Netzwerkleitung/Busleitung selber legen

Alles was in der Bauphase geschieht hier rein
MarkL.
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Re: Netzwerkleitung/Busleitung selber legen

Beitrag von MarkL. » Mo 9. Jul 2018, 14:17

Die Kabel werden üblicherweise in der Decke zwischen EG und OG ohne Leerrohr gelegt und dann an den entsprechenden Stellen nach oben oder unten in die Wände geführt. Die Fußbodenheizung wird dadurch nicht beeinflusst. Wird hier im Thread aber mehrfach erklärt.

An verschiedenen Stellen sind Lücken zwischen den Wänden, wo man die Kabel durchlegen kann. Dies tut ja auch der Elektriker mit den Stromkabeln, da kann man sich gut dran orientieren.

Max26
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Re: Netzwerkleitung/Busleitung selber legen

Beitrag von Max26 » Fr 20. Jul 2018, 23:09

Hab den Thread aufmerksam verfolgt und bin gerade dabei mich ins Thema einzuarbeiten, war bis jetzt schonmal sehr hilfreich das Ganze hier.

Habt ihr die Kabel für das OG. an einer Stelle zentral durch die Decke geführt und von dort weiter verlegt, oder im EG die Kabel dezentral an die jeweilige Stelle und dann von dort nach oben ins OG?

Könnte man zusammenfassend sagen, dass die Kabel zunächst beginnend vom HWR über die Decken in die gewünschten Räume gelegt werden sollten? Sprich ich lass die Kabel zunächst in hinreichender Länge im HWR, markiert und unabgeschlossen hängen, gleiches an der Abnehmerstelle, bohr an der geplanten stelle ein Loch in die Wand und hoffe, dass die Netzwerkkabel netterweise gleichzeitig mit den Stromkabeln nach unten geführt werden?

Das Anschließen der Netzwerkdosen, bzw. Patchpanel/ Switch kann in Ruhe später erfolgen?

Vielen Dank schonmal für eure Antworten!

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Dr. Bob
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Re: Netzwerkleitung/Busleitung selber legen

Beitrag von Dr. Bob » Sa 21. Jul 2018, 12:35

Bei uns wurden die Netzwerkkabel von unten einzeln in jeden Raum verlegt, da man über die offenen Decken wunderbar von dort an den Boden des OG ran kommt.

Und ja, Serverschrank, Dosen, Patchpanel usw. kann man machen, wenn man Zeit und Lust hat. Ich habe die Dosen vorbereitet (luftdichte Hohlwanddosen und Kabel durchgezogen) und die Dosen selbst erst nach der Einbringung des Estrichs verdrahtet. Den Netzwerkschrank hab ich nach und nach, immer wenn mal ein wenig Zeit war, aufgebaut.
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b54
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Re: Netzwerkleitung/Busleitung selber legen

Beitrag von b54 » So 22. Jul 2018, 07:35

Dem ist nichts hinzuzufügen :)
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Max26
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Re: Netzwerkleitung/Busleitung selber legen

Beitrag von Max26 » So 22. Jul 2018, 17:10

Perfekt, dass hat mir schon sehr geholfen. Danke!

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Re: Netzwerkleitung/Busleitung selber legen

Beitrag von marsab » Di 31. Jul 2018, 20:51

Hi zusammen,

der Termin für die Hausstellung rückt immer näher und ich plane gerade die letzten Sachen für unsere Installation in Eigenleistung. Dazu habe ich noch ein paar Fragen, die vll. auch zum Thema hier passen:

- Für die Innenwände habe ich normale Kaiser Hohlwanddosen 9064-01 geplant. Für Außenwände die Winddichten 9264-21. Ist das so in Ordnung oder würdet ihr aus Erfahrung noch was anderes empfehlen, z.B. Elektronikdosen.

- Wie funktioniert die Verteilung innerhalb eines Raums? Geht man z.B. im Untergeschoss immer von der Decke runter zur Steckdose und mit dem ausgehenden Kabel hoch zur Wand dann zur nächsten Dose runter?

- Wir haben noch einige Dosen im Außenbereich für Netzwerkkabel (Kameras) geplant, für die keine Vorbereitung durch FH gekauft wurde. Kann man da einfach nach außen gehen? Wie dichtet man das richtig ab? Gibt es da Normen von FH? Müssen z.B. auch den Anschluss für den Außenfühler selbst setzen.

- Mit welchem Querschnitt verkabelt eigentlich Schilling? Habe von Bekannten gesehen, dass sie nur 16A Sicherungen verbaut haben. Da müsste man aber doch eigentlich alles mit 2,5mm^2 verkabeln. Ist das so gewesen bei euch oder haben die einfach die 1,5mm^2 mit 16A gesichert?


Viele Grüße
Marco

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Re: Netzwerkleitung/Busleitung selber legen

Beitrag von BigNose82 » Mi 1. Aug 2018, 05:56

1)
Die meisten hier verwenden konsequent die dichten Dosen. In den Innenwänden spielt es theoretisch keine Rolle, aber das macht den Kohl nun auch nicht fett.

2)
Solange du dich an einer Innenwand bewegst, kannst du mit der Leitung auch unterhalb weiter gehen. Das hängt immer von der jeweiligen Situation ab. Ansonsten wie du vermutet hast.

3)
Einfach ist relativ :-)
Die Schillinge können dir erklären wie es funktioniert. Besser wäre eine Vorbereitung im Werk gewesen. Wenn die Leitungen direkt unter dem Dachüberstand raus kommen sollen, ists wieder einfacher. Dann brauchst du sie nur durch die Dampfsperre/-bremse im OG zu führen.

4)
1,5 mm² und 16 A passt schon. Wie kommst du auf 2,5 mm²?
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marsab
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Re: Netzwerkleitung/Busleitung selber legen

Beitrag von marsab » Mi 1. Aug 2018, 20:00

Danke für deine Antworten BigNose82!

zu 2: Was ist denn der Unterschied? Die Längsbalken sind doch in beiden Wänden. Dachte das Problem ist, dass ich nicht quer an der Wand entlang komme weil mich da die Balken stören.

zu 3: Glücklicherweise haben wir alle Außensteckdosen und -lichter vorbereiten lassen. Einzig Außenfühler-WP, Anschluss für Markise, Wetterstation und ein paar Kameras fehlen. Die sind aber alle auf der gleichen Höhe und da sollte die Höhe Zwischendecke passen. Die von der Schilling sind bei uns leider gar nicht da. Denke mein Eli wird das schon irgendwie machen, möchte nur hinterher keine Probleme mit Fingerhaus bekommen.

zu 4: Da gibt es ja die Tabellen zur Strombelastbarkeit nach Verlegeart und Temperatur. Und da ist ja bei 25 Grad und Verlegeart A2 (Direkt in wärmegedämmter Wand) eine maximale Belastbarkeit von 13A bei 1,5mm^2 und 3 belasteten Adern. Bei zwei wären wohl 16A wieder OK. Wollte daher nur mal nachfragen, ob das Schilling auch so macht und ich meinen Eli bedenkenlos die 16A Automaten verwenden lassen kann.

Grüße und einen hoffentlich kühlen Abend
Marco

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Re: Netzwerkleitung/Busleitung selber legen

Beitrag von BigNose82 » Mi 1. Aug 2018, 20:11

Du gehst unten aus der Wand raus. Der Gips hört ca. 10 cm über dem Roh-FB auf, die dahinter liegende Spanplatte geht bis fast ganz runter. Die Leitung kommt dann direkt unterhalb der Gipsplatte auf die Spanplatte, pardon - Holzwerkstoffplatte :-) und verschwindet hinterher hinter dem Randdämmstreifen.

Zu den eigenen Durchführungen wirst du wahrscheinlich ein Schreiben bekommen, in dem FH zur Wahrung seiner rechtl. Interessen darauf hinweist, dass Schäden, die infolge der nicht durch FH ausgeführten Durchgänge natürlich von jeglichem Anspruch ausgeschlossen sind...

Genau, 13 A bei drei und 16 A bei zwei belasteten Adern. Was willst du denn machen? Alles fünfadrig legen und jede Leitung mit drei Phasen betreiben?
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Re: Netzwerkleitung/Busleitung selber legen

Beitrag von marsab » Mi 1. Aug 2018, 20:56

Ok damit ist die Leitung dann unter dem Estrich begraben, wenn ich das richtig verstehe. Und durch die Holzwerkstoffplatte muss ich dann ein kleines Loch bohren oder? Hab mir nur in einem frisch verkabelten FH mal angesehen, wie durch die Geschossdecke gegangen wird. Da wird ja nach dem Loch in der Decke auch gleich in die Wand gegangen durch ein kleines Loch.

OK, damit muss ich dann wohl leben. Muss halt nur alles schön gründlich abdichten.

Da wir KNX installieren möchte ich gern alles fünfadrig haben und es könnte im Endausbau schon mal vorkommen, dass alle 3 Adern in einem Raum belastet werden. Betrifft aber nur Steckdosen. Licht will mein Eli sowieso mit 10A absichern.

b54
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Re: Netzwerkleitung/Busleitung selber legen

Beitrag von b54 » Mi 1. Aug 2018, 22:45

Für Licht kann das aber auch gut mal vorkommen :) Verschiedene Kreise. In der Realität schaltet man aber seltener die Steckdoses wie man glaubt :)
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Re: Netzwerkleitung/Busleitung selber legen

Beitrag von BigNose82 » Do 2. Aug 2018, 06:25

Die Löcher haben sie (und ich selber dann auch) mit einem Dachdeckerhammer in die Platten geschlagen. Dauert 10 sec pro Loch und siehste hinterher eh nix mehr von :-)

Wenn du vor hast, mehrere Steckdosen über eine dreiphasige Zuleitung zu betrieben, würde ich tatsächlich 2,5² nehmen. Ist zwar unüblich, aber funktioniert. Denk nur daran, dass im (unwahrscheinlichen) Falle eines N-Abrisses und unsymmetrischer Belastung die angeschlossenen Geräte dann bis zu 400 V sehen und damit zerstört werden.
Konsequenterweise würde ich dann die Zuleitung in 5x2,5² in eine zentrale Dose im Raum legen und von dort aus einphasig (3x1,5² oder 5x1,5²) zu den Steckdosen gehen. Sonst ziehst du dir das gesamte Drehstromsystem an jeder Steckdose vorbei und zweigst hier L1, da L2 und hinten in der Ecke L3 ab.

Da die KNX Aktorik allerdings eh zentral in der Verteilung sitzt, würde ich es dann auch ordentlich machen und von jedem Aktor einphasig (egal ob mit 3x1,5² oder 5x1,5²) abgehen. Die paar Meter Kabel kosten ja nix...
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Shadow85
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Re: Netzwerkleitung/Busleitung selber legen

Beitrag von Shadow85 » Do 2. Aug 2018, 08:17

marsab hat geschrieben:
Mi 1. Aug 2018, 20:56
Ok damit ist die Leitung dann unter dem Estrich begraben, wenn ich das richtig verstehe. Und durch die Holzwerkstoffplatte muss ich dann ein kleines Loch bohren oder? Hab mir nur in einem frisch verkabelten FH mal angesehen, wie durch die Geschossdecke gegangen wird. Da wird ja nach dem Loch in der Decke auch gleich in die Wand gegangen durch ein kleines Loch.
Ganz genau, so hat mir das auch Schilling gezeigt und ich hab das fleißig weitergemacht :) Bei mir haben die auch einem Dachdeckerhammer genommen - das hat mir gar nicht getaugt und ich hab das dann mit einem kleinen Lochbohrer gemacht. War einfach sauberer und mir sind nicht die ganzen Fetzen in die Zwischendecke. Das ist aber Geschmacksache.

Was Du unbedingt beachten musst: bei Außenwänden immer alles sauber abdichten. Die Kabel mit der Folie immer sauber mit speziellem winddichten Klebeband verkleben. Wenn Dein Eli schon Holzständererfahrung hat, dann weiß er aber was hier zu tun ist. Das war für mich am Anfang auch neu.
Bei Innenwänden musst Du nichts beachten.
Noch ein Tipp: Kabel für Lampenauslässe lang lassen (1,5 - 2m). Ich vermute wenn ihr Elektrik macht, dann macht ihr auch AP1 selber. Mit den langen Kabeln lassen sich diese leichter in die Platten einfädeln. Bei nur 0,5m wird das bei den großen Platten fummelig und unbequem (2-3 Mann müssen die schwere Platte halten und einer muss das Kabel einführen... sehr ätzend).

Abdichten von Außenwänden: Innen wird das Kabel wieder mit der Dampfbremse verklebt, außen kommt eine Abdichtmasse rein. Der Endmontagetrupp war so freundlich mir eine Kartusche dazulassen. Den genauen Namen weiß ich nicht auswendig, es ist aber von STO, so wie auch der Außenputz. Hier würde ich nochmal bei FH nachfragen.

Ich stell es mir etwas schwierig vor, die Außenleitungen in Höhe unter der Bauchbinde (Höhe Außenfühler und Kameras) selbst rauszuführen. Nicht unmöglich, aber schwierig. Ich schätze man muss die Innenplatten im Bereich der Kabelauslässe entfernen, um die Kabel zu verlegen. Sehr unschön, da alles geklammert. Alternativ von außen reinbohren, Kabel reinschieben und dann hoffen, dass man diese im Bereich des Fußbodens wieder findet :/ Ohne Vorbereitung wird das auf jeden Fall kein Spaß.

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Re: Netzwerkleitung/Busleitung selber legen

Beitrag von marsab » Do 2. Aug 2018, 19:34

BigNose82 hat geschrieben:
Do 2. Aug 2018, 06:25
Wenn du vor hast, mehrere Steckdosen über eine dreiphasige Zuleitung zu betrieben, würde ich tatsächlich 2,5² nehmen. Ist zwar unüblich, aber funktioniert. Denk nur daran, dass im (unwahrscheinlichen) Falle eines N-Abrisses und unsymmetrischer Belastung die angeschlossenen Geräte dann bis zu 400 V sehen und damit zerstört werden.
Konsequenterweise würde ich dann die Zuleitung in 5x2,5² in eine zentrale Dose im Raum legen und von dort aus einphasig (3x1,5² oder 5x1,5²) zu den Steckdosen gehen. Sonst ziehst du dir das gesamte Drehstromsystem an jeder Steckdose vorbei und zweigst hier L1, da L2 und hinten in der Ecke L3 ab.
Ok, hab mich dazu mal etwas belesen, werde das aber auf jeden Fall nochmal mit meinem Eli besprechen!!
Aber soweit wir das bisher besprochen haben sichern wir ja das fünfadrige Kabel mit einem gemeinsamen LS ab. D.h. doch sobald der fliegt, ist das gesamte Kabel stromlos und das von dir genannte Problem sollte dann nicht auftreten. Die Vorgehensweise mit dem Durchschleifen ist so üblich dachte ich :denk

Shadow85 hat geschrieben:
Do 2. Aug 2018, 08:17
Ganz genau, so hat mir das auch Schilling gezeigt und ich hab das fleißig weitergemacht Bei mir haben die auch einem Dachdeckerhammer genommen - das hat mir gar nicht getaugt und ich hab das dann mit einem kleinen Lochbohrer gemacht. War einfach sauberer und mir sind nicht die ganzen Fetzen in die Zwischendecke. Das ist aber Geschmacksache.
Ja das glaub ich :D Hab mir auch schon ein paar Lochbohrer in kleinem Durchmesser rausgesucht. Bei unseren Nachbarn haben die das aber auch so gemacht glaube ich, da waren die Löcher ziemlich sauber.

Shadow85 hat geschrieben:
Do 2. Aug 2018, 08:17
Was Du unbedingt beachten musst: bei Außenwänden immer alles sauber abdichten. Die Kabel mit der Folie immer sauber mit speziellem winddichten Klebeband verkleben. Wenn Dein Eli schon Holzständererfahrung hat, dann weiß er aber was hier zu tun ist.
Hat er leider nicht aber er meinte schon, da gibt es von Kaiser eine Klebefolie. Und zwecks Dichtmasse rede ich mal mit dem Bauleiter.
Was nimmt man dann außen für Dosen? Auch die winddichten Dosen? Da kommen dann wsl. so Putzausgleichsringe drauf bevor verputzt wird oder?

Beim Rest werde ich mich wohl überraschen lassen müssen.

Grüße Marco

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Re: Netzwerkleitung/Busleitung selber legen

Beitrag von BigNose82 » Do 2. Aug 2018, 20:18

Der Leitungsschutz wirkt nur gegen Überlastung der Leitung und Kurzschluss. Wenn der N irgendwo abreißt, bekommt er das nicht mit. Aber wie gesagt, das ist sehr unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. In jedem Fall muss ein dreipoliger LS benutzt werden, der zwangsweise alle Phasen frei schaltet. Wenn du die Phasen mit einzelnen LS-Automaten versehen würdest und z.B. für Umbautätigkeiten eine Phase frei schaltest, würdest bei einer nicht ordnungsgemäßen N-Verbindung, z.B. weil du den N irgendwo unterwegs aufgetrennt hast, fürchterlich einen aus einer der anderen Phasen geschossen bekommen...

Dass eine Leitung von Steckdose zu Steckdose geschleift wird, ist absoluter Standard. Ein vollständiges Drehstromsystem von Dose zu Dose zu schleifen eher nicht :-). Was nicht heißen soll, dass es bei entsprechender Auslegung nicht funktioniert geschweige denn nicht gemacht werden darf...
Ich habe sowas selber schon im Thekenbereich einer Gartenhütte verbaut, aber eben die Zuleitung in 2,5² in eine zentrale Dose und von dort mit den drei Phasen auf die entsprechenden Steckdosen.

Normalerweise kommen zwei Leitungen in einer Dose an. Die Zuleitung und die abgehende zur nächsten Dose. Jeder Kontakt der Steckdose hat zwei Steckplätze, also brauchen L, N, PE nur abisoliert und eingesteckt werden. Du müsstest dann die beiden anderen Phasen mit Wagos verbinden und hinten in die Dose drücken. 2,5² ist da schon widerspenstiger als 1,5². Es ist halt mehr Aufwand pro Dose.
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