Luftfeuchtigkeit im Winter

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Bernd
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Bernd » Sa 10. Feb 2018, 06:58

Das blöde bei der Geschichte dabei ist ja, wenn man den normalen Wärmetauscher verbaut hat, nutzen die Befeuchter ja nur in den Räumen, in denen sie stehen.
Jetzt, mit den neuen Tauscher, bekomme ich die erzeugte Feuchte auch in die Schlaf- und Kinderzimmer.
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Elphaba206 » Sa 10. Feb 2018, 09:37

@Bernd Welche Werte hast du denn bei der Lüftung eingestellt?

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Bernd » Sa 10. Feb 2018, 11:02

Mit den Werten alleine bekommt man die Feuchtigkeit nicht in die Schlafzimmer!
Dafür braucht man den Enthalpiewärmetauscher!
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Elphaba206 » Sa 10. Feb 2018, 11:14

Ja, das ist schon klar.

Wir haben den Tauscher und ich bin von dem Ergebnis noch nicht 100% überzeugt. Nun hatte bignose ja seine Lüftungswerte gepostet und diese liegen deutlich unter den "Standard" Werten die eingestellt werden. Daher hätte mich interessiert, ob du auch mit ähnlichen Werten wie Bignose fährst und daher den deutlich positiven Effekt erzielst, also nicht nur der Tauscher an sich wichtig ist, sondern auch eine Anpassung der Lüftungswerte.



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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Bernd » Sa 10. Feb 2018, 11:37

Ok, dann habe ich dich verstanden.
Ich hatte zuerst 100m³/h 24h eingestellt.
Da wir aber die Woche über nur zu zweit im Haus sind, und der Tauscher ja immer noch ein wenig Feuchtigkeit nach draußen transportiert, habe ich vor ein paar Tagen versuchsweise mal 80m³/h eingestellt.
Das muss man dann testen, welchen Wert man da einstellen möchte. Man sollte sich eben dabei im klaren sein, dass eben nicht 100% Feuchtigkeit zurück gewonnen werden, und man mit mehr m³ auch wider mehr trockene Luft ins Haus bläst.
Aber auch mit den 100m³/h habe ich schon eine deutliche Verbesserung der Luftfeuchtigkeit im ganzen Haus festgestellt!
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Elphaba206 » Sa 10. Feb 2018, 12:13

Zugegebenermaßen war meine Frage ja auch sehr knapp gehalten. ;)

ok, also kann man denke ich festhalten, dass definitv auch die Einstellung der Lüftung für den "Erfolg" des Tauschers wichtig ist.

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von BigNose82 » Sa 10. Feb 2018, 12:17

Jep, davon bin ich felsenfest überzeugt.
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Bernd » Sa 10. Feb 2018, 12:27

Natürlich!
Wenn ich den Tauscher zwar einbaue, aber die Lüftung auf volle Pulle den ganzen Tag laufen lasse, bekomme ich die Feuchtigkeit auch nicht merklich in die anderen Räume, weil ja auch genug trockene Luft mit rein kommt.
20% von 80m³ sind eben weniger, wie 20% von 150m³. ;)
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Solar » Mo 12. Feb 2018, 10:44

Hallo an Alle,

ich möchte auch mal über meine Erfahrungen bzgl. Luftfeuchtigkeit im Haus berichten.
Wir haben eine LWZ 304 Trend mit Wohnraumbelüftung. Im ersten Winter war ich relativ nah dran, mir anstatt des normalen einen Enthalpie-Wärmetauscher zu kaufen. Ich glaube, dass man damit die Luftfeuchtigkeit sicherlich etwas besser im Griff hat, jedoch muss ja auch genügend Luftfeuchtigkeit vorhanden sein, dass diese wieder über die Lüftung bzw. den Wärmetauscher abgegeben werden kann.
Ich kann diesbzgl. daher auch nicht aus der Praxis berichten, jedoch möchte ich kurz mitteilen, wie es bei uns funktioniert, denn ich glaube, mit bestimmten Einstellungen der Anlage kann man auch schon viel erreichen.
So wie es manche hier beschreiben, wird die Lüftungsanlage relativ konstant betrieben. Ich hingegen habe die Lüftungsanlage bzw. die Zeit in der die Lüftungsanlage läuft, ziemlich weit heruntergeregelt. Nachts läuft die Anlage gar nicht. Früh Morgens für eine gewisse Zeit, dann am Mittag nochmal 2 Stunden und Abends bis ca. 21 Uhr nochmals 4 Stunden. Im Vergleich zur bisherigen Variante, in der die Lüftungsanlage fast durchgehend in Betrieb war, habe ich die Luftfeuchtigkeit im Schnitt von ca. 30% auf ca. 40% angehoben. Selbst in der letzten Woche, als die Wetterlage sehr trocken war, konnten knapp 40% gehalten werden. Zusätzlich haben wir im Schlafzimmer noch einen Philips HU4811, da hier noch der junge Nachwuchs nächtigt und gerade aktuell das Atmen etwas schwer fällt (wegen Erkältung). Mit dem Luftbefeuchter erreichen wir Werte um ca. 44-46 %. Dazu möchte ich anmerken, dass wir den Luftbefeuchter meist so gegen 18 Uhr einschalten und dieser dann nur so lange eingeschaltet bleibt, bis wir schlafen gehen. Also reine Laufzeit ca. 5 Stunden. Befüllung findet alle 2-3 Tage statt, wobei ich gelegentlich auch täglich das noch verbliebene Wasser wechsle. Bei durchgehendem Betrieb mit dem Luftbefeuchter kommen wir nah an die 50%.
Wir sind mit den erreichten Werten im gesamten Haus sehr zufrieden. Vor allem was den Keller betrifft, sind wir froh, dort relativ trockene Luft "vorzufinden". Andere, die keine Belüftungsanlage und einen Betonkeller haben, kämpfen hier scheinbar über Jahre (auch mit Luftentfeuchtern), die Luftffeuchtigkeit dort auf "Normalwerte" einzupegeln.

Kurz gesagt: wer die Luftfeuchtigkeitswerte (wenn auch nur geringfügig) anpassen möchte, ist gut bedient, die Lüftungsanlage etwas "herunter zu regeln". Bei uns hat es ganz gut geklappt.

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Bernd » Mo 12. Feb 2018, 11:17

Allerdings muss man dabei im Hinterkopf behalten, dass durch die Bauweise der LWZ ein Unterdruck im Haus entsteht, wenn die Lüftung aus ist, der Verdichter aber läuft.
Dann holt sich das Haus die kalte Außenluft durch jede Ritze!
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von BigNose82 » Mo 12. Feb 2018, 11:29

Und zusätzlich die restliche Qualität der Luft im Hinterkopf behalten. Der Luftwechsel ist nicht nur zur Feuchteregulierung da! Ich würde die Lüftung keinesfalls über längere Zeiträume abstellen.
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Dr. Bob » Mo 12. Feb 2018, 11:35

Also bei 30% Luftfeuchtigkeit würde ich im Zweifelsfall auch die Luft durch die kalten Ritzen bevorzugen.
Aber ANGEBLICH bekomme ich diese Woche den Enthalpietauscher :-)
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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von HB-NH2015 » Mo 12. Feb 2018, 13:42

Ich bilde mir ein schon bei 80m³ den ganzen Tag Kopfschmerzen zu bekommen oder zumindest irgendwie beeinträchtigt zu sein.
BigNose meinte ja 25-30m³ je Person. Gut wir sind 3 Personen wobei ich oftmals auch 24h am Tag im Haus bin (Home-Office).

Deshalb fahren wir tagsüber 130m³ und nachts 80m³.
Bisher ohne zusätzliche Flüssigkeitszufuhr.

Sicher ohne EWT würde ich mir das wohl auch 2x überlegen die Lüftung auch mal zu deaktivieren aber ich bin froh das Geld investiert zu haben und somit gar nicht vor der Frage zu stehen.
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Mrz '16 Vorbehaltausräumung
Mai '16 Planungsgespräch
Jun '16 Vorabzüge
Jul '16 Bauantrag
Okt '16 Bemusterung
Jan '17 Bodenplatte
Feb '17 Hausmontage
Apr '17 Endmontage

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von Solar » Mo 12. Feb 2018, 13:52

Die Luftqualität habe ich immer einigermaßen im Blick durch ein entsprechendes Messgerät. Die Luftqualität hat sich seit Umstellung auf kürzere Lüftungszeiten zumindest nicht so verändert, dass sich hieraus "gesundheitliche Probleme" ergeben. Selbst bei "größeren Menschenansammlungen" (Besuch, Partys, etc.) steigen die Werte selten über 800 bis 850 ppm.
PS. bei uns wird auch noch zumindest Früh und Abends einmal kurz per Fenster gelüftet. UND wie gesagt, die Lüftung ist nicht permanent ausgeschaltet, sondern läuft eben nur in verringertem Maße.
Mein Beitrag sollte auch nur dazu anregen, vielleicht mal über die Einstellungen nachzudenken und dass auch hier kleine Eingriffe manchmal etwas bewirken können. So wie es auch bei der Heizung der Fall ist.

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Re: Luftfeuchtigkeit im Winter

Beitrag von BigNose82 » Mo 12. Feb 2018, 14:04

HB-NH2015 hat geschrieben:
Mo 12. Feb 2018, 13:42
BigNose meinte ja 25-30m³ je Person.
Um das nochmal eben zu präzisieren :-)
Das habe nicht ich als gültigen Wert definiert, sondern durch intensives Querlesen als den Wert gefunden der als hygienische Mindestanforderung gesehen wird. Ansonsten gibt es die entsprechenden Normen, die natürlich deutlich höhere Wechselraten vorschlagen. Wenn man entsprechende Sensorik zur Verfügung hat, kommt man vermutlich noch weiter runter.
@Solar
Wenn du entsprechende Sensorik hast, ist doch top! Dann bist du neben SJS der zweite, der hier im Forum damit arbeitet. Hätteste das mal sofort erwähnt :-)
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