Baufeuchte und Trocknung Bauherrenleistung? Unmöglich!

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BigNose82
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Re: Baufeuchte und Trocknung Bauherrenleistung? Unmöglich!

Beitrag von BigNose82 » Mi 27. Dez 2017, 14:57

Bei einer Sole-WP wird pauschal gesagt, dass Verdichterbetrieb "verboten" ist während der Estrichtrocknung. Natürlich kann man sich die Sonde bzw. den Kollektor soweit unterkühlen, dass er Schaden nimmt. Wenn die jeweilige Steuerung einen entsprechenden Betrieb nicht von Haus aus zulässt, muss man die Soletemperaturen eben selber im Blick behalten.

Bei einer LWWP ist der Verdichterbtrieb quasi Pflicht. Hier kann nichts einfrieren oder sonst was überlastet werden. Leider sind die Anlagen häufig noch nicht vollständig betriebsbereit, wenn der Estrich kommt. Sei es, dass die Anlage keine Sole hat, keine Luft bekommt oder die Lüftung noch nicht betriebsbereit ist.
Aus diesen ganzen Möglichkeiten ergibt sich dann eine pauschale Aussage...
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MarkL.
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Re: Baufeuchte und Trocknung Bauherrenleistung? Unmöglich!

Beitrag von MarkL. » Mi 27. Dez 2017, 14:59

Also Verbräuche über 3000 kwh gehen auch und sind auch schon mehrfach aufgetreten.
Liegt aber manchmal auch daran, dass die Heizung 100% Heizstab + Handwerker Lüften dauerhaft während der Arbeit + nach Trocknung erst späte Drosselung der Heizung + Kalte Temperaturen + Kein Deckel auf der Lucke + Heizung läuft auf 20 °C und Estrich lässt auf sich warten..
Gerade bei den Split und Sole/Erd-WP erfolgt oft der Anschluss des Kältemittelkreislaufs NACH der Trocknungsphase und eine Nutzung des Verdichters daher ausgeschlossen ist.

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Re: Baufeuchte und Trocknung Bauherrenleistung? Unmöglich!

Beitrag von wosch87 » Mi 27. Dez 2017, 15:10

@BigNose:
Wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, gibt es tatsächlich die Aussage, dass die Estrichtrocknung nur mit Heizstab erfolgen darf - was aber bei der LWZ eigentlich gar nicht stimmt?

Das Thema wann ist was noch nicht einsatzbereit ist klar, das ist sowieso ein Thema für sich :D

Sollte aber alles fertig sein, und das sollte ja doch das Ziel sein, da die Estrichtrocknung ja ganz schön teuer sein kann, dann Verdichter (und Lüftung?) an, richtig? Setzt das Fingerhaus dann auch tatsächlich immer so um, wie sind da die Erfahrungen mit der LWZ? Mir schwebt immer noch dieses "nur Heizstab ist erlaubt" durch den Kopf... Mensch wo hab ich das nur aufgeschnappt?! :D

BigNose82
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Re: Baufeuchte und Trocknung Bauherrenleistung? Unmöglich!

Beitrag von BigNose82 » Mi 27. Dez 2017, 15:11

@MarkL
Naja, sowas kann man im Vorfeld koordinieren. Die Kosten für die Trocknung sind immer wieder Thema. Hätten wir eine SWWP, wäre für mich klar gewesen, dass die Anlage vor dem Estrich zu 100 % betriebsbereit gewesen wäre.
Genau so ist es es hier z.B. mit der Lüftung gelaufen. Die sollte einfach betriebsbereit sein.
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Re: Baufeuchte und Trocknung Bauherrenleistung? Unmöglich!

Beitrag von b54 » Mi 27. Dez 2017, 15:28

Es gibt da leider immer widersprüchliche Aussagen von den verschiedenen Fingerhaus Bauleitern, uns wurde auch gesagt, nur mit E-Stab, war bei uns auch so, wir haben dann rund 2.000 kW/h verbraucht.
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Re: Baufeuchte und Trocknung Bauherrenleistung? Unmöglich!

Beitrag von Chk » Mi 27. Dez 2017, 15:34

Bei uns läuft im Moment die Estrichtrocknung mit einer LWZ304 Trend. Der Verdichter läuft dauerhaft, gelegentlich schaltet sich der Heizstab dazu.
Die Lüftung ist allerdings nicht aktiv...
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Re: Baufeuchte und Trocknung Bauherrenleistung? Unmöglich!

Beitrag von BigNose82 » Mi 27. Dez 2017, 15:37

@Wosch
das liegt an den bis zur Estrichverlegung anstehenden Gegebenheiten. Bei einigen ist alles fertig, bei anderen noch nicht. Der eine interessiert sich für die Technik, der andere nicht.
An solchen Themen habe ich leider festgestellt, dass die Aussagen immer möglichst den kleinsten gemeinsamen Nenner abbilden. Damit braucht man keine Eventualitäten betrachten und der Bauherr stellt keine weiteren lästigen Fragen.
Sorry wenn das plump klingt.
Hier hieß es "neiiiiiin, die Lüftung DARF nicht laufen". Sonst müsste man alle Rahmenbedingungen erklären und der Bauherr hält sich im Endeffekt vielleicht nicht daran. Die Diskussion habe ich übersprungen und die Lüftung selber dazu genommen wann immer dies möglich war.
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Re: Baufeuchte und Trocknung Bauherrenleistung? Unmöglich!

Beitrag von wosch87 » Mi 27. Dez 2017, 16:35

Ok, verstanden. Schade, dass es wohl so läuft...
Mal sehen wie es bei uns wird und was für Aussagen da kommen. Ich kann nur für mich sagen, dass ich mich grundsätzlich nicht leicht abspeisen lasse.

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Re: Baufeuchte und Trocknung Bauherrenleistung? Unmöglich!

Beitrag von BigNose82 » Mi 27. Dez 2017, 16:36

Das ist schonmal eine gute Grundeinstellung :-)
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Re: Baufeuchte und Trocknung Bauherrenleistung? Unmöglich!

Beitrag von MrWitchblade » Do 28. Dez 2017, 08:11

also nochmal wegen der frage mit grundsätzlich nur heizstab:
bei mir und meinem nachbar (lwz 304 trend) verdichter Vollgas und ab und an heizstab dazu. Lüftung hat der Bauleiter extrem nachdrücklich "verboten" (naja es ihre Heizung ich kann es ihnen nicht verbieten)
habe mich dann überzeugen lassen die Lüftung aus zu lassen. Im nachhinein betrachtet hätte ich sie denke ich laufen lassen können (die filter in der Abluft sind nicht soo teuer, und die filter am Wärmetauscher kann man durchaus mal aussaugen.
was viel negativer war, ist das die Spachtler den ganzen Tag "stossgelüftet" haben. Naja die wollen halt auch nicht bei 40 Grad arbeiten...

alles in allem hat sich mein Verbrauch aber trotz allem in grenzen gehalten.. ich kann leider gerade aktuell keine Zahl nennen, aber ich weis noch das es überraschend niedrig war... (wobei es bestimmt auch stark auf die Rahmenbedingungen und vor allem auf die ausentemperatur ankommt... die Monate jetzt sind natürlich sehr nachteilig für diese Heizungen...)

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Re: Baufeuchte und Trocknung Bauherrenleistung? Unmöglich!

Beitrag von wosch87 » Do 28. Dez 2017, 08:27

Es ist schon mal gut zu wissen - und im Ernstfall als Argument zu verwenden - dass bei euch der Verdichter gelaufen ist. Danke euch für die Info!

Mir ist übrigens auch wieder eingefallen, wer mir das mit dem Heizstab gesagt hat: das war unsere PV-Firma. Man hat uns gesagt, dass sie bei Neubauten viele PVs mit der LWZ koppeln, und da auch immer wieder der Stromverbrauch beim Trocknungsprogramm rein über den Heizstab ein Thema ist. Die Vorgabe kommt wohl von anderen Firmen auch (Stiebel Eltron selbst?). Natürlich ist daher der Plan, dass wir für die Estrichtrocknung den PV-Strom schon nutzen können. Ich hoffe das klappt dann auch alles so nach Zeitplan, da wir uns nicht für das überteuerte FH-Angebot entscheiden haben, ist das Interesse hoffentlich nicht allzu gering...

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Re: Baufeuchte und Trocknung Bauherrenleistung? Unmöglich!

Beitrag von MrWitchblade » Do 28. Dez 2017, 08:33

also dazu kann ich dir zumindest von meiner Seite wenig Hoffnung machen... ich habe zwar keine PV (noch nicht) aber aus einem anderen Grund.
Mein Estrichtrockenprogramm lief als ich noch am Baustrom hing... (hatte mehrere Gründe, wichtig ist nur das FH da keine Schuld dran hatte) Und ich hatte noch keine Zähler im Stromkasten... dementsprechend kann ich mir nicht vorstellen das die PV in diesem Status hätte eingebunden sein können..

Und zumindest laut Aussage meines Bauleiters kommt es leider wesentlich öfter vor das der Stromanschluss nicht fertiggestellt ist bei Estrichprogramm als das es vorkommt das er fertig wäre... aber hey... warum sollte nicht auch mal was überraschend gut laufen... ;)

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Re: Baufeuchte und Trocknung Bauherrenleistung? Unmöglich!

Beitrag von BigNose82 » Do 28. Dez 2017, 08:46

Ich hab mich im Nachhinein geärgert, den Tauchsieder nicht ganz deaktiviert zu haben. Habe ihn bloß auf die kleinste Stufe reduziert. Gelaufen ist die NHZ in Summe 60 h mit etwa 2,5 kW.
Da FH nach dem Estrich quasi fertig war, haben während der Trocknung aber auch so gut wie keine Arbeiten stattgefunden. Und wenn, dann mit überwiegend geschlossenen Fenstern.
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Re: Baufeuchte und Trocknung Bauherrenleistung? Unmöglich!

Beitrag von wosch87 » Do 28. Dez 2017, 08:55

@MrWitchblade:
Wenn ich ganz ehrlich bin habe ich da auch wenig Hoffnung... Aber der grundsätzliche Zeitplan passt erstaunlich perfekt. Und bis jetzt lief alles besser als erwartet, daher träumen wir noch ein bisschen weiter :D

Ich habe jetzt schon öfter gehört, dass der Stromanschluss nicht wie eigentlich gefordert in der ersten Woche nach Hausstellung da war - liegt das am EVU? Bei uns macht Strom ein lokaler (!) Sub, der zumindest am Telefon einen guten Eindruck macht. Wie war das denn bei euch?

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Re: Baufeuchte und Trocknung Bauherrenleistung? Unmöglich!

Beitrag von Dr. Bob » Do 28. Dez 2017, 09:01

Bei uns lief der Heizstab für 1150h -.-
Zum Glück wars Mai und halbwegs warm...damals war ich noch recht unbedarft beim Thema LWZ...
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