undichte Fenster

Kosten, Einzug, Nachbarn, Grillen.....
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zuckerl
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undichte Fenster

Beitrag von zuckerl » Mi 10. Feb 2016, 20:42

Hallo an alle

muss mir gerade mal Luft machen.

Habe gestern erneut! festgestellt, dass unsere Holzfenster (Zweifachverglasung, fest verglast) undicht sind. Regen wird bei starkem Wind aussen zwischen Glas und Silikonfuge gedrückt und läuft dann irgendwo innen am Rahmen auf den Boden / das Fensterbrett.
Das Problem ist auch schon an anderen Fenstern aufgetreten (sowohl an fest verglasten als auch an Flügelfenstern) und immer auf der selben Hausseite. Zwei mal wurde dies durch den Kundendienst von Fingerhaus bzw. der Firma Münkel behoben - neue Silikonfuge.

Heute erhielt ich einen Anruf aufgrund meiner gestrigen Mail. Die Bauabnahme und Einzug waren im Nov. 2009. Somit liegen wir nun ausserhalb der Gewährleistung. Die Dame vom Kundendienst sollte uns nach Rücksprache mit ihren Kollegen / Chefs mitteilen, dass Silikonfugen = Wartungsfugen sind und Fingerhaus lediglich bereit wäre, uns das Material zu schicken - ein Kundendienst wird nicht rausgehen.

Wir (mein Mann und ich) haben um ein Telefonat mit ihrem Vorgesetzten gebeten - die Telnr. haben wir nicht erhalten. Sie richtet es aus. Wir warten....

Wir wollen uns mit dieser Vorgehensweise / Aussage nicht zufrieden geben weil:

1. genau diese Fenster bereits 2013 nachgebessert wurden. Startet da die Gewährleistung nicht neu?

2. unserer Meinung nach eine Silikonfuge an Fenstern aussen länger als 2-3 Jahre dicht halten sollte, oder?

3. wir das in Eigenleistung sicher auch nicht besser hinbekommen würden als ein "Fachmann". Dann brauchen wir aber auch kein Material - so teuer ist das dann auch nicht - da wir dann sowieso eine Firma kommen lassen müssen.

Was sagt ihr dazu? Hat jemand ähnliche Probleme? Wer bessert seine Silikonfugen an Fensterscheiben alle 3-6 Jahre aus, weil diese dann undicht werden?

Freue mich auf Antworten.

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Re: undichte Fenster

Beitrag von SJS » Mi 10. Feb 2016, 21:06

Also normalerweise haben die Fensterrahmen eine Öffnung nach außen (!), durch die eingedrungenes Wasser ablaufen kann (welches sich z.B. durch zu wenig Pressung der Dichtung an einem Flügel bei Wind durchpressen kann). Wenn diese Löcher nicht verstopft sind, sollte das funktionieren.

Was Du beschreibst, hört sich eher nach einer Undichtigkeit zwischen Fensterrahmen und der Silikonabdichtung am Fensterbrett an (und nicht zwischen Glas und Silikonfuge). Ich bin jetzt kein Jurist, aber nach einer Maßnahme zur Mängelbeseitigung müsste zumindest wieder eine neue Gewährleistungsfrist für die getätigte Maßnahme loslaufen. Das die Eindichtung von Fenstern "Wartungsfugen" sind, habe ich noch nicht gehört und ich kenne auch niemanden, der diese regelmäßig erneuert....

EDIT: Die VOB besagt folgendes:
"Nach Abnahme der Mängelbeseitigungsleistung beginnt für diese Leistung eine Verjährungsfrist von 2 Jahren neu, die jedoch nicht vor Ablauf der Regelfristen nach Nummer 4 oder der an ihrer Stelle vereinbarten Frist endet."

Quelle: http://www.baurecht.de/vob.html#Maengelansprueche
Beste Grüße,
Stefan

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Re: undichte Fenster

Beitrag von zuckerl » Mi 10. Feb 2016, 21:17

Wow, das ging ja schnell.

Also liegen wir richtig mit unserer Vermutung, dass Fingerhaus hier leider versucht, sich aus der Verantwortung zu stehlen.

Wir hoffen ja, dass sich der Herr L... (Abteilungsleiter) noch diese Woche bei uns meldet.

Es ist def. Wasser zw. äusserer Silikonfuge und Glasscheibe. Es handelt sich ja diesmal wieder um ein fest verglastes Fenster welches sich nicht öffnen lässt, also auch keine Ablauflöcher hat.

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Re: undichte Fenster

Beitrag von zuckerl » Mi 10. Feb 2016, 21:21

Hab versucht, ein Bild hochzuladen. War zu groß.
Probiere es noch mal.
IMG_2402 klein.jpg

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Re: undichte Fenster

Beitrag von SJS » Mi 10. Feb 2016, 21:24

Hmmm, wenn der letzte Versuch zur Mängelbeseitigung in 2013 war, sind die 2 Jahre aber um...

Es gibt da aber auch etwas anderes: sog. anerkannte Regeln der Technik. Die wurden hier scheinbar nicht angewendet, denn ein Fenster sollte länger als 3 Jahre dicht sein (gerade wenn es sich um ein feststehendes Bauteil handelt). Das ist dann aber ein Fall für den Anwalt....irgendein User hier war doch RA...vielleicht kann der helfen.
Beste Grüße,
Stefan

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Re: undichte Fenster

Beitrag von SJS » Mi 10. Feb 2016, 21:26

Zum Bild: das ist jetzt aber außen, oder regnet es bei Euch rein (Tropfen an der Scheibe innen)?
Beste Grüße,
Stefan

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Re: undichte Fenster

Beitrag von zuckerl » Mi 10. Feb 2016, 21:31

Das ist von innen aufgenommen. Die Tropfen sind aussen (sieht nur so aus). Das Wasser rinnt innen am Rahmen runter.

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Re: undichte Fenster

Beitrag von zuckerl » Mi 10. Feb 2016, 21:41

Hoffe, wir bekommen das ohne Anwalt geregelt - obwohl ich mit selbigen schon am Telefon gedroht habe. War richtig zornig bei der Aussage "Wartungsfugen". Das hab ich schon mal gehört im Zusammenhang mit Silikonfugen im Bad. Da lass ich das ja noch gelten, aber am Fenster? Hoffen ja noch, dass sich der Abteilungsleiter bei uns meldet.

Hatten leider schon einige Mängel - fast immer mit Wasser:

1. Weiße Wanne an Rohrdurchführung undicht
2. Dichtung in Duschabfluss nicht montiert - Wasser im Arbeitszimmer - Dusche aufgeklopft und neu verfliest
3. zwei mal nasse Aussenwand - das letzte mal 2015 musste dafür sogar die Aussenwand geöffnet und getrocknet werden....
4 undichte Fenster (öfter)
..... da waren noch Kleinigkeiten

Wir waren trotzdem immer höflich, haben alle Beseitigungsarbeiten über uns ergehen lassen und immer noch positiv von Fingerhaus gesprochen. Aber jetzt? Wir sind enttäuscht!

Hat noch jemand eine Idee?

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Re: undichte Fenster

Beitrag von SJS » Mi 10. Feb 2016, 21:48

Oha, dann verstehe ich den Sinn der Silikonfugen nicht - die sind ja nicht bündig mit dem Fenster, so dass sich Wasser in dem "Sack" sammelt und gar nicht ablaufen kann. Das kann ja nicht gut gehen. Für mich ist das ein konstruktiver Mangel.

Zu den Mängeln: das hört sich wahrlich nicht prickelnd an. Da hatten wir Glück - war alles in der Bauphase vor Abnahme, bisher null (!) Probleme und unser Haus wurde 2011 gestellt.
Beste Grüße,
Stefan

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Re: undichte Fenster

Beitrag von zuckerl » Mi 10. Feb 2016, 22:01

Na dann herzlichen Glückwunsch.

Langsam kommt mir der Verdacht, wir haben ein Montagsmodell erwischt. Manche Mängel hätten sich tatsächlich einfach vermeiden lassen (vergessener Dichtring...)

Nach Fingerhaus trennt ja anscheinend nur diese Silikonfuge drinnen von draussen!? Das kann es ja nicht sein. Diese Fuge kann doch nicht die einzige Abdichtung sein. So muss ja noch irgendwo innerhalb des Rahmens ein Weg sein, der das Wasser nach innen leitet - selbst wenn also Wasser zwischen Glas und Silikon eindringt, dürfte dieses ja nun nicht innen ablaufen können? Mysteriös das ganze.

Aber wer ist da jetzt zuständig? Für mich immer noch Fingerhaus. Die haben die Fenster doch verkauft? Die Firma Münkel gibt es ja noch (Gott sei Dank). Habe schon überlegt, ob ich die auch mal anschreibe. Die haben das ganze ja wohl verbockt?

Wenn Fingerhaus und Fa. Münkel nicht in unserem Sinne agieren, bleibt wirklich nur noch ein Bausachverständiger und dann der Anwalt. So unsere Reihenfolge. Oder gleich Anwalt?

Man, ich dachte wir wohnen schon, dabei "bauen" wir immer noch.

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Re: undichte Fenster

Beitrag von wirbaueninbayern » Do 11. Feb 2016, 12:15

das läuft ja innen unter der Glasleiste raus?! offenbar entwickelt das Silikon keine ausreichende Haftung zum Glas und/oder Holz. wahrscheinlich wäre es das beste die Fenster auszuglasen, alles zu entfetten und dann neu einzusetzen. ggf. noch Wetterschutzleisten auf die waagerechte Fläche aufbringen.

und ja: bei Holzfenstern ist das die einzige Dichtlinie gegen Wasser nach außen.
wie viele Fenster sind betroffen? Ich glaube ich würde allein zum Schutz der Substanz einen Glaser beauftragen und die Kosten ggf. an Fingerhaus weitergeben.

2009 war scheinbar kein gutes Jahr :(

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Re: undichte Fenster

Beitrag von zuckerl » Do 11. Feb 2016, 22:03

Hallo,

Fingerhaus, bzw. der Herr L., hat sich tatsächlich heute bei uns gemeldet sowohl tel. als auch per Mail. Leider waren wir unterwegs und nicht erreichbar. Werde aber morgen versuchen, mit FH in Kontakt zu kommen.

Per mail bedauert FH, dass wir nicht mit Wartungsarbeiten so "zeitnah" (war jetzt nicht der genaue Wortlaut) gerechnet haben. Sie berufen sich noch einmal auf Silikonfuge = Wartungsfuge und das diese je nach "...Lage (Süd- und Wetterseite, geschützte oder ungeschützte Lage) von Zeit zu Zeit erneuert werden müssen. Während der Gewährleistungszeit führen wir diese Arbeiten einmal aus Kulanz aus...."

So zusammengefasst:
Sep. 2009 wurde das Haus gestellt
Dez. 2013 Silikonfuge erneuert aufgrund von eindringendem Wasser (speziell an diesem Fenster, ich meine an zwei anderen Fenstern dieser Seite wurde die Fuge schon eher erneuert)
Feb 2016 erneut Wassereintritt

Das bedeutet, dass wir damit rechnen/leben müssen/sollen alle 2-4 Jahre diese Fugen zu erneuern????? "...von Zeit zu Zeit..." Das ist doch ein Witz.

Es handelt(e) sich im Übrigen sowohl um Flügelfenster als auch um festverglaste Elemente. Immer dringt das Wasser aussen zwischen Silikonfuge und Holzrahmen (ich glaube das nennt man Nassverglasung) ein und findet dann einen Weg unter der Glasscheibe ins Innere des Gebäudes. (Hoffentlich - aber mir schwant böses s. u.)
Nach meinen Recherchen müssten Fenster doch aber so konstruiert sein, dass das an dieser Stelle eindringende Wasser irgendwo nach unten aus dem Rahmen nach außen ablaufen kann.

Bei den Flügelelementen lassen sich solche Öffnungen finden (muss man mal unten am geöffneten Flügel schauen). Allerdings ist mir nicht klar, warum das bei unserem einen Flügelfenster nicht funktioniert hat.
Aber wo sind die Öffnungen für feste Elemente? Warum haben die denn dann sogar Außenfensterbänke, wenn da nicht irgendwo Wasser ablaufen soll?


@ wirbaueninbayern
Ihr hattet doch auch schon die nassen Außenwände? Schau mal in den Thread. Da hatte ich mich auch schon gemeldet. Hatten auch schon Trocknung mit Polygon damals am Laufen. Und letztes Jahr - 2015 - (mir schwant böses s.o.) mussten auch Fassadenteile abgenommen und unter Planen getrocknet werden. Zum Teil wurde sogar die Dämmung in den Wänden ausgetauscht werden. Betrifft übrigens auch hier wieder die selbe Seite. Und es ist bis heute nicht ganz klar, woher das Wasser kommt. Die Außenfensterbänke wurden alle ausgebaut - es wurde auf Undichtigkeiten um die Fenster herum geprüft - und natürlich wieder eingebaut.
Wie gesagt: Ich bekomme eine Idee, woher das Wasser kommt. :shock: :x


Noch jemand der auch alle paar Jahre seine Nassverglasung erneuern muss? :?:

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Re: undichte Fenster

Beitrag von wirbaueninbayern » Do 11. Feb 2016, 22:41

Hier ein Bild unserer Fenster von unten. Das sollte wenn überhaupt nach außen auf die regenschutzschiene entwässert.
Dateianhänge
_20160211_213755.JPG

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Re: undichte Fenster

Beitrag von zuckerl » Do 11. Feb 2016, 22:51

@ wirbaueninbayern

Die Entwässerungslöcher sind vorhanden - bei den Flügelfenstern. Aber wo "entwässert sich" ein festes Element? Das lässt sich ja nicht öffnen.

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Re: undichte Fenster

Beitrag von wirbaueninbayern » Do 11. Feb 2016, 22:58

kann mir noch nicht so richtig vorstellen, dass das ne entwässerungsöffnung sein soll. vielleicht eher im fensterbau begründet? es wäre ja gar nicht schlecht, wenn man das Wasser innen an den glasfeisten bemerkt. besser als wenn der rahmen jahrelang vor sich hin gammelt.

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