird.
Wird die Stufe vom Regen verschont???
Flair 220, KFW55, schlüsselfertig mit Wintergarten, Balkon, Plewa Unitherm, LWZ 303i, Homeway Evolution auf Bodenplatte und Garage 3m x 9m
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Re: Anschluss Terassentüren und Wintergartentüren

Beitrag von Rohaja » Fr 26. Jun 2015, 16:57

Rapunzel hat geschrieben:
robinson hat geschrieben:Ein Vorteil der Stufe ist auch, dass nicht bei jedem mittelstarken Regen das untere Drittel der Terrassentüren dreckig wird.
Wird die Stufe vom Regen verschont???
Eigentlich nicht, ich hatte das so verstanden, dass sie durch einen Dachüberstand geschützt ist? :denk

Rauf- und Runterfahrbare Terrasse wäre doch mal was :D so elektrisch und so

Aber mal ehrlich, an dreckigen Fenstern ist noch keiner gestorben. Solange man durchgucken kann, sind die sauber genug :huepf .
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Re: Anschluss Terassentüren und Wintergartentüren

Beitrag von Rapunzel » Fr 26. Jun 2015, 17:36

Dachüberstand ist doch auch ohne Stufe vorhanden.
Wir haben einen Balkon darüber, da wird dann überhaupt nichts nass.
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Re: Anschluss Terassentüren und Wintergartentüren

Beitrag von ChristianM » Sa 27. Jun 2015, 09:25

flowere hat geschrieben:So erinnere ich mich auch: Stufe, Rinne oder Holzterrasse. Wobei auch bei der Holzterrasse die 15 cm eingehalten werden müssen.
Echt, auch bei einer Holzterrasse? Wir wollten unsere Holzterrasse auf Höhe der Oberkante der Fensterbank bauen und einen Weg auf gleicher Höhe ums halbe Haus zur zweiten Terrasse laufen lassen.

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Anschluss Terassentüren und Wintergartentüren

Beitrag von flowere » Sa 27. Jun 2015, 10:39

Wir haben die auch ebenerdig. Allerdings darf nur bis 15 cm angefüllt werden. Unsere Terasse deshalb sitzt auf Steinen. Unser Bauleiter war wegen eines Mangels nach Einzug noch einmal bei uns und dort haben wir es vor Ort noch einmal mit ihm besprochen. Er bestätigte uns, dass entweder die komplette Hausseite abgedichtet sein muss oder dass man die Terrasse 15cm über den Schotter setzen muss.

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Re: Anschluss Terassentüren und Wintergartentüren

Beitrag von Bernd » Sa 27. Jun 2015, 11:45

Ich habe unsere WPC-Terrasse auch auf die gleiche Höhe wie innen gesetzt. Bin also auch über die Fensterbänke gegangen. Dadurch bin ich ja fast 15cm über der Tropfkante.
Zwischen Tropfkante und dem Schotterboden habe ich aber 30cm Luft gelassen.
Nach meinem technischen Verständnis sollte die Tropfkante dadurch sogar noch trockener bleiben.
Wichtig ist bei einer solchen Konstruktion natürlich, dass der Bereich unter der Terrasse und eben auch im Bereich der Tropfkante gut belüftet ist.
142m² Eigenplanung mit Pultdach, WiGa, Podesttreppe, Gallerie und im kompletten OG Dach = Decke
auf 4.998m² Grundstück
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22.05.2012 aufgestellt
09.09.2012 eingezogen

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