Estrichtrocknung

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Bernd
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Re: Estrichtrocknung

Beitrag von Bernd » So 15. Mai 2016, 16:14

Welche Heizung hast du denn?
Bei der LWZ heißt er langsam auf fast 50° hoch, hällt das 1-2 Tage und geht dann wider langsam (aber schneller wie beim Aufheizen) mit der Temperatur runter.
Das würde ja zu deiner Beschreibung passen, wo deine Heizung gerade steht.
Vielleicht hast du den Bauleiter auch nur falsch verstanden?!
Du kannst ja nicht sofort nach dem Ende des Trocknungsprogramm mit dem Fliesen legen anfangen.
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nordy
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Re: Estrichtrocknung

Beitrag von nordy » Di 17. Mai 2016, 08:04

Hallo
Ja es ist eine LWZ. Ich habe den Bauleiter richtig verstanden da bei den Gesprächen immer noch jemand zweites dabei ist und der auch 40 Tage verstanden hat. Ich bin nur irritiert da der Bauleiter davor immer wieder gesagt hat das ich ab der zweiten Woche nach Estrich einbringe mit dem Innenausbau weitermachen kann. erst die Decken und dann die Wände. und der Boden direkt nach Ende des Heitzprogram. Zumal diese Woche die Entabname sein soll trotz laufendem Heitzprogram und er immer wieder betont hat das ich bis zu diesem Tag am besten das Treppenhaus fertig haben soll da dann die ganzen Schutzfolien abgenommen werden. Nur bei einer Temperatur von 48° kann ich nichts machen. und das verwundert mich etwas.

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Bernd
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Re: Estrichtrocknung

Beitrag von Bernd » Di 17. Mai 2016, 08:30

Wenn FH das AP1 macht, haben die schon vor dem Trocknungsprogramm die Wände und Decken zu.
Während des trocknens wird dann gespachtelt.
Und da können es dann auch mal weit über 30° mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit sein.
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Re: Estrichtrocknung

Beitrag von Maggo » Di 17. Mai 2016, 08:37

Bei uns wurde letzten Freitag der Estrich eingebracht. Unser Bauleiter meinte das er nach ca. 1 Woche vorbei kommt und das Trocknungsprogramm an der Heizung anschaltet. Gestern war ich etwas verwundert das die Heizung schon an ist, die ist auf 21 Grad eingestellt. Wir machen das AP1 auch selbst, die Platten sind auch schon alle fertig, das musste auch vor dem Estrich fertig sein. Auch unser Bauleiter hat uns gesagt das wir nach 2 Wochen weiter machen können, das heisst wir starten dann mit dem Spachteln.
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Re: Estrichtrocknung

Beitrag von Fremdbauer » Di 17. Mai 2016, 16:10

Bernd:
das Funktionsheizen ist unabhaengig von der Heizung, da es nicht fuer die Heizung, sondern fuer die Verbindung Estrich/FBH da ist. Eine Erdgastherme muss da also das gleiche Programm hinlegen wie eine Waermepumpe.

nordy:
das reine Funktionsheizen geht keine 40 Tage, aber der Bauleiter hat vermutlich aus seiner Erfahrung heraus ein zusaetzliches Belegreif-Heizen mit eingeplant. Ersteres muss auf jeden Fall durchlaufen und kann nicht verkuerzt werden ohne Schaeden zu riskieren, zweiteres ergibt sich dann aus der Restfeuchte vom Estrich und kann auch ausfallen, wenn der schon trocken genug fuer den gewuenschten Belag ist, oder zwischendurch unterbrochen werden. Gerade beim Belegreif-Heizen stoert es aber auch nicht, wenn ihr "fuer draussen" heizt, also einfach die Fenster aufreisst und damit die Temperatur im Raum runter bringt. Hilft sogar ggf. noch bei der Trocknung.

Arbeiten kann man im Haus im Endeffekt sobald der Estrich wieder begehbar ist. Solange es noch uebermaessig feucht ist wird verspachteln aber ggf. nicht so dolle ablaufen, und wenn es sehr warm ist trocknet der Kram recht fix... macht also auch keinen Spass. Andererseits machts spachteln und schleifen eh nie Spass, von daher... ;-)

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Re: Estrichtrocknung

Beitrag von nordy » Di 17. Mai 2016, 19:23

danke für deine Info, habe jetzt auch weitergemacht mit dem verspachteln. Muss halt kleine mengen anrühren dan geht es und viel trinken. und an die Temperaturen gewöhnt man sich.

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Re: Estrichtrocknung

Beitrag von MiKo » Do 16. Aug 2018, 15:57

Hallo,
Ich habe heute meinen Estrich bekommen. Leider läuft aus der Decke aus dem Obergeschoss Wasser. Mittig im Wohnzimmer aus den Spalten der Gipskartonplatten. :denk
Jetzt habe ich Angst das die Platten durchweichen und von der Decke fallen bzw meine komplette Dämmung und das Holz nass wird. Angst vor Schimmel. :?
Hat jemand Erfahrung? Bauleiter sagt das ist normal, kann ich mir aber nicht vorstellen...
Grüße

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Re: Estrichtrocknung

Beitrag von BigNose82 » Do 16. Aug 2018, 16:02

Ist normal. Mal mehr, mal weniger ausgeprägt...
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Re: Estrichtrocknung

Beitrag von MZimmermann » Mo 3. Sep 2018, 13:03

Behalte das mal im Auge. Alle sagen zwar immer, dass es normal ist aber dafür gibt es auch Limits. Um das Trocknen musst du dir aber eigentlich keine Sorgen machen. Schau nur drauf, dass die Bausubstanz an sich keine Schäden hat, sobald es trocken ist.. ZU VIEL Flüssigkeit kann auch bei "das ist normal" zu Problemen führen...

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Re: Estrichtrocknung

Beitrag von Matthias84 » So 4. Nov 2018, 14:15

Wir bekommen demnächst den Estrich in das Haus eingebaut. Einige Tage später nimmt der Bauleiter dann die LWZ in betrieb.
Ob sich der Einsatz von Lüftentfeuchter lohnt um das trocken zu begünstigen? Ich dachte an Trockner mit der möglichkeit die gewünschte Luftfeuchtigkeit einzustellen.
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Re: Estrichtrocknung

Beitrag von BigNose82 » Mo 5. Nov 2018, 14:31

Ich würde eher die Lüftung so oft es geht dazu nehmen. Bautrockner ziehen mal ordentlich Strom zusätzlich aus der Dose.
Eigentlich brauchst du gar nichts. Entweder normal Lüften oder eben die Lüftung dazu nehmen. Gerade jetzt im Winter. Und den weiter arbeitenden Gewerken verbieten den ganzen Tag alles auf zu reißen, denn du zahlst ja. Nicht sie ;-)
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Re: Estrichtrocknung

Beitrag von Matthias84 » Mo 5. Nov 2018, 15:06

Danke, hatte mich noch mal Eingelesen was Athe-Therm dazu schreibt. Das lüften nach System reicht unter normalen Umständen aus.
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Re: Estrichtrocknung

Beitrag von GERWildcat » Di 1. Jan 2019, 16:42

Ich muss das Thema mal wieder rauskramen. Bei uns läuft seit 7.12. die Estrichtrocknung. Nur dass ich das Trocknungsprogramm beim besten Willen nicht verstehe. Laut Bedienungsanleitung und den Daten an der LWZ hätte sie bei 25°C anfangen, nach zwei Tagen in 3K/Tag-Schritten auf 45°C hochheizen und dann 10 Tage diesen Stand halten sollen. Danach gehts dann wieder abwärts.

Tatsächlich hat sie sich aber ganz anders verhalten. Nach 3 oder 4 Tagen Trocknungsprogramm lief der Vorlauf auf 55°C. Jetzt nach 24 Tagen lief der Vorlauf immernoch auf 40°C und das konstant seit 4-5 Tagen. Kälter wurde es nur während der Sperrzeiten (immerhin Wochentags 7 Stunden). Vom 19.12. bis heute gingen dafür knapp 1100 kWh über den Zähler (wurde am 19. eingebaut).

Immerhin hab ich die 55°C in den Einstellungen als Maximale Heiztemperatur wiedergefunden, aber außerhalb des Trocknungsprogramms.

Jetzt zu der Frage: Was passiert da eigentlich? Von den Vorgaben des Trocknungsprogramms, sollte das ja nicht so sein.

PS: Da unser Bauleiter ne technische Belüftung vom ersten Tag an laufen hatte, dürfte der Estrich inzwischen ziemlich trocken sein. Deswegen hab ich jetzt mal den Heizstab abgeschaltet. Von den Vorgabetemperaturen des Trocknungsprogramms ist ja eh schon alles durch und erledigt.
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Re: Estrichtrocknung

Beitrag von BigNose82 » Fr 4. Jan 2019, 10:22

Normalerweise wird das Programm definitionsgemäß durchlaufen. Überschwinger in den Temperaturen ergeben sich durch die werksmäßig übernommene, riesige Hysterese 1 von 4 K mit einer Asymmetrie von 2.
Warum das bei dir nicht der Fall war, lässt sich jetzt nicht mehr rekonstruieren... Ist aber auch müßig, die Sache ist ja gelaufen :-)

Ich verstehe immer noch nicht warum die überhaupt so hoch fahren. Das Funktionsheizen als wichtigster Besandteil des Trockenprogramms, stresst den Estrich auf den späteren Normalbetrieb. Im Normalbetrieb sieht der Boden nie und nimmer Temperaturen über 35 °C. Es ist also völlig überflüssig auf 40 oder gar 45 °C hoch zu gehen. Gerade im Winter. Das Belegreifheizen könnte dann mit 30 °C gefahren werden, damit der Terminplan gehalten werden kann. Aber naja... was solls :-)
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Re: Estrichtrocknung

Beitrag von GERWildcat » Fr 4. Jan 2019, 14:05

Naja, ganz normal läuft da bei uns sowieso nichts. Das Programm läuft noch, aber gestern abend war es richtig kalt im Haus (Geschätzt etwa 10°C) und der Vorlauf auf 13°C runter. Scheinbar war wohl seit über 24 Stunden die EVU-Sperre aktiv. Heute morgen hat ein Techniker der Stadtwerke das dann wieder korrigiert. Rechnerisch müsste sich morgen das Programm abschalten, dann kann ich was sinnvolles einstellen.

Zumal mir von der BayWa ein Kollege gesagt hat, dass mit montierten Thermostaten garnicht mehr als 40°C möglich ist, da die dann alle schließen.
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